Dampfkraftwerk

Dampfkraftwerke: Strom dank Dampf und Turbinen

Während einige Kraftwerke ihren Strom direkt aus der genutzten Energiequelle erzeugen, geschieht dies bei Dampfkraftwerken auf sekundärem Weg. Sie verfeuern einen Brennstoff und heizen so ein anderes Medium auf, das schließlich verdampft. Der Dampf überträgt seine in der thermischen Energie gespeicherte Bewegungsenergie an eine Turbine. Durch die Rotation dieser produziert ein daran gekoppelter Generator Strom. Erfahre mehr im Lexikon von Vegan Strom.

 

Wie funktionieren Dampfkraftwerke?

Dampfkraftwerke bestehen für gewöhnlich aus vier verschiedenen Hauptkomponenten, die miteinander verschaltet sind. Der Prozess der Energieerzeugung beginnt beim Dampfkessel. In diesem befindet sich gereinigtes und aufbereitetes Wasser, welches über eine Brennkammer zunächst erhitzt wird und schließlich siedet. Ein nachgeschalteter Überhitzer erhöht die Temperatur und das Volumen dann noch einmal zusätzlich. Schließlich leiten Rohre den heißen Dampf in eine Dampfturbine. Dort gibt er seine Energie ab, um die Turbine in Rotation zu versetzen. Ein Generator nimmt das Drehmoment auf und erzeugt schließlich daraus elektrischen Strom. Zum Schluss erreicht der Wasserdampf einen Kondensator, gibt seine Wärme ab und kondensiert. Über eine Speisepumpe gelangt das Wasser wieder zurück in den Kessel, der Kreislauf ist geschlossen und kann von neuem beginnen.

Zur Erhitzung des Wassers kann jeder Brennstoff genutzt werden, wie zum Beispiel fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Doch auch Holzpellets und andere Biomasse finden Verwendung. Einige Kraftwerke sind sogar auf Müllverbrennung spezialisiert. Auch in Kernkraftwerken wird die thermische Energie, die bei der Kernspaltung entsteht, zur Dampferzeugung und anschließendem Antrieb von Turbinen genutzt. Ferner nutzen auch Sonnenwärme- und Geothermiekraftwerke eine ähnliche Technologie. In letzteren kommt jedoch aufgrund der geringeren Temperaturen meist kein Wasser, sondern eine andere organische Flüssigkeit mit niedrigerem Siedepunkt zum Einsatz.

Oftmals nutzen Dampfkraftwerke das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, um ihre Wirkungsgrade zu erhöhen. Hierbei erzeugt die Anlage nicht nur allein Strom mittels Wasserdampf. Ein Teil der Wärme des Dampfes wird aus dem Kreislauf ausgekoppelt und dient dazu, separat Wärmeenergie bereitzustellen. Diese wird entweder von Verbrauchern vor Ort genutzt oder zu Heizzwecken in ein Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist. Energieexperten bezeichnen Dampfkraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung präziser als Kondensationskraftwerke.

 

Die Vor- und Nachteile von Dampfkraftwerken

Dampfkraftwerke haben je nach Anlagentyp und genutztem Energieträger verschiedene Vorteile. So sind alle Kraftwerke, die einen Brennstoff nutzen, grundlastfähig. Sie funktionieren also unabhängig von Wind und Wetter. Je nach Energiemenge und Betriebskosten können sie auch problemlos zur Mittellast beitragen, dies betrifft zum Beispiel Steinkohle- oder Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke. Gaskraftwerke lassen sich außerdem recht schnell starten und können dabei helfen, das Stromnetz bei Leistungsspitzen stabil zu halten.

Zu den größten Nachteilen von Dampfkraftwerken zählt, dass nur die wenigsten Formen umweltfreundlich sind. Die meisten Anlagen nutzen fossile oder nukleare Brennstoffe. Dass Kohle, Erdöl und Erdgas Unmengen an Treibhausgasen produzieren und in Kernkraftwerken hochgefährlicher Atommüll entsteht, ist allgemein bekannt. Zudem sind diese Ressourcen begrenzt und werden nach aktuellen Erkenntnissen und gleichbleibender Nutzung spätestens im nächsten Jahrhundert aufgebraucht sein. Das Verfeuern von Biogas ist auch alles andere als nachhaltig, da die Herstellung von diesem oftmals entweder die Massentierhaltung fördert oder aber sehr auszehrende Formen von Landwirtschaft beim Anbau von Energiepflanzen zur Folge hat. Lediglich Geothermiekraftwerke und auf Solarthermie basierende Parabolrinnenkraftwerke stellen eine wirklich umweltfreundliche Form der Dampfkraftwerke dar.

 

Viele Arten von Dampfkraftwerken schaden unserem Planeten

Die Technologie von Dampfkraftwerken ist altbewährt und gut erforscht. Nicht umsonst findet sie bei so vielen verschiedenen Energieformen Verwendung. Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, welche von diesen zur Generierung thermischer Energie und letztendlich zur Stromerzeugung zum Einsatz kommt. Zur Zeit erfolgt noch überwiegend die Nutzung von fossilen oder nuklearen Brennstoffe, welche weder sauberen noch nachhaltigen Strom bereitstellen. Dabei gibt es bereits so viele bessere Alternativen. Wir von Vegan Strom setzen uns mit unserem Energiemix für den Ausbau jener Energieformen ein, die den Erneuerbaren Energien zuzurechnen sind. Wir haben uns bewusst ausschließlich für Photovoltaik, Gezeitenkraft und Geothermie entschieden. Diese Stromquellen sind nicht nur umweltfreundlich und verbrauchen keine endlichen Ressourcen, sie stellen auch keinerlei Gefahr für die Tierwelt und die Ökosysteme dar. Das ist für uns die wahre Energiewende! Wenn auch Dir diese Aspekte beim Bezug Deines Stroms wichtig sind, dann wechsele jetzt zu uns und hilf mit, den Ausbau dieser Technologien voranzutreiben und mit unserem besonderen Ökostrom die Welt ein kleines Stück besser zu machen!

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