Infraschall

Wie gefährlich ist Infraschall?

Wann immer in Deutschland neue Windenergieanlagen gebaut werden sollen, äußern Anwohner Bedenken. Neben einer optischen Beeinträchtigung befürchten die Menschen vor allem gesundheitliche Schäden durch den Infraschall der Anlagen. Aber was ist Infraschall eigentlich und ist er wirklich gefährlich? Vegan Strom gibt Antworten.

 

Was ist Infraschall?

Als Infraschall wird solcher Schall bezeichnet, dessen Frequenz unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegt, also bei weniger als 20 Hertz. Damit ein Mensch eine Schallwelle mit einer solch niedrigen Frequenz überhaupt hören kann, wird ein vergleichsweise hoher Schalldruck von mindestens 70 Dezibel benötigt1. Im Bereich des normalen Hörschalls, dem wir im Alltag ausgesetzt sind, entspräche das zum Beispiel einer lauten Unterhaltung oder einem Fernseher.

Infraschall ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Er ist ein Teil vieler natürlicher Phänomene, vom Donner eines Gewitters bis zum Rauschen des Meeres. Einige Tierarten wie Wale und Elefanten nutzen ihn sogar zur Kommunikation. Auch bestimmte Musikinstrumente, zum Beispiel große Orgeln, können Töne im Infraschallbereich erzeugen. Daneben sind vor allem der Straßenverkehr, aber auch Maschinen wie Rüttelplatten oder eben Windenergieanlagen Quellen von Infraschall.

Ob eine Infraschallwelle wahrgenommen wird, ist abhängig von der genauen Frequenz und auch von Mensch zu Mensch verschieden. Kinder und Jugendliche, aber auch manche Erwachsene, haben ein empfindlicheres Gehör und können daher noch Schallwellen wahrnehmen, die bereits außerhalb des Hörbereichs der meisten älteren Menschen liegen. Für diese Personengruppen kann Infraschall natürlich ebenso störend sein wie jedes andere hörbare Geräusch. Aber auch dann, wenn der Infraschall noch nicht bewusst wahrgenommen werden kann, so ergaben Studien, löst er doch bei vielen Menschen Unbehagen oder Irritation aus.

 

Ist der Infraschall von Windrädern gefährlich?

Der Infraschall, der von Windenergieanlagen erzeugt wird, liegt mit einer Frequenz von weniger als 20 Hertz und einem Schalldruck von etwa 65 Dezibel deutlich unter dem, was die meisten Menschen hören können. Der Schalldruck ist zudem der Bestandteil eines Geräusches, der je nach Stärke über kurze oder lange Zeit Hörschäden verursacht, er nimmt jedoch mit wachsender Entfernung vom Ursprungsort der Schallwelle ab. Für Windenergieanlagen gelten daher Regelungen zum Mindestabstand von menschlichen Siedlungen, aber auch von Naturschutzgebieten und Ähnlichem, um Schallbelästigungen zu minimieren.

Werden diese Abstandsregeln eingehalten, dann sollte der Infraschall von Windenergieanlagen keine schädlichen Auswirkungen haben können. Das lässt vermuten, dass die Berichte von Anwohnern über gesundheitliche Beschwerden wie zum Beispiel Schlafstörungen eher das Resultat der psychologischen Wirkung der Windräder, als eine Folge des Infraschalls sind. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Angst vor dem Infraschall einen sogenannten Nocebo-Effekt auslöst. Er ist sehr viel wahrscheinlicher die Quelle für die berichteten Beschwerden.

Was sich hingegen zweifelsfrei nachweisen lässt, ist die Gefahr, die Windräder für Vögel, Fledermäuse und Insekten darstellen. Denn die Bewegung der Rotoren ist für Tiere kaum abzuschätzen, was immer wieder in tödlichen Zusammenstößen endet. Auch wenn der Infraschall von Windenergieanlagen also beim Einhalten der geltenden Abstandsregeln wahrscheinlich kein Problem darstellt, handelt es sich bei der Windkraft dennoch ganz sicher nicht um eine vegane Form der Stromerzeugung. Vegan Strom bietet Dir aus diesem Grund auch keinen Strom aus Windenergie, sondern setzt vollständig auf die veganen Energiequellen Solarenergie, Geothermie und Gezeitenkraft. So profitiert von der Energiewende nicht nur das Klima, sondern auch die Tierwelt.

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