Zwei-Grad-Ziel

Was genau besagt das Zwei-Grad-Ziel?

Seit Beginn der Industrialisierung sind die menschengemachten CO2-Emissionen rasant angestiegen. Durch den Treibhauseffekt hat sich die Jahresdurchschnittstemperatur von 1880 bis heute nachweislich erhöht. Um schwere Schäden an der Umwelt zu verhindern, wurde daher im Pariser Klimaabkommen von 2015 beschlossen, die anthropogene globale Erwärmung bis 2100 auf unter zwei Grad Celsius gegenüber den vorindustriellen Werten zu begrenzen. Erfahre mehr zum Zwei-Grad-Ziel im Vegan Strom-Lexikon!

 

Das Zwei-Grad-Ziel als Richtwert

Zwar bedeutet eine globale Erwärmung von mehr als zwei Grad Celsius nicht gleich den Weltuntergang, dennoch würde die Umwelt massiv geschädigt werden, sollte das Zwei-Grad-Ziel nicht bis 2100 erreicht werden. Und das hätte auch immense Auswirkungen auf das Leben der Menschen. So belegen Studien eine garantierte sommerliche Eisfreiheit der Arktis bei einem zu hohen Anstieg der Temperaturen. Auch andere gefährliche Störungen des Klimasystems wie etwa das Zusammenbrechen wichtiger Ozeanströmungen oder der Anstieg des Meeresspiegels und eine damit einhergehende Trinkwasserverknappung wären die Folge. Dürren, Feuersbrünste, Stürme und Überschwemmungen würden ebenfalls weitaus häufiger auftreten, wenn es nicht gelingt, den Klimawandel auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.

Viele Experten sind allerdings der Meinung, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad Celsius noch zu wenig sei und befürworten, das Ziel auf 1,5 Grad festzulegen, wie es auch im Übereinkommen von Paris angestrebt, jedoch nicht festgelegt wurde. Beim Zwei-Grad-Ziel handelt es sich lediglich um eine Kosten-Nutzen-Analyse, bei der die Gesamtkosten von Klimaschutz und Klimaschäden sowie die industriellen Einbußen am geringsten wären. Vergleichbar ist dies mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung: Während die Überschreitung eines Tempolimits enorm gefährlich ist, so käme bei einer zu starken Unterschreitung der Verkehr zum Erliegen. In dieser Rechnung sind allerdings immaterielle Verluste wie Todesfälle und Artensterben nicht mit inbegriffen.

 

Maßnahmen zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels

Um ein Überschreiten der Zwei-Grad-Grenze zu verhindern, müssen gravierende Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen ergriffen werden. Bis 2030 muss der Schadstoffausstoß um 25 Prozent gegenüber 2010 verringert werden. Bis 2070 muss die Welt gänzlich CO2-neutral „funktionieren“. Für das 1,5-Grad-Ziel ist eine Senkung von 45 Prozent bis 2030 und eine Kohlenstoffdioxidneutralität bis 2050 vonnöten. Hierfür existieren verschiedene Möglichkeiten:

  • Energiewirtschaft und Verkehr stellen die größten Umweltverschmutzer dar. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, ist die stärkere Verbreitung von erneuerbaren Stromquellen sowie Elektroautos eine der wichtigsten Maßnahmen. Der Kohleausstieg sollte schnellstmöglich erfolgen, das heißt die Energieerzeugung aus Kohle muss in naher Zukunft gänzlich abgeschafft werden.
  • Fast ebenso großes Potenzial wie in der Nutzung von Regenerative Energien besteht in der Landwirtschaft. So muss die Abholzung von Waldflächen, vor allem der Regenwälder, gestoppt werden und zusätzlich eine Aufforstung großer Areale erfolgen.
  • Auch eine Reduktion der Fleischproduktion hilft, das Zwei-Grad-Ziel zu realisieren. Nicht nur würde hierbei eine weitere Abholzung zur Erschließung von Weideflächen und zum Anbau von Viehfutter gestoppt, auch der Methanausstoß durch Rinder würde verringert werden.
  • Die Energieeffizienz der Industrie muss maßgeblich verbessert. Darüber hinaus gilt es, Schadstofffiltermethoden und alternative, saubere Technologien gezielt zu erforschen.

 

Vegan Strom hilft beim Erreichen des Zwei-Grad-Ziels

Um die bevorstehenden, gravierenden Schäden an unserer Umwelt zu verhindern, müssen wir alles daran setzen, die anthropogene globale Erwärmung einzuschränken und in Zukunft selbstverständlich zu stoppen. Die höchsten Potenziale zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels bestehen in der Energiewirtschaft, denn die Strom- und Wärmeerzeugung sind für etwa 37 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich (Stand 2017).

Vegan Strom setzt sich daher für den Ausbau und die Förderung Erneuerbarer Energien ein. Im Gegensatz zu anderen Ökostrom-Anbietern haben wir jedoch auch das Tierwohl fest im Blick und erlauben in unserem Energiemix nur Stromquellen, die nicht nur umwelt-, sondern auch tierfreundlich sind. Hierzu zählen Solarenergie, Gezeitenkraft und Geothermie. Hilf auch Du mit, den Klimawandel zu stoppen und wechsele noch heute Deinen Stromanbieter!

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