Zirkus

Manege frei – ohne Tiere

Elefanten, die sich auf die Hinterbeine stellen. Tiger, die durch brennende Reifen springen. Bären, die verkleidet im Kreis tanzen. Diese Tierdressuren im Zirkus gehören in vielen Ländern glücklicherweise der Vergangenheit an. Es sind zum einen die widernatürlichen Kunststücke, die Tierschützer anprangern. Zum anderen kritisieren sie auch die Haltung der Tiere, die bei Wanderzirkussen alles andere als artgerecht ist. Mehr zum Thema Zirkustiere erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom.

 

Geschichte des Zirkus: Von der One-Man-Show bis zu Wildtier-Dressuren

Das Wort Zirkus ist vom lateinischen „circus“ (Kreis) abgeleitet. Bereits im antiken Rom fanden in den ovalen beziehungsweise kreisförmigen Arenen wie dem Circus Maximus oder dem Kolosseum Gladiatoren-Wettkämpfe und Wagenrennen zur Volksbelustigung statt. Das Publikum saß auf stufenförmig angeordneten Plätzen, sodass auch Zuschauer in den hinteren Reihen alles gut sehen konnten. Dieses Prinzip hat auch der Zirkus der Neuzeit übernommen, dessen Ursprünge in England liegen. Als sein Entdecker gilt der 1742 geborene Philip Astley. Er war Reiter eines Regiments und widmete den Großteil seiner Freizeit seinem Pferd, auf dem er verschiedene Kunststücke einstudierte. Astley stellte fest, dass er die Balance besser halten konnte, wenn das Pferd im Kreis ritt. Durch Experimentieren ermittelte er den optimalen Durchmesser, der bei 13 Metern lag. Dies wurde später das Standardmaß für Zirkusmanegen. Im Jahr 1770 gründete Philip Astley in London schließlich den ersten Zirkus der Moderne. Aus einer anfänglichen One-Man-Show entwickelte sich ein Unterhaltungsprogramm mit Akrobaten, Clowns und Musikern.

Der Londoner Zirkus machte Schule und so entstanden bis Ende des 19. Jahrhunderts in Europa zahlreiche weitere Zirkusstätten dieser Art. Anfangs hatten die Managen noch feste Standorte. Mit der Erfindung des Zirkuszeltes im Jahr 1826 schlug jedoch die Geburtsstunde der Wanderzirkusse. Um 1900 erlebten diese auch hierzulande ihre Blütezeit. Die meisten Zirkusse sind bis heute in Familienhand und bestehen schon seit mehreren Generationen. Die Einnahmen aus den Vorstellungen sichern die Versorgung und das Fortbestehen ganzer Zirkusdynastien. Neben Artisten, Zauberern und Clowns bildeten auch Tiervorführungen jahrzehntelang einen wichtigen Bestandteil der Zirkusprogramme. Immer mehr sollte dem Publikum geboten werden – je exotischer, desto besser. So dachte man zumindest. Und so gehörten neben den ursprünglichen Pferdedressuren auch Auftritte von Elefanten, Tigern oder Kamelen zum Repertoire vieler Zirkusse. Die wilden Tiere brachten mit ihren hart antrainierten Kunststücken Groß und Klein zum Staunen. Abseits der Vorstellungen lebten sie auf kleinem Raum in Gehegen und Käfigen hinter den Zirkuswagen und zogen nach Zeltabbau mit dem Zirkus weiter zum nächsten Vorstellungsort.

 

Tierschützer schlagen Alarm – mit wachsendem Erfolg

Dass die Auftritte und die Haltung von Zirkustieren gegen die Tierwürde und die Tierrechte verstoßen, befanden in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Tierschutzorganisationen, wie beispielsweise PETA. Sie kritisierten, dass Tiere zu kommerziellen Zwecken und zur Belustigung von Menschen missbraucht und unter Anwendung körperlicher Gewalt zu Kunststücken gezwungen werden. Eine derartige Dressur widerspreche dem natürlichen Sozialverhalten der Tiere und schränke sie in ihren Bedürfnissen ein. Ein weiterer Kritikpunkt für Tierschützer ist die Haltung von Zirkustieren: viel zu wenig Bewegung, keine Abwechslung und kleine Käfige oder Gehege führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und einem frühen Tod. Hinzu kommt noch der Transport von Ort zu Ort, im Durchschnitt rund 50-mal pro Jahr. Viele europäische Länder haben auf die angeprangerten Missstände reagiert. So ist in 27 Staaten inzwischen zumindest der Auftritt von Wildtieren im Zirkus verboten. Leider hinkt Deutschland hier diesbezüglich noch hinterher. Trotz Aufforderungen des Bundesrates gibt es hierzulande bislang kein Gesetz, in dem ein entsprechendes Verbot erlassen wurde. Nur einzelne deutsche Städte lassen Zirkusse mit Wildtieren nicht mehr gastieren. Es gibt jedoch unter den Zirkusdynastien schon einige vorbildliche Beispiele, die von selbst auf Tierdressuren verzichten. So hat etwa der Circus Roncalli alle Tierdarbietungen aus seinem Programm genommen. Seit 2018 arbeitet er stattdessen mit holografischen Tieren, die in 3D und täuschend echt durch die Manege laufen.

 

Vegan Strom: Energieversorgung, die Tierrechte schützt

Natürlich liegt es auch an den Zuschauern selbst, gegen Tierdressuren zu protestieren und einen Zirkus zu besuchen, in dem keine Tiere auftreten. Doch nicht nur für tierfreie Zirkusdarbietungen kannst Du Dich einsetzen. Denn das Tierwohl gilt es, in jedem Bereich unseres Lebens zu schützen – auch bei der Energieversorgung. Deshalb setzen wir von Vegan Strom ausschließlich auf Energieträger, bei deren Gewinnung nicht in die Lebensräume und das Leben von Tieren eingegriffen wird. Wir arbeiten mit Anbietern zusammen, die ihren Strom ausschließlich aus Photovoltaik, Geothermie und Gezeitenkraft gewinnen. Wenn auch Du gegen Tierleid bist, dann wechsele am besten noch heute und ganz unkompliziert zu Vegan Strom!

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In Kooperation mit PETA Deutschland e.V.
Tierwohl