Erdöl gehört zu den fossilen Energieträgern, bei deren Nutzung große Mengen von Treibhausgasen und Schadstoffen in die Atmosphäre entweichen. Dass es im Rahmen der Energiewende seine Bedeutung als Energieträger für die Strom-, Wärme- und Treibstoffproduktion verlieren muss, liegt daher auf der Hand – auch, weil die Erdölvorkommen endlich sind. Daneben hat Erdöl auch ganz direkt schädliche Auswirkungen auf das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Vegan Strom erklärt Dir, warum Erdöl nicht vegan sein kann.

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Vom Dichtstoff zum Energieträger

Die Nutzung des Erdöls reicht bis weit vor die Zeitenwende zurück. Im Nahen Osten wurde es bereits vor rund zwölftausend Jahren als Werkstoff eingesetzt, zunächst zum Abdichten von Schiffsrümpfen, später auch als Dichtmittel für den Haus- und Straßenbau. Möglicherweise kam es zu dieser Zeit auch bereits als Brennmaterial zum Einsatz. Quellen für jenes Erdöl waren natürliche Austrittsstellen an der Erdoberfläche.

Mit der Industrialisierung begann die Förderung von Erdöl in Bergwerksschächten. Die erste erfolgreiche Erdölbohrung gelang aber erst 1859 in der niedersächsischen Gemeinde Wietze. Bis 1963 erfolgte hier die Erdölförderung. Das deutsche Erdölmuseum in Wietze beleuchtet bis heute die vielen Aspekte des fossilen Rohstoffs und Energieträgers. Seit dem 19. Jahrhundert ist Erdöl ein weit verbreitetes Schmiermittel für Maschinen und findet auch als Lampenöl Verwendung. In der Gegenwart wird Erdöl vor allem als Grundlage für Antriebsstoffe wie Benzin und Diesel, aber auch als Heizöl eingesetzt. Daneben ist es ein wichtiger Rohstoff in verschiedenen Industrien, wie etwa bei der Herstellung von Kunststoffen. Die Stromerzeugung stellt hingegen nur einen geringen Teil der Nutzung dar.

 

Vielseitige Nutzung mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde Erdöl mit der wachsenden Bedeutung des Automobil-, Schiffs- und Flugzeugverkehrs immer wichtiger. Bis heute stellt es die Grundlage für den größten Teil des weltweit produzierten Benzins, Kerosins und Diesels dar. Seine Gewinnung, Verarbeitung und Verbrennung sind allerdings mit schweren Schäden für die Umwelt verbunden, die seine Vorteile mehr als in den Hintergrund rücken lassen.

 

Vorteile von Erdöl

1.) Die energetische Nutzung von Erdöl ist gut erprobt und günstig.

Erdöl wird bereits seit der Antike als Brennstoff verwendet und seit vielen Jahrzehnten auch zur Stromerzeugung eingesetzt. Die dafür benötigten Technologien sind gut entwickelt. Das macht die Nutzung von Erdöl zumindest in naher Zukunft noch günstiger als die Entwicklung neuer Technologien zur Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien.

 

2.) Erdöl hat einen vergleichsweise hohen Energiegehalt.

So wird zur Erzeugung der gleichen Energiemenge deutlich weniger Erdöl als Kohle benötigt. Es ist allerdings weniger energiereich als Erdgas, das zudem deutlich sauberer verbrennt, also weniger Schadstoffe ausstößt. Zudem kann Erdöl, wie alle fossilen Energieträger, die in ihm gespeicherte Energie beim Verbrennen nicht vollständig zur Stromerzeugung zur Verfügung stellen.

 

Die Nachteile von Erdöl

1.) Bei der Nutzung von Erdöl werden Schadstoffe und Treibhausgase frei.

Denn Erdöl besteht zum größten Teil aus Kohlenwasserstoffen, die bei der Verbrennung mit Sauerstoff reagieren. Bei dieser Reaktion entsteht das extrem klimaschädliche Kohlenstoffdioxid.

 

2.) Die Förderung von Erdöl ist extrem umweltschädlich.

Dafür werden entweder Bohrtürme an Land oder auf dem Meer errichtet oder es wird in riesigen Tagebauen Erdöl aus Ölsand gefördert. Bei Unfällen, wie zum Beispiel der Havarie eines Öltankers oder einer beschädigten Ölleitung, kann Erdöl austreten und Böden sowie Gewässer verunreinigen. Tiere und Menschen verlieren bei solchen Vorfällen ihre Lebensgrundlage. So traten im Jahr 2010 bei der Deepwater-Horizon-Katastrophe im Golf von Mexiko rund 800 Millionen Liter Rohöl aus. Ein fast 10.000 Quadratkilometer großer Ölteppich war die Folge.

 

3.) Die weltweiten Erdölvorräte sind begrenzt.

Das einmal geförderte und aufgebrauchte Erdöl ist für den Menschen für immer verloren, denn die Bildung von Erdöl dauert viele Millionen Jahre. Das ist besonders deshalb besorgniserregend, weil Erdöl nicht nur zur Stromerzeugung oder als Treibstoff benötigt wird, sondern zum Beispiel auch für die Herstellung von Medikamenten.

 

4.) Erdölkraftwerke können sich nicht energetisch amortisieren.

Wird Erdöl in Kraftwerken verbrannt, so kann nur ein Teil der darin gespeicherten Energie auch tatsächlich zur Stromerzeugung genutzt werden. Der Rest geht als Abwärme verloren. Es wird also immer mehr Energie in das Kraftwerk investiert, als es am Ende als Strom zurückgeben kann.

 

5.) Die Nutzung von Erdöl macht Deutschland abhängig von ausländischen Zulieferern.

Der größte Teil des hierzulande eingesetzten Erdöls stammt aus Russland, aber auch der Nahe Osten sowie verschiedene afrikanische Staaten sind wichtige Lieferanten1. Im Falle politischer Spannungen oder Unruhen kann so leicht ein Versorgungsengpass entstehen.

 

Vegane Alternativen schonen die Natur und das Klima

Erdöl ist, wie alle konventionellen Energieträger, nicht erneuerbar: Wenn es einmal gefördert und eingesetzt wurde, ist es für die menschliche Nutzung verloren. Dieser Umstand sowie die schweren Schäden an der Umwelt, die sowohl die Förderung als auch die Verwendung von Erdöl herbeiführen, bedeuten, dass es sich nicht um einen veganen Energieträger handelt. Vielmehr sollte die energetische Nutzung von Erdöl so schnell wie möglich eingestellt werden. Das ist umso wichtiger, da Erdöl auch in anderen Industrien als essenzieller Rohstoff benötigt wird.

Vegan Strom hat sich deshalb entschieden, nicht nur auf Erdöl, sondern auf alle konventionellen Energieträger zu verzichten. Unser Strom ist zudem nicht nur klimaneutral, sondern auch umweltfreundlich, denn wir setzen ausschließlich auf vegane Arten der Stromerzeugung, also Solarenergie, Geothermie und die Nutzung der Gezeiten. So können wir Dir Strom anbieten, der im Einklang mit der Natur steht und ebenso frei von Tierleid wie von klimaschädlichen Treibhausgasen ist.

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