Die Konventionellen Energien, also fossile Energieträger und die Atomkraft, gefährden bei ihrer Nutzung nicht nur das Klima, sondern schädigen auch die Umwelt. Trotzdem wird noch heute ein großer Teil des Energiebedarfs auf konventionelle Weise gedeckt. Vegan Strom deckt auf, wo die Nachteile der Konventionellen Energien liegen und warum die Menschheit auf sie verzichten sollte.

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Was sind Konventionelle Energien?

Zu den Konventionellen Energien zählen Strom sowie Wärme und Kraftstoffe aus Energiequellen, die durch menschliche Nutzung unwiederbringlich aufgebraucht werden. Dazu gehören die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas sowie die durch Kernspaltung freigesetzte Atomkraft.

Konventionelle Energien sind zum Teil seit Tausenden von Jahren wichtige Energielieferanten der Menschheit. Bereits der griechische Naturforscher Theophrastos von Eresos (circa 371 bis 287 vor Christus) berichtete zum Beispiel davon, dass in Griechenland und Italien Kohle abgebaut und zum Schmelzen von Metallen verwendet wurde. Später war Kohle das wichtigste Antriebsmittel der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert und der Elektrifizierung Ende des 19. Jahrhunderts. Erdöl und Erdgas werden ebenfalls seit dem 19. Jahrhundert im großen Stil industriell gefördert und als Energiequellen verwendet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs rundete die Kernspaltung als Quelle nuklearer Energie die Gruppe der Konventionellen Energien ab.

 

Quelle von Klimawandel und Umweltzerstörung

Konventionelle Energieträger lassen sich vielfältig einsetzen. Neben der Stromerzeugung dienen sie auch der Bereitstellung von Wärme sowie als Treibstoff für Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe. Ihre mittlerweile mehr als zwei Jahrhunderte andauernde Verwendung in diesen drei Sektoren hat jedoch auch entscheidend zur heutigen Klimakrise beigetragen, denn die Konventionellen Energien sind die größte Quelle für vom Menschen freigesetzte Treibhausgase wie CO2 und Methan.

Bereits die Förderung konventioneller Energieträger verursacht zudem schwere Umweltschäden. Kohle und Uran werden unter Tage oder in riesigen Tagebauen abgebaut, während zur Förderung von Erdöl und Erdgas oft mehrere Kilometer tiefe Bohrungen notwendig sind – vielfach in der Tiefsee. Sowohl an der Förderstelle selbst als auch beim Transport der Rohstoffe kommt es immer wieder zu Unfällen, wie etwa 1989 zur Havarie des Öltankers Exxon Valdez oder 2010 zum Brand der Ölplattform Deepwater Horizon, der eine schwere Ölpest im Golf von Mexiko verursachte.

Eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile Konventioneller Energien zeichnet daher ein klares Bild.

 

Die Vorteile der Konventionellen Energien

1.) Die Konventionellen Energien sind jederzeit verfügbar.

Sie kommen immer genau dann zum Einsatz, wenn Strom benötigt wird, und liefern genau die benötigte Menge Energie. Das aktuelle Stromnetz ist auf die Nutzung von Konventionellen Energien Der Energiebedarf lässt sich aufgrund von Erfahrungswerten gut prognostizieren und die entsprechende Energiemenge bereitstellen. Die Energieversorger planen hier mit Grundlastkraftwerken, Mittellastkraftwerken und Spitzenlastkraftwerken. Die Stromerzeugung erfolgt meist durch wenige große zentrale Kraftwerke. So waren die Stromnetze jahrzehntelang gegen Ausfälle gut abgesichert.

Der Ausbau der Regenerativen Energien stellt die Stromnetze nun vor Herausforderungen, denn manche regenerative Energieträger wie Windkraft und Solarenergie sind nicht so gut planbar wie die Konventionellen Energien. Sie sind sowohl vom Wetter, als auch der Tages- beziehungsweise Jahreszeit abhängig. Mal erzeugen die Anlagen viel Strom und mal weniger. Die Stromnetze müssen darauf flexibel reagieren können. Speichertechnologien werden zu Schlüsseltechnologien für das Gelingen der Energiewende. Eine Umstellung auf die Herausforderungen der nachhaltigen Energieversorgung ist daher unerlässlich. Die Dezentralisierung der Stromerzeugung bietet jedoch auch Chancen in puncto Sicherheit der Stromnetze. So können viele kleinere Anlagen den Ausfall eines großen Kraftwerks leichter kompensieren.

 

2.) Die Nutzung der Konventionellen Energien ist vergleichsweise günstig.

Denn es handelt sich um Energieformen, die allesamt bereits seit vielen Jahrzehnten genutzt werden. Auf kurze Sicht ist es preiswerter, die benötigten Rohstoffmengen zu fördern, als neue Technologien für die Nutzung der Erneuerbaren Energien zu entwickeln.

Dies ist allerdings eine „Milchmädchenrechnung“, denn bei den Konventionellen Energien werden viele der tatsächlich anfallenden Kosten nicht mit angerechnet. Hierzu zählen beispielsweise Umweltschäden oder die Ewigkeitskosten für das Abpumpen des Grubenwassers oder der Lagerung radioaktiven Abfalls. Diese Kosten muss die Gesellschaft, insbesondere der Steuerzahler, tragen. Der Verursacher, der Energieerzeuger beziehungsweise der Kraftwerksbetreiber trägt nur einen ganz geringen Anteil, sodass Umweltschützer zu recht von „versteckten Subventionen“ für die fossilen und nuklearen Energieträger sprechen.

 

Nachteile der Konventionellen Energien

1.) Fossile Kraftwerke stoßen Treibhausgase und Schadstoffe aus.

Denn bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas werden die Energieträger stofflich umgewandelt. Der Hauptbestandteil fossiler Energieträger ist stets ein Kohlenwasserstoff, weshalb bei der Verbrennung das langlebige und klimaschädliche Gas CO2 Dieses trägt entscheidend zum Klimawandel bei.

 

2.) Alle Wärmekraftwerke produzieren Abwärme, die der Umwelt schaden kann.

Tatsächlich wird ein großer Teil der im Kraftwerk erzeugten Wärme gar nicht zur Stromerzeugung verwendet. Um trotzdem effizient arbeiten zu können, muss das Kraftwerk die überschüssige Wärme mithilfe von Kühltürmen oder mit einer Flusskühlung an die Umgebung abgeben. Bei letzterer wird Wärme in einen nahegelegenen Fluss eingeleitet. Der Fluss kann sich dabei so sehr aufheizen, dass sein Sauerstoffgehalt sinkt und die darin lebenden Tiere verenden.

 

3.) Die Förderung konventioneller Energieträger führt zur Zerstörung von Landschaften.

Kohle und Uran lassen sich im Tage- und Untertagebergbau fördern, während Erdöl und Erdgas aus natürlichen Lagern an Land oder auf dem Meer gefördert werden. Dabei erfolgt nicht nur ein direkter Eingriff in Landschaften, sondern es kommt auch immer wieder zu schweren Unfällen. Vor allem bei der Förderung von Uran fällt zudem radioaktiver Abraum an, der ebenso wie Atommüll die Umwelt radioaktiv belastet.

Bei der Kohleverstromung kann es ebenfalls zum Freisetzen von Radioaktivität kommen, denn in den Kohlelagerstätten ist meist auch ein gewisser Anteil an Uran und Thorium gebunden. Auch wenn sich die Radioaktivität hauptsächlich in der Asche anreichert und die Kohlekraftwerke darüber hinaus über sehr effektive Filteranlagen verfügen, ist nicht ausgeschlossen, dass radioaktive Partikel in die Abluft gelangen und die Region rund um das Kohlekraftwerk vermehrt Radionukliden ausgesetzt ist. Allerdings muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass jeder Mensch auf der Welt einer natürlichen Strahlenbelastung ausgesetzt ist. In Deutschland liegt sie im Schnitt bei 2,1 Millisievert pro Jahr. Die von deutschen Kohlekraftwerken emittierten Werte befinden sich alle im Rahmen der von den Behörden festgelegten Grenzwerte.

 

4.) Die Vorkommen konventioneller Energieträger sind endlich.

Das heute geförderte Uran entstand während der Frühzeit unseres Sonnensystems. Seine Vorkommen sind, wenn sie einmal gefördert und genutzt wurden, für immer verloren. Fossile Energieträger bilden sich zwar im Laufe der Zeit aus abgestorbenem Pflanzenmaterial neu, doch diese Prozesse dauern viele Millionen Jahre. Für die menschliche Nutzung sind also auch diese Stoffe verloren, wenn sie einmal abgebaut und in Kraftwerken verbrannt sind.

 

5.) Die eingesetzten Rohstoffe machen Deutschland abhängig von Importen.

Deutschland fördert nur einen geringen Teil seiner eingesetzten fossilen Rohstoffe selbst. Der größte Teil der hierzulande genutzten Kohle, des Erdöls und des Erdgases sowie das Uran stammen aus dem Ausland. So nutzen wir beispielsweise australische Steinkohle, die zu diesem Zweck unter großem Energieaufwand tausende Kilometer weit transportiert werden muss. In Zeiten des Klimawandels ist das ein Irrsinn.

 

6.) Konventionelle Kraftwerke können sich nie energetisch amortisieren.

Die energetische Amortisation ist dann erreicht, wenn ein Kraftwerk so viel Energie geliefert hat, wie zu seinem Bau und Betrieb eingesetzt wurde. Da konventionelle Kraftwerke aber immer nur einen Teil der in den verbrauchten Energieträgern gespeicherten Energie in Strom umwandeln können, ist bei ihnen eine vollständige Amortisation nicht möglich. Bei den Erneuerbaren Energien wird hingegen der Energieträger nicht aufgebraucht, sodass die energetische Amortisation zum Teil bereits nach einigen Monaten erfolgt.

 

Die Alternative: Veganer Strom aus nachhaltiger Erzeugung

Bei einem Vergleich der Vor- und Nachteile wird klar, dass die Konventionellen Energien unter keinen Umständen als nachhaltig oder gar vegan angesehen werden können. Selbst ihr einziger echter Vorteil gegenüber den Erneuerbaren Energien, dass sie nämlich jederzeit zur Verfügung stehen, verliert schon heute durch einen fortschreitenden Ausbau der Stromnetze und verbesserte Speichermöglichkeiten für Strom immer mehr an Bedeutung.

Vegan Strom ist der Meinung, dass nachhaltiger, umwelt- und klimafreundlicher Strom nicht länger warten kann. Deshalb bieten wir Dir Strom aus Solarenergie, Geothermie und der Kraft der Gezeiten, dessen Erzeugung klimaneutral und frei von Tierleid ist. So kannst Du Dir sicher sein, in jeder Lebenslage vegan und nachhaltig zu handeln.

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