Permafrostböden, wie sie beispielsweise in Sibirien zu finden sind, spielen eine zentrale Rolle für den Klimawandel: Sie binden Milliarden Tonnen Methan und Kohlenstoffdioxid. Sollten diese Schichten auftauen, wäre das katastrophal. Auf diese Weise würden die Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und die Erderwärmung noch weiter ankurbeln. Forscher haben nun eine ungewöhnliche Idee entwickelt: Große Huftierherden sollen die Permafrostböden retten. Wie das genau funktioniert, erfährst Du bei Vegan Strom.

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Permafrostböden und ihre Bedeutung für den Klimawandel

Etwa 25 Prozent der Erdoberfläche der nördlichen Hemisphäre, vor allem weite Teile Sibiriens, Kanadas und Alaskas, sind mit sogenannten Permafrostböden bedeckt. Dies bezeichnet Böden und Gletscher in Polarregionen und Gebirgen, die mindestens zwei Jahre hintereinander dauerhaft gefroren sind und nur im Sommer bis zu etwa einem halben Meter Tiefe auftauen. Verschwinden diese Böden, erschwert das nicht nur indigenen Volksgruppen wie den Inuit die Jagd und den Bau von Häusern. Auch unser ganzer Planet wäre davon betroffen, denn Permafrostböden spielen eine wichtige Rolle für das Erdklima: Die Tier- und Pflanzenreste, die dort seit Tausenden von Jahren eingelagert sind, enthalten große Mengen an Treibhausgasen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Permafrostböden der Landflächen etwa 1.300 bis 1.600 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) enthalten – in Anbetracht der etwa 800 Gigatonnen Kohlenstoff, die sich derzeit in der Erdatmosphäre befinden, eine immense Zahl. Schon heute lässt sich erkennen, dass diese Oberflächen langsam aber sicher verschwinden: Zwischen 1995 und 2005 ist die Südgrenze der Permafrostböden in den arktischen Gebieten des europäischen Russlands um 50 Kilometer nach Norden gewandert. Sollten die gefrorenen Bodenschichten weiter auftauen und die gebundenen Treibhausgase freisetzen, hätte das drastische Konsequenzen: Das Klima würde weiter angeheizt werden. Höhere globale Durchschnittstemperaturen, ein Anstieg des Meeresspiegels sowie extreme Wetterbedingungen wie Dürren, Stürme und Überschwemmungen wären (unter anderem) die Folge. Der Schutz der weltweiten Permafrostböden als sogenanntes „Kippelement im Erdklimasystem“ spielt aus diesem Grund eine immens wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.

 

Große Huftierherden sollen helfen: Schneedecken zerstören, Permafrostböden bewahren

Forscher rund um den Erdsystemwissenschaftler Christian Beer von der Universität Hamburg, haben in diesem Zusammenhang einen ungewöhnlichen Plan entworfen, mit dem es gelingen könnte, die Permafrostböden zu retten: Große Huftierherden sollen die Schneedecke in den entsprechenden Gebieten platttreten und aufwühlen, also zerstören. Die Idee dahinter: Während die Temperatur des gefrorenen Bodens etwa -10 °C beträgt, kühlt die Luft im Winter auf bis zu -40 °C herunter. Die dazwischenliegende Schneedecke isoliert die Permafrostböden gewissermaßen vor der wesentlich kälteren Luft. Verschwindet die Schneedecke, könnten die bodennahen Luftschichten den Kühleffekt für den vergleichsweise „warmen“ Permafrostboden verbessern. Jahrelange Beobachtungen im Pleistozän-Park im sibirischen Cherskii zeigen bereits, dass das durchaus möglich ist: Dank der großen Huftiere wie Bisons, Wisente, Rentiere und Pferde, die hier leben, verringerte sich die Schneedecke im Durchschnitt um 50 Prozent bei 100 Tieren pro Quadratkilometer.

Derzeit gehen die Forscher davon aus, dass sich die Permafrostböden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um 3,8 °C erwärmen und etwa zur Hälfte auftauen werden, sollten die Emissionen klimaschädlicher Gase ungehindert weitergehen. Mithilfe der Huftiere ließe sich diese Zahl auf 2,1 °C begrenzen, 80 Prozent der Permafrostböden blieben so erhalten. Laut Beer können auch weniger Tiere pro Quadratkilometer schon einen positiven Effekt erzielen und so das Erdklima vor dem Kippen bewahren.

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