Vegan leben heißt für viele nicht nur, sich auf eine bestimmte Weise zu ernähren, sondern auch in allen anderen Bereichen auf Produkte tierischer Herkunft zu verzichten. Und das muss nicht einmal schwerfallen, denn mittlerweile gibt es viele Alternativen und ihre Zahl wächst weiter. Wer zum Beispiel bei Kleidung und Textilien auf eine tierfreie Produktion besteht, kann heute aus einer Vielfalt synthetischer und pflanzlicher Möglichkeiten wählen. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, hat Vegan Strom verschiedene Alternativen zu Leder gesammelt!

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Kunstleder aus synthetischen Stoffen

Synthetik gehört zu den verbreitetsten Lederalternativen und wird durch chemische Prozesse aus Kunststoffen gewonnen. Das Lederimitat besteht aber nicht nur aus Plastik: Die Basis bilden textile Grundträger aus Natur- oder Chemiefasern, die die Kunstleder-Hersteller mit einer künstlichen Deckschicht z.B. aus Weich-PVC oder Polyurethan überziehen. Synthetisches Kunstleder kommt bei fast allen Arten von Textilien als Lederersatz vor. Es zeichnet sich besonders durch seine leichte Pflege und häufig günstigeren Preis aus. Leider bedeutet „tierfrei“ hierbei jedoch nicht, dass die künstlichen Stoffe auch immer ökologisch verantwortungsvoll produziert werden. Zu einem sehr hohen Energieverbrauch bei der Herstellung kommt außerdem auch noch das Problem der Entsorgung. Denn als Kunststoff landet das Lederimitat auf dem Plastikmüll. Umweltfreundlicher sind deshalb biologisch abbaubare, pflanzliche Alternativen.

 

Ananasblätter: pflanzliches Kunstleder

Lederimitat aus Ananasblättern – was ungewöhnlich klingt, ist tatsächlich eine besonders nachhaltige vegane Lederalternative. Denn die Pflanzenreste sind nicht nur tierfrei, sondern auch natürlich kompostierbar. Als Abfallprodukt der Ananasernte fällt für die Produktion der Blätter kein zusätzlicher Aufwand an, was das Material besonders ressourcenschonend macht. Entwickelt wurde das „Piñatex“ getaufte Lederimitat von der spanischen Designerin Carmen Hijosa, die das Produkt in verschiedenen Varianten von Taschen bis zu Sitzbezügen anbietet.

 

Fruchtleder aus Obstresten

Ananasleder beweist: Nicht alles, was auf dem Müll landet, gehört auch dahin. Fruchtleder aus Obstresten entwickelt sich deshalb zu einem richtigen Trend unter den Lederalternativen. Außer Ananasblättern werden dafür zum Beispiel auch Rückstände aus der Apfelsaftproduktion verwendet. Nach dem Pressen bleiben Stängel, Schalen und sonstige Reste übrig. Der Abfall wird als Trester bezeichnet. Bislang konnte er nur zur Weiterverwendung an Tiere verfüttert oder kompostiert werden.

Jetzt allerdings erhält er durch spezielle Verfahren die Beschaffenheit und den Look von Leder. Ähnlich funktioniert es bei Weintrauben: Die Reste aus der Weinproduktion – knapp sieben Millionen Tonnen Trester im Jahr – werden gesammelt und weiterverarbeitet. Das so gewonnene Material ist eine vollwertige Alternative zu Leder, die sich nicht nur nachhaltig herstellen, sondern auch einfach entsorgen lässt.

 

Weitere Lederalternativen aus Blättern: Eukalyptus und Teak

Auch die Fasern von Eukalyptus- und Teakblättern eignen sich für die Herstellung von nachhaltigen und tierfreien Lederalternativen. Das besonders beständige und strapazierfähige Material wird aus ökologischer Forstwirtschaft gewonnen und findet seinen Weg in unsere Mode vor allem als Taschen und Gürtel. Die Produktpalette ist allerdings noch nicht so ausgebaut wie bei den Fruchtlederalternativen – trotzdem bietet das Leder aus Blättern schon jetzt großes Potential.

 

Vom Pilz zum Lederimitat

Zu den neuesten Entwicklungen unter den Lederalternativen gehören Imitate aus Wurzelfasern von Pilzen. Diese Myzelien wachsen zu einem dichten, leicht formbaren Gewebe heran, das optisch und haptisch echtem Leder ähnelt. Das reißfeste Pilzleder gilt als atmungsaktiv, einfach zu verarbeiten und dennoch robust. Wie bei allen pflanzlichen Lederimitaten gilt dabei: Das Produkt ist biologisch abbaubar, ressourcenarm in der Herstellung und deshalb ökologisch besonders nachhaltig. Auch wenn Pflanzenleder aus Myzelien noch früh in der Entwicklung ist, kommt es schon jetzt bei der Produktion von zum Beispiel Handtaschen zum Einsatz.

Die Alternativen zu Leder zeigen: Tierprodukte kannst Du leicht ersetzten. Dabei vermeiden die Lederimitate nicht nur tierisches Leid, sondern ihre pflanzlichen Varianten punkten auch mit echter, ökologischer Nachhaltigkeit. Noch mehr Inspirationen für einen veganen Lifestyle findest Du auf Vegan Strom!

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