Walfang

Jagd auf Wale: Jahrtausendealte Tradition mit Folgen

Bereits in prähistorischen Zeiten lebten Menschen vom Walfang. Anfangs wurden die riesigen Meeressäuger nur wegen ihres Fleisches gejagt. Im Mittelalter kam die Gewinnung von Waltran als Brennstoff hinzu, später war die Ambra der Pottwale für die Parfümherstellung heiß begehrt. Im 20. Jahrhundert erwiesen sich die Walbestände als so stark geschrumpft, dass der kommerzielle Walfang seit 1986 ganz verboten ist. Dennoch machen einige wenige Länder mit fadenscheinigen Begründungen weiterhin Jagd auf Wale. Im Lexikon von Vegan Strom erfährst Du mehr darüber.

 

Geschichte des Walfangs: Fleisch, Tran und Ambra als begehrte Rohstoffe

Als Walfang wird die Jagd von Walen durch den Menschen bezeichnet, die in den allermeisten Fällen von Schiffen oder Booten aus erfolgt. Archäologische Funde zeigen, dass die Inuit bereits im Jahr 4.500 v. Chr. Wale jagten. In Europa ist der Walfang seit dem 9. Jahrhundert verbreitet. Im Mittelalter erreichte er einen ersten Höhepunkt. Neben dem Fleisch der Tiere war vor allem der Waltran als wichtiger Rohstoff gefragt. Er diente als Brennstoff und kam außerdem in der Herstellung von Margarine, Seifen und Salben zum Einsatz. Der Walfang war damals ein sehr risikoreiches Unterfangen. Die Jagd erfolgte in kleinen Booten mit Wurfharpunen und konnte nur gelingen, wenn die Walfänger sehr nah an die riesigen Meeressäuger herankamen. Nicht immer gingen die Jäger aus diesen Begegnungen als Sieger hervor. Ihre eigentliche Blütezeit hatte die Walfangindustrie dann im 17./18. Jahrhundert. Dabei gerieten vor allem Pottwale in den Fokus. Diese produzieren bei der Verdauung eine wachsartige Substanz – die Ambra. Dieses so genannte „graue Gold“ war ein äußerst beliebter Stoff für die Herstellung von Parfüm und pharmazeutischen Produkten. Die verstärkte Jagd auf Pottwale ließ deren Population besonders stark schrumpfen.

Nach einer kurzen Erholungsphase von einigen Jahrzehnten erfolgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein erneuter Anstieg der Walfang-Aktivitäten. Zum einen hatte sich die Dampfschifffahrt entwickelt, die zu einer Ausdehnung der Fanggebiete führte. Bis dato wurden Wale vornehmlich in Küstennähe gejagt. Nun konnte die Walfänger ihnen auch auf hoher See nachstellen. Zum anderen erleichterten neu entwickelte Sprengharpunen den Walfängern die Arbeit. Vor allem im Nordatlantik stieg die Zahl der getöteten Tiere massiv an – im Jahr 1960 lag sie bei 40.000 Walen pro Jahr. Viele Walarten waren nahezu ausgerottet. 1986 erließ die Internationale Walfang-Kommission (IWC) ein Verbot für den kommerziellen Walfang. Ausnahmen bestehen für den „wissenschaftlichen“ Walfang und für einige Volksstämme in Sibirien und Alaska, für die Walfleisch seit ehedem das Hauptnahrungsmittel ist.

 

Das Tierwohl schützen und die Artenvielfalt erhalten

Nicht alle Nationen halten sich an das Walfang-Verbot der IWC. So werden in Japan jährlich immer noch Tausende von Walen getötet – zu Forschungszwecken, wie es offiziell heißt. Tierschützer sind jedoch davon überzeugt, dass das Walfleisch nicht in Forschungslaboren zum Einsatz kommt, sondern als Delikatesse auf Großmärkten verkauft wird. Auch Island und Norwegen betreiben weiter Jagd auf Wale – vor allem Finnwale, Seiwale und Zwergwale stehen dort auf der Abschussliste. Begründung: Die Wale seien verantwortlich für den Rückgang der Fischbestände. Tierschutzorganisationen kritisieren nicht nur die Tatsache, dass immer noch Walfang betrieben wird, sondern auch die Art und Weise des Tötens, das für die Tiere oft sehr qualvoll ist. Die Jagd auf Wale erfolgt seit Ende des 19. Jahrhunderts mit Explosivharpunen. Dabei wird ein Sprengkörper in den Wal geschossen, der in dessen Körper explodiert. In vielen Fällen kommen die Wale dabei nicht beim ersten Schuss ums Leben, sondern sterben erst nach mehrstündigem Todeskampf.

Wie wichtig Wale für das Ökosystem „Ozean“ sind, zeigt sich beim Kampf gegen den Klimawandel. Die sanften Riesen binden nämlich nicht nur jede Menge CO2 durch ihren massigen Körper. Sie sorgen auch für den Nährstofftransport von der Tiefsee zurück an die Oberfläche, sodass dort das Phytoplankton gedeihen und viel CO2 durch Photosynthese umwandeln kann. Walschutz ist also auch aktiver Klimaschutz.

Vegan Strom setzt sich für beides ein: für das Klima und für die Tiere, denn wir tragen den Gedanken des Veganismus in den energiesektor. Unser Ökostrom stammt nur aus erneuerbaren Energiequellen, bei denen kein Tier zu schaden kommt. Wir setzen auf Sonnenenergie, Gezeitenkraft und Geothermie. Sei auch Du dabei und hilf mit, unseren Planeten Tag für Tag zu einem besseren Ort für alle Geschöpfe zu machen!

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