Atommüll

Eine große Herausforderung für die Menschheit ist der radioaktive Abfall bei der Kernspaltung

Atommüll entsteht überall in der Nukleartechnik, etwa als nicht mehr verwertbares Abfallprodukt aus den Brennstäben der Kernkraftwerke oder durch Strahlung kontaminierte Bausubstanz. In der Nuklearmedizin fällt radioaktiver Müll in Form von verstrahltem medizinischen Gerät und Abwasser an. Nicht zuletzt entsteht er auch bei der Produktion von Kernwaffen. Atommüll ist hochgefährlich und stellt die Menschheit zurzeit vor ein gravierendes Problem. Das Vegan Strom-Lexikon klärt auf.

 

Warum ist Atommüll so gefährlich?

Radioaktive Elemente geben bei ihrem Zerfall radioaktive Strahlung ab, die die unterschiedlichsten schädlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit haben kann. So kann es bei Lebewesen, die einer Strahlenexposition ausgesetzt sind, zu Zelltod oder Zellveränderungen sowie zu genetischen Schäden kommen, die sich über Generationen hinweg auswirken. Die Folge hierbei sind Fehlgeburten oder Kinder mit Missbildungen. Es existieren ebenfalls Hinweise darauf, dass Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken geboren werden und aufwachsen, deutlich stärker leukämiegefährdet sind. Nicht zuletzt ruft Strahlenbelastung verschiedene Krankheiten hervor oder begünstigt sie, zum Beispiel Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Atomanlagen und Atommüll stellen jedoch nicht nur durch direkte Strahlenexposition eine enorme Gefahr dar. Die radioaktive Strahlung kann auch Böden, Grundwasser und sogar die Luft kontaminieren. Somit können Menschen und Tiere den Belastungen ebenfalls durch Wasser oder die Nahrungskette ausgesetzt sein.

 

Wie kann das Problem des Atommülls beherrscht werden?

Damit der hochradioaktive Atommüll, der überwiegend in Kernkraftwerken entsteht, keine verheerenden Schäden anrichtet, muss er irgendwie beseitigt oder gelagert werden. Hierfür existieren verschiedene Techniken, die das Problem schmälern, jedoch bislang nicht beheben können. Zum einen wird versucht, radioaktive Materialien wiederaufzubereiten. Hierbei handelt es sich um einen Prozess im Brennstoffkreislauf, der die wiederverwertbaren Bestandteile der benutzten Brennelemente durch chemisch-physikalische Prozesse von den gänzlich unbrauchbaren abtrennt. Dies löst das Problem mit dem Atommüll zwar nicht, verringert jedoch zumindest die letztendlich anfallende Menge. Allerdings entstehen während des Prozesses ebenfalls schwach radioaktive Abgase und Abwässer, die die Umwelt belasten.

Eine weitere Möglichkeit, die Gefährlichkeit von radioaktivem Abfall zu reduzieren, besteht in der Transmutation. Hierbei werden zusätzliche Kernreaktionen mit freien Neutronen hervorgerufen, um langlebige radioaktive Elemente in kurzlebigere umzuwandeln. Die Halbwertszeitverkürzung kann die Zeit, in der der Atommüll eine Gefahr darstellt, reduzieren. Allerdings wird in den bisher eingesetzten Prozessen oftmals nur das „nächstschwächere“ Element erzeugt, effektivere Verfahren befinden sich momentan erst in der Erforschung.

Letztendlich muss der anfallende Atommüll immer irgendwo sicher gelagert werden, bis seine Strahlungswerte auf ein ungefährliches Niveau abgeklungen sind. Da die in der heutigen Kerntechnik genutzten Materialien jedoch sehr lange Halbwertszeiten aufweisen, ist in der Regel eine Lagerung von hunderttausenden Jahren nötig, um dies zu erreichen. Folglich gestaltet sich die Suche nach einem passenden Endlager als schwierig, da es enorm viele Voraussetzungen erfüllen muss. Nur so kann sichergestellt werden, dass zukünftige Generationen nicht mit dem Atommüll in Kontakt kommen und er außerdem nicht seine Umgebung kontaminiert. Ein wirklich sicheres Endlager ließ sich bislang weltweit nicht finden, was die Menschheit vor gewaltige Probleme hinsichtlich der Nuklearentsorgung stellt.

 

Atommüll schädigt unseren Planeten enorm und über lange Zeit

Da der Großteil des Atommülls beim Betrieb von Kernkraftwerken entsteht, muss ein Umdenken im Energiesektor erfolgen. Daher entscheiden sich immer mehr Staaten dafür, aus der Atomenergie auszusteigen. In Deutschland zum Beispiel sollen die letzten Atomkraftwerke 2022 vom Netz gehen und damit den Atomausstieg endgültig vollziehen. Eine nachhaltige Stromerzeugung muss in Zukunft gänzlich auf die Regenerativen Energien setzen, damit unser Planet auf lange Sicht bewohnbar bleibt. Und genau hierfür engagiert sich Vegan Strom. In unserem Energiemix findest Du daher nur saubere und nachhaltige Stromquellen. Doch wir gehen noch weiter als andere Ökostrom-Anbieter, denn wir achten bei der Wahl unseres Stroms ebenfalls darauf, dass bei seiner Erzeugung keine Tiere zu Schaden kommen. Aus diesem Grund verzichten wir auf Wind- und Wasserkraft und fördern allein tierfreundliche Energiequellen wie Solarenergie, Geothermie und Gezeitenkraft. Möchtest auch Du mit Deinem Stromanbieter mehr zum Tierwohl beitragen, dann wechsele noch heute zu uns.

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