Konventionelle Energien

Konventionelle Energien: Effektiv, jedoch nicht nachhaltig

Der Begriff der Konventionellen Energien selbst ist nicht fest definiert, jedoch werden in der Regel alle Energien darunter zusammengefasst, die endliche, das heißt nicht-regenerative Ressourcen für die Strom- und/oder Wärmeerzeugung nutzen. Über konventionelle Kraftwerke werden im Moment etwa 80 Prozent des gesamten Strombedarfs der Welt gedeckt. Dafür sind sie jedoch einer der treibenden Faktoren hinsichtlich Klimawandel und Umweltzerstörung. Das Lexikon von Vegan Strom klärt Dich über die Konventionellen Energien auf.

 

Welche Arten von Konventionellen Energien gibt es?

Die wohl bekanntesten Konventionellen Energien sind fossile Brennstoffe, namentlich Kohle, Erdöl und Erdgas. Sie alle entstanden vor mehreren Millionen Jahren aus organischem Material, entweder aus abgestorbenen Pflanzen oder aber aus Meereskleinstlebewesen. Durch verschiedene bio- und geochemische Prozesse, überwiegend die Zersetzung durch Bakterien, einem hohen Druck durch Sedimentüberlagerung und Temperatureinflüsse, bildeten sie sich schließlich aus. Es gibt entsprechende Vorkommen sowohl an Land (onshore) als auch unter dem Meeresboden in den Ozeanen (offshore).

Die Stromerzeugung durch diese drei Energieträger erfolgt in der Regel ebenfalls auf gleiche Weise. In sogenannten Dampfkraftwerken wird durch die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas ein Wasserkessel erhitzt und somit Wasserdampf erzeugt. Dieser treibt schließlich eine Turbine an, deren Generator elektrischen Strom produziert. Für gewöhnlich erfolgt im nächsten Schritt die Kondensation des Wassers und die Rückleitung, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht. Alternativ kann Erdgas auch dazu genutzt werden, durch seine direkte Verbrennung und ohne Wasserdampf eine Gasturbine anzutreiben.

Auch Atomenergie gehört aus Sicht der Regenerativen Energien zu den konventionellen Energieträgern. Ihre Prämisse ist schließlich die gleiche wie bei Kohle, Erdgas und Erdöl: Mithilfe von endlichen, unwiederbringlichen Ressourcen wird Energie erzeugt. Der Energielieferant ist hierbei Uran, welches aus Erzen gewonnen und zu Brennstäben verarbeitet wird, um anschließend in Reaktoren über Kernspaltungsprozesse Wärmeenergie zu erzeugen. Auch diese wird zum Sieden von Wasser und der Dampf zum Antreiben einer Turbine genutzt. Aus Sicht der Kerntechnik handelt es sich bei Atomkraftwerken jedoch nicht um konventionelle Kraftwerke, da kein herkömmlicher Verbrennungsprozess stattfindet, sondern um eine nukleare Reaktion.

 

Die Vor- und Nachteile der Konventionellen Energien

Konventionelle Energien haben gegenüber regenerativen einige Vorteile, jedoch auch offensichtliche Schattenseiten. Praktisch an ihnen ist, dass sie „nur“ abhängig von ihren Rohstoffen sind. Sind diese erst einmal gefördert und aufbereitet, können konventionelle Kraftwerke jederzeit Strom bereitstellen und zwar genau dann, wenn er erforderlich ist, während vor allem Wind- und Solaranlagen abhängig von Wetter-, Tages- und Jahreszeit sind und folglich komplexere Speichermöglichkeiten benötigen. Somit tragen Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernkraft leichter zu einem stabileren Stromnetz bei, welches besser gegen Ausfälle gesichert ist. Hinzu kommt, dass die Technik der konventionellen Kraftwerke schon seit vielen Jahrzehnten zum Einsatz kommt. Sie ist also gut erforscht und liefert somit günstige Energie. Lange Zeit war Strom aus erneuerbaren Energiequellen deutlich teurer. Doch das Blatt wendet sich seit dem EEG-Gesetz, das den Ausbau und damit auch die Entwicklung der Erneuerbaren Energien fördert.

Doch Zuverlässigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind ein schwacher und kurzer Trost im Vergleich zu den verheerenden Langzeitschäden, die Konventionelle Energien mit sich bringen. Dies beginnt bereits bei ihrer Förderung. Kohle- und Uranbergbau zerstören ganze Landschaften. Die Förderung und der Transport von Erdöl können zu Ölkatastrophen in den Weltmeeren führen. Durch den Einsatz fossiler Brennstoffe in Kraftwerken entstehen enorme CO2– und andere Schadstoffemissionen. Damit heizen sie den Klimawandel weiter an. Die Kernspaltung von Uran hingegen produziert gefährlichen Atommüll. Auch die Abwärme der Anlagen kann ganze Ökosysteme zerstören, wenn für die Kühlung zum Beispiel kein Kühlturm, sondern naheliegende Gewässer genutzt werden. Nicht zuletzt sind fossile und nukleare Brennstoffe nur endlich verfügbar. Die Reserven an Erdöl, Erdgas und Uran reichen nach statistischen Schätzungen aus dem Jahr 2013 nur noch mehrere Jahrzehnte, Kohle noch etwas mehr als ein Jahrhundert.

 

Konventionelle Energien sind nicht nachhaltig und extrem umweltschädlich

Die Nutzung von Konventionellen Energien zur Stromerzeugung trägt einen maßgeblichen Teil zur Umweltverschmutzung und zur menschengemachten Veränderung des Klimas bei. Nicht umsonst sind Kohle-, Öl-, und Atomausstieg in vielen Ländern ein wichtiges Thema und in einigen für die Zukunft bereits beschlossene Sache. Folglich müssen die Regenerativen Energien die Aufgabe der Energieversorgung übernehmen, um die Zerstörung unseres Planeten aufzuhalten und zeitgleich die Verschwendung endlicher Brennstoffe zu verhindern. Daher muss ihr Ausbau schneller vonstattengehen und die Energiewende jetzt vollzogen werden. Wir von Vegan Strom setzen uns mit unserem Strommix genau hierfür ein, denn je mehr Menschen sich bewusst für Ökostrom entscheiden, umso mehr eher kommt es zu einem Umdenken in der Industrie. Dabei ist uns jedoch besonders wichtig, jene erneuerbaren Energiequellen voranzutreiben, die bei ihrer Stromerzeugung keinerlei Tierleid verursachen. Möchtest auch Du mehr für unseren Planeten tun, dann wechsele jetzt zu uns. Jeder noch so kleine Schritt macht die Welt letztendlich zu einem besseren Ort.

 

→ Wie vegan die Konventionellen Energien sind, erfährst Du hier!

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