Landwirtschaftliche Betriebe halten hierzulande etwa 700 bis 800 Millionen Nutztiere. Schweine, Rinder und Geflügel versorgen Konsumenten mit Fleisch, Milch und Eiern. Leider hat die
Massentierhaltung daran immer noch einen viel zu hohen Anteil. Abgesehen vom Tierleid, das sie verursacht, fallen dabei jährlich auch rund 200 Millionen Kubikmeter Gülle an. Diese besteht
hauptsächlich aus dem Kot und Urin der Nutztiere. Auf die Felder gebracht, dient sie als organischer Dünger für Ackerpflanzen. Allerdings können Pflanzen nur einen bestimmten Teil davon verstoffwechseln. Der Rest gelangt ins Grundwasser – mit verheerenden Folgen. Unserem Boden stinkt’s! Warum Gülle aus Massentierhaltung ein echtes Problem ist, liest Du im Magazin von Vegan Strom.

Nitratbelastung des Grundwassers durch Gülle – auch für den Menschen gefährlich

Nutztiere stammen immer noch zu mehr als 90 Prozent aus der Massentierhaltung und sind damit billige Rohstofflieferanten für die Lebensmittelindustrie. Die grausame Haltung der Tiere ruft regelmäßig Tierschützer auf den Plan, denn Massentierhaltung steht für ein Leben auf engstem Raum, mit viel zu wenig Platz für das einzelne Tier, für eingeschränkte Bewegungsfreiheit und eine
reizarme Umgebung ohne Auslauf. Legehennen werden in Käfigen gehalten, Masthühner und Puten in Ställen ohne Tageslicht, Schweine in Kastenständen und Milchkühe in Anbindehaltung oder kleinen Buchten. Diese artwidrige Haltung führt bei den Tieren zu Stress, Aggressionen und Krankheitsanfälligkeit.

Massentierhaltung ist aber nicht nur Tierquälerei, sondern sie produziert auch Unmengen an Fäkalien. Die Gülle wird in der Landwirtschaft schon von Anbeginn als Dünger für Felder genutzt. Sie
enthält wertvolle Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat und ist in begrenztem Umfang für Ackerpflanzen wichtig und nützlich. Gülle aus Massentierhaltung stellt jedoch ein echtes Problem dar. Denn wo Tausende von Tieren zusammengepfercht leben, fällt auch viel Kot und Urin an. Die Folge ist eine Überdüngung der Felder, denn die Pflanzen können nur einen bestimmten Anteil an
Nährstoffen aus der Gülle aufnehmen. Das überschüssige Nitrat belastet das Grundwasser und fördert das Algenwachstum, was für andere Pflanzen schädlich ist. Nimmt der Mensch über das
Trinkwasser Nitrat auf, kann dieses im Körper in Nitrit umgewandelt werden. Es hemmt den Sauerstofftransport im Blut und birgt vor allem für Säuglinge ein hohes Gesundheitsrisiko. Außerdem gilt Nitrit als krebserregend. Die Trinkwasser-Verordnung legt deshalb strenge Grenzwerte der Nitratkonzentration im Grundwasser fest.

Antibiotika im Fleisch und in Tierausscheidungen können Keim-Resistenzen bewirken

Nicht nur die hohen Nitratwerte im Grundwasser sind eine verheerende Folge der Überdüngung von Pflanzen. In der Massentierhaltung werden zudem auch Antibiotika eingesetzt. Diese sollen zum einen als Wachstumsbeschleuniger dienen, um eine frühere Schlachtreife der Tiere zu erreichen. Zum zweiten sorgen Antibiotika dafür, dass die Nutztiere unter ihren schlechten Lebensbedingungen nicht erkranken oder frühzeitig sterben. Diese Medikamente sorgen für Rückstände in Fleisch und Wurst – und finden sich auch in den Ausscheidungen der Tiere wieder. Deshalb birgt Gülle aus Massentierhaltung ein weiteres echtes Problem: Sie ist Antibiotika-verseucht. Wird diese Gülle auf die Felder gebracht, gelangen Medikamentenrückstände ins Grundwasser. Nehmen Verbraucher diese unkontrolliert mit dem Trinkwasser auf, können sie Resistenzen gegen gefährliche Keime entwickeln, was im schlimmsten Fall zu lebensgefährlichen Folgen führen kann. Strengere Kontrollen und Auflagen für Antibiotika-Einsätze in der Landwirtschaft sollten hier dafür sorgen, nicht nur die Tiere, sondern auch die Qualität des Grundwassers zu schützen.

Tierleid stoppen – auch bei der Energieversorgung – mit Vegan Strom

Gülle aus Massentierhaltung muss kein Problem mehr sein. Die einfachste Methode, die Nitratbelastung der Böden zu senken, ist es natürlich, die Gülle-Menge zu verringern. Dafür müssten die Tierbestände enorm verkleinert und die Massentierhaltung abgeschafft werden. Entstehen dennoch Gülle-Überschüsse, welche Landwirte nicht selbst verwerten können, werden diese
üblicherweise an viehlose Ackerbaubetriebe in der Region abgegeben. Für aufnehmende Betriebe fallen keine Kosten an.

Auf Produkte aus Massentierhaltung zu verzichten und deren Konsum zu verweigern ist ein erster wichtiger Schritt für mehr Tier- und Umweltschutz. Bio-Bauernhöfe stellen hier eine hervorragende Alternative dar. Vielleicht lebst Du auch schon fleischfrei oder verzichtest als Veganer gänzlich auf Tierprodukte. Dann kannst Du jetzt noch einen Schritt weiter gehen – mit der Wahl Deines Stromanbieters. Wir von Vegan Strom haben es zu unserer Philosophie gemacht, unseren Strom ausschließlich aus grünen Quellen zu beziehen, die nicht in das Leben oder die Lebensräume von Tieren eingreifen. Unser Strom wird aus Photovoltaik, Erdwärme und Gezeitenkraft gewonnen. Wechsele auch Du zu Vegan Strom und setze damit ein Zeichen für Stromgewinnung ohne Tierleid!

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