Wasserenergie

Wasserenergie: Klimafreundlicher Strom

Die Wasserenergie und die daraus resultierenden verschiedenen Typen von Wasserrädern erleichtern schon seit Jahrtausenden mechanische Arbeiten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts dient sie uns sogar zur Erzeugung von elektrischem Strom. Dabei stellt die Wasserkraft eine klimafreundliche und emissionsfreie Alternative zur Verwendung von fossilen Energieträgern dar. Doch Wasserenergie hat leider auch Nachteile. Erfahre mehr im Lexikon von Vegan Strom.

 

Wasserenergie und seine lange Geschichte

Esoteriker glauben, dass Wasser eine besondere Energie besitzt, die man mit sogenannten Energiesteinen und dem Sonnenlicht „hervorkitzeln“ kann. Das so erzeugte „belebte“ Wasser könne wahre Wunder vollbringen. Um dieses Marketing-Märchen aus der Welt der Mystik soll es hier jedoch nicht gehen, sondern um knallharte physikalische Fakten.

Die Geschichte der Wasserenergie reicht sehr weit zurück. Ihren ersten Einsatz vermuten Archäologen vor etwa 5.000 Jahren in China. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte nutzten auch viele mediterrane und vorderasiatische Kulturen die Wasserkraft. Zunächst kamen Wasserräder überwiegend zum Wasserschöpfen oder aber zur Feldbewässerung zum Einsatz. Erst die Griechen und Römer verwendeten die Technologie zum Antrieb vieler verschiedener Arbeitsmaschinen.

Die konstante Weiterentwicklung des Wasserrades machte es auch immer effektiver. So wurde im zweiten Jahrhundert vor Christus die Archimedische Schraube erfunden, welche bis heute Verwendung findet. Dem folgte das unterschlächtige Wasserrad im neunten Jahrhundert nach Christus. Die Entwicklung des oberschlächtigen Wasserrades etwa 500 Jahre später machte erstmals nicht nur die Strömung, sondern ebenfalls das Gewicht des Wassers für den Antrieb nutzbar.

Im Jahr 1767 fertigte der Ingenieur John Smeaton das erste Wasserrad aus Gusseisen. Durch die höhere Belastbarkeit und die dadurch größere erzielbare Leistung legte diese Entwicklung einen wichtigen Grundstein für die Industrialisierung. Im Jahr 1842 folgte der Vorläufer der Wasserturbine durch Benoit Fourneyron und 1866 der elektrodynamische Generator durch Werner von Siemens. Damit war schließlich die Umwandlung von Wasserenergie in elektrischen Strom möglich. Das erste Wasserkraftwerk nahm 1880 im englischen Northumberland seinen Betrieb auf.

Heutzutage ist Wasserkraft ein wichtiger Bestandteil unserer Stromerzeugung. 2017 stellten Wasserkraftwerke 15,9 Prozent des weltweiten Strommixes bereit. Damit ist Wasserenergie nach Kohle und Erdgas der drittgrößte Stromlieferant, vor Kernkraft mit 10,3 Prozent.

 

Die Vor- und Nachteile der Wasserenergie

Die Vorteile von Wasserenergie, vor allem im Vergleich zu konventionellen Energieträgern, liegen auf der Hand. Die Kraftwerke arbeiten völlig emissionsfrei. Endliche Ressourcen sind zur Stromerzeugung ebenfalls nicht erforderlich. Die Wasserkraft ist hocheffizient und erreicht Wirkungsgrade von bis zu 50 Prozent, höher als Windkraft und Solarenergie. Des Weiteren leisten Speicherwasserkraftwerke einen Beitrag zum Hochwasserschutz und stellen Trinkwasser bereit. Pumpspeicherkraftwerke hingegen können überschüssigen Strom mithilfe von Wasserpumpen und Speicherbecken aufnehmen, sodass Wind- oder Solaranlagen bei Netzauslastung nicht mehr abgeschaltet werden müssen. Die so gespeicherte, überschüssige Energie kann dann umgewandelt werden, wenn es einen erhöhten Bedarf gibt.

Allerdings ist die Nutzung von Wasserenergie auch immer mit einem nicht unerheblichen Eingriff in das Ökosystem verbunden, denn sie benötigt ein ausreichend großes Staubecken. Dafür müssen ganze Landstriche bei der Errichtung und Inbetriebnahme geflutet werden. Der Unterlauf des Kraftwerks sowie die ihn umgebenden Auwälder können hingegen austrocknen. Sie sind aber gleichzeitig auch dem anderen Extrem ausgesetzt: Das Hochwasserrisiko steigt, wenn das Kraftwerk große Mengen Strom produzieren muss. Zudem stellen Wasserkraftwerke eine Barriere für Fische dar, die entweder ihre Laichgründe nicht mehr erreichen oder aber in die Turbinen geraten können. Nicht zuletzt können sich in den Stauseen aufgrund der oftmals mitgefluteten Pflanzenwelt CO2 und Methangase bilden, die bei großer Hitzeeinwirkung freigesetzt werden und den Treibhauseffekt fördern.

 

Wasserenergie: Nachhaltig, jedoch nicht so umweltfreundlich wie gedacht

Im Vergleich zur Nutzung von fossilen oder nuklearen Brennstoffen sind Wasserkraftwerke eine nachhaltige und CO2-neutrale Alternative. Als Regenerative Energie hingegen zählt Wasserkraft nicht wirklich zu den umweltfreundlichsten Varianten. Der gravierende Eingriff in das Flusssystem gefährdet die Tier- und Pflanzenwelt. Die Natur entlang des genutzten Flusslaufs verändert sich unwiederbringlich. Aus diesem Grund setzt Vegan Strom nur auf nachhaltige Energiequellen, deren Nutzung keinerlei Tierleid mit sich bringt. Hierzu zählen überwiegend Photovoltaik, Geothermie sowie ein tierfreundlicher Verwandter der Wasserenergie, die Gezeitenkraft. Möchtest auch Du mit deinem Stromanbieter das Tierwohl unterstützen, dann wechsele jetzt zu uns und hilf mit, die Welt Schritt für Schritt zu einem besseren Ort zu machen.

 

→   Wie vegan Wasserenergie ist, erfährst Du hier!

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