Energiewende

Im Kampf gegen den Klimawandel: Umstieg von Konventionellen Energien auf die Erneuerbaren Energien

Die Erde befindet sich im Klimawandel. Dessen Hauptursache ist der Anstieg von menschengemachten Treibhausgasen in der Atmosphäre. Die Folge sind Erderwärmung und bedrohliche klimatische Veränderungen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Europäische Union im Jahr 2010 eine Energiewende beschlossen. Diese sieht eine Abkehr von fossilen hin zu regenerativen Energieträgern vor und hat eine signifikante Senkung von Treibhausgasemissionen zum Ziel. Welche konkreten Maßnahmen zum Gelingen der Energiewende geplant sind, erklärt Dir Vegan Strom.

 

Von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern

Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat sich die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre stark erhöht. So ist allein der Anteil an Kohlenstoffdioxid (CO2) um 40 Prozent angestiegen. Schuld daran sind Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehen – sei es beim Heizen, bei der Stromversorgung oder im Verkehr. Um den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern, stieß die Europäische Union eine Energiewende an. Diese hat zum Ziel, Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren (als Vergleichsjahr gilt 1990). Um das zu erreichen, soll die Energieversorgung nach und nach von fossilen auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden. Das bedeutet einen schrittweisen Abschied von Kohle, Öl und Gas. Ein weiterer Baustein der deutschen Energiewende ist der Ausstieg aus der Kernenergie, der nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 beschlossen wurde. Bis 2022 soll eine sukzessive Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke und damit der Atomausstieg erfolgen. Bis 2038 ist zudem mit dem sogenannten Kohleausstieg ein Verzicht auf Kohlestrom geplant.

 

Neue Technologien und Förderungen erleichtern die Umsetzung

Die Zukunft gilt den erneuerbaren Energieträgern. Sie verursachen keine CO2-Emissionen oder sind zumindest CO2-neutral. Letzteres gilt beispielsweise für Holzpellets und Biomasse aus Pflanzenresten, denn diese geben beim Verbrennen nur soviel Kohlenstoffdioxid ab, wie sie im Laufe ihres Lebens gespeichert haben. Gänzlich emissionsfrei sind Windenergie, Wasserkraft, Photovoltaik und Geothermie. Sie gelten als tragende Säulen der Energiewende. Die deutsche Politik unterstützt die Nutzung regenerativer Energien finanziell. So regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Einspeisevergütung von Ökostrom ins öffentliche Netz. Wer regenerative Energien zur Wärmeproduktion nutzt, profitiert vom Marktanreizprogramm, einer Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Natürlich geht die Energiewende nicht ohne Vorschriften einher. So besteht beispielsweise seit 2015 für Neubauten die Pflicht, den Wärmebedarf zum Teil aus erneuerbaren Energien abzudecken. Technologieanbieter haben entsprechend darauf reagiert und so ist das Angebot von Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Pelletheizungen am Markt inzwischen recht groß.

 

Die Herausforderungen der Energiewende

Ob die Energiewende wie geplant gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Über allem steht die Versorgungssicherheit, denn flächendeckende Stromausfälle wären eine Katastrophe. Sonne und Wind stehen nicht immer zuverlässig als Energieträger zur Verfügung, sondern sind als Energielieferanten Schwankungen ausgesetzt. Um diese Schwankungen auszugleichen, bedarf es intelligenter Energiespeicher. Diese puffern Stromüberschüsse und geben sie bei Bedarf wieder an die Verbraucher ab. Diese Speicherkapazitäten gilt es auszubauen. Auch das Stromnetz selbst muss auf den Transport Erneuerbarer Energien ausgelegt werden, sogenannte Overlay-Netze sind erforderlich. Hinzu kommt der Ausbau von Smart Grids (intelligente Netzwerke), welche Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher miteinander verbinden und digital steuern. Eine weitere Herausforderung der Energiewende liegt in der Umstrukturierung des Verkehrssektors. Diesel- und Benzinfahrzeuge tragen wesentlich zum erhöhten CO2-Ausstoß bei. Als Alternative sind Hybrid- und Elektrofahrzeuge bereits auf dem Vormarsch. Doch die Anreize, sich ein umweltfreundliches Auto zu kaufen, müssen spürbar verbessert werden, in erster Linie durch einen flächendeckenden Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur.

 

Umdenken jedes Einzelnen bei der Energiewende gefragt

Zur Verminderung der Treibhausgase trägt aber nicht nur eine Umstellung auf saubere Technologien bei, sondern auch eine Verbesserung der Energieeffizienz. Hier sind vor allem die Menschen selbst mit geänderten Verhaltensweisen gefordert. Die Möglichkeiten zum Sparen von Strom und Heizenergie sind vielfältig und in den meisten Fällen auch leicht umsetzbar. Eine gute Basis schaffen energieeffiziente Haushaltsgeräte. Denn weniger Energieverbrauch bedeutet weniger CO2. Nicht zuletzt erfordert die Energiewende aber auch Verzicht und eine Abkehr von der eigenen Bequemlichkeit:

  • Das Auto stehen lassen und stattdessen den Bus, die Bahn oder das Fahrrad nehmen.
  • Flugreisen soweit es geht vermeiden.
  • Plastikmüll reduzieren.
  • Kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen. Besser noch: gänzlich auf Fleisch verzichten. Denn auch die extensive Nutztierhaltung beeinflusst das Klima negativ.

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