Der Bereich Ernährung macht etwa ein Sechstel unseres persönlichen CO2-Ausstoßes aus, das sind jährlich ungefähr 1,43 Tonnen CO2 pro Person. Dies kommt durch die Produktion, die Lagerung und den Transport der Lebensmittel zusammen. Besonders deutlich schlagen in der CO2-Bilanz Tierprodukte zu Buche: Tiere und Tierprodukte zu essen, wirft also nicht nur moralische Fragen auf, sondern eindeutig auch klimapolitische. Der CO2-Ausstoß im Bereich Ernährung ist bei Veganern etwa halb so hoch wie bei Fleischessern. Bei veganstrom.com findest Du die wichtigsten Informationen zum CO2-Ausstoß im Bereich Ernährung.

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Wenn’s um die Wurst geht: Weniger ist mehr

Fleisch und Fleischprodukte sind beliebt und machen in Deutschland etwa 10 % des Nahrungsmittelverzehrs aus. Aber nicht nur in Sachen Blutdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, sondern auch, wenn es um Klimaschutz und Tierwohl geht, ist weniger mehr. Denn diese 10 % sind für etwa ein Viertel des CO2-Ausstoßes im Bereich Ernährung zuständig. Die Tierhaltung von Hühnern, Schweinen und vor allem Rindern verbraucht sehr viel Energie, und insbesondere bei der Rinderhaltung wird zusätzlich sehr viel klimaschädliches Methan freigesetzt. Auch Milchprodukte, vor allem Butter und Käse, sind wegen der Tierhaltung, der Kühlung und der Transportwege sehr CO2-intensiv.

Die vegetarische oder vegane Ernährung liegt also nicht nur aus Tierwohl-Gründen, sondern aus Gründen der CO2-Einsparung bei der Ernährung auf der Hand. Katastrophal für Gesundheit von Tier, Mensch und Klima ist vor allem der hohe Konsum von Billigfleisch. Doch zugegeben: Der Umstieg auf komplett vegan, fällt vielen Menschen nicht leicht. Manche probieren es daher zunächst als Flexitarier und konsumieren nur zu ganz besonderen Anlässen Fleisch. Dies ist schonmal ein guter Anfang. Wer nicht ganz auf Tierprodukte verzichten mag, sollte sich lieber bewusst ab und zu gutes Fleisch aus tier- und umweltfreundlicher Bio-Haltung gönnen, als zum Billigschnitzel zu greifen. Für alle – wirklich alle – wäre es besser, wir würden uns auf den Wert eines Tieres und damit auch den Wert von Fleisch zurückbesinnen.

 

Tofu und Soja als Alternative

Vegetarier und Veganer müssen sich häufig vorwerfen lassen, dass ihre Sojawürstchen oder Tofu-Burger ja genauso klimaschädlich seien, weil der Regenwald für den Soja-Anbau abgeholzt wird. Dieser Vorwurf greift jedoch ins Leere: Der Regenwald wird abgeholzt, um Soja zu pflanzen – ja. Aber etwa 80 % des weltweit angebauten Sojas wird an Rinder und andere Tiere verfüttert, die zu Steaks verarbeitet werden: Derzeit fressen Kühe weit mehr Soja, als alle Menschen zusammen essen könnten. Tofu und Sojaprodukte, die in Europa in den Ladenregalen liegen, werden darüber hinaus überwiegend in Europa und zum Teil in Nordamerika hergestellt. Denn die gentechnisch veränderten Sorten aus Südamerika sind für den europäischen Markt gar nicht zugelassen.

 

Die Formel lautet: fleischarm, bio, regional, saisonal

Mit einer einfachen Formel aus vier Schlagworten kannst Du Deinen CO2-Ausstoß im Bereich Ernährung reduzieren: Regional, saisonal, bio, frisch.

Regional: Für ein Kilo deutscher Äpfel fallen etwa 500 g CO2 an. Kommen die Äpfel mit dem Schiff aus Chile, sind die CO2-Emissionen wegen des Transports doppelt so hoch. Wichtig ist also die Herkunft – wirf beim Einkauf einen Blick auf das Etikett! Gerade Äpfel, Zwiebeln oder Kartoffeln müssen nicht Tausende von Kilometern reisen. Bei Südfrüchten, die in unseren Breiten nicht gedeihen, sieht das noch ein wenig anders aus. Orangen, Mangos oder Bananen wachsen in ihren Herkunftsländern nicht in Gewächshäusern, sondern überwiegend im Freiland. Die Freilandkultur ist fürs Klima zunächst besser als die Gewächshauskultur. Solange Südfrüchte per Schiff importiert und nicht extra mit dem Flugzeug eingeflogen werden, ist ihre Bilanz in Sachen CO2-Ausstoß bei der Ernährung relativ überschaubar. Dann dürfen wir uns die leckeren und süßen Früchte also ab und an durchaus gönnen.

Saisonal: Spargel im Oktober, Erdbeeren zu Halloween oder Weintrauben zu Ostern? Auch wenn sie in Europa gewachsen sein sollten und biologisch angebaut waren – mit der fehlenden Saisonalität heben sie die CO2-Einsparung nicht nur wieder auf, sondern verkehren sie sogar ins Negative. Denn für Obst und Gemüse, das mehrere Monate in Kühlhäusern liegt oder aus beheizten Treibhäusern stammt, wird sehr viel Energie aufgewendet. Die CO2-Emissionen übersteigen dann sogar noch die von konventionell angebautem Importgemüse.

Bio: Biologisch angebaute oder erzeugte Lebensmittel produzieren im Durchschnitt 5 bis 25 % weniger CO2-Emissionen als herkömmliche. Die Einsparung geht vorwiegend auf den Verzicht von Düngemitteln zurück. Da „bio“ jedoch nicht gleich „öko“ ist, solltest Du gleichzeitig auf Regionalität und Saisonalität achten. Bio-Knoblauch aus China ist genauso wenig „öko“ wie Bio-Melonen im Herbst.

Frisch: Und schließlich der Frische-Faktor. Kaufe Dein Obst und Gemüse am besten frisch und lose auf dem heimischen Wochenmarkt. Plastikverpackungen müssen energieaufwendig hergestellt werden und tragen überdies zu dem immer weiter wachsenden globalen Plastikmüllberg bei. Tiefgekühltes Obst und Gemüse oder Konserven schneiden in der CO2-Bilanz etwa dreimal schlechter ab als frische Ware.

 

Ein paar Zahlen zum Vergleich:

Zum Vergleich im Bereich Ernährung: Der CO2-Ausstoß bei der Herstellung verschiedener Lebensmittel ist sehr unterschiedlich. In der folgenden Auflistung kannst Du ablesen, wie viel CO2 in etwa für die Herstellung eines Kilogramms des jeweiligen Lebensmittels ausgestoßen wird:

  • Fleisch- und Wurstwaren: Rindfleisch: 13,3 kg, Schweineschinken: 4,8 kg, Geflügel: 3,5 kg, Schweinefleisch: 3,2 kg
  • Milch- und tierische Produkte: Butter: 23,8 kg, Hartkäse: 8,5 kg, Sahne: 7,6 kg, Eier, Quark und Frischkäse: 1,9 kg, Milch: 0,9 kg
  • Obst: Äpfel: 0,55 kg, Erdbeeren: 0,3 kg
  • Backwaren: Mischbrot: 0,75 kg, Brötchen: 0,65 kg, Weißbrot: 0,65 kg

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