Waldsterben

Wenn die Bäume verschwinden, stirbt ein immens wichtiges Ökosystem

Ob Fichten im Harz, Buchen im Spessart oder Kiefern im Osten der Bundesrepublik – den Wäldern in Deutschland geht es schlecht. Ein vermehrtes Absterben der Bäume ist die Folge. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die zunehmende Dürre und Hitze infolge des durch den Menschen ausgelösten Klimawandels sowie den Befall durch Schädlinge wie den Borkenkäfer. Wie es gelingen kann, das Waldsterben zu stoppen beziehungsweise zu vermindern, erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom.

 

Waldsterben – (k)ein neues Phänomen

In Deutschland sind rund 11,4 Millionen Hektar – also etwa ein Drittel der Landesfläche –mit Wald bedeckt. Er dient der Erholung, liefert Brenn- und Baustoffe und sorgt so für zahlreiche Arbeitsplätze. Ganz nebenbei bindet der Wald noch große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2). Doch der Wald ist nicht gesund. Dürre, Hitze und Schädlingsbefall setzen dem Ökosystem zu. Bereits seit den 1980er-Jahren gibt es eine öffentliche und politische Debatte um das damit verbundene Waldsterben, welches nicht nur Deutschland betrifft, sondern große Flächen in ganz Mittel-, Nord- und Osteuropa erfasst hat.

Erkennen lässt sich das Phänomen konkret anhand aufgelichteter Baumkronen (vorzeitiger Blattfall, kleine/wenige Blätter, Verzweigungsanomalien) und Schäden am Wurzelsystem (Absterben von Feinwurzeln, geringe Reproduktionsfähigkeit, Mykorrhizierung). Auffällig ist, dass diese Entwicklungen überall in den betroffenen Gebieten auftreten – unabhängig von Klima, Standort und waldbaulichen Praktiken. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass dies vor allem auf die Zunahme der Schadstoffe in der Luft zurückzuführen ist. Neben Schwefelgasen und Stickoxiden betrifft das auch Treibhausgase wie CO2. Infolge des Klimawandels starben in den letzten Jahren vor allem ältere Bäume.

 

So geht es den deutschen Wäldern heute

Bis auf wenige Ausnahmen zeigt der Waldzustandsmonitor für den Referenzzeitraum 2003 bis 2019, welchen die Technische Universität München herausgibt, derzeit ein besorgniserregendes Bild: Fast in der gesamten Bundesrepublik sind die Waldbestände durch eine eher niedrige Vitalität gekennzeichnet. Einem Drittel geht es sogar extrem schlecht. Grund dafür sind vor allem die hohen Temperaturen und die sehr große Trockenheit – beides Folgen des menschengemachten Klimawandels. Grundsätzlich sind Bäume eigentlich robuste Lebewesen. Das macht auch der Waldzustandsmonitor deutlich: War der Wald aufgrund hoher Trockenheit, beispielsweise in den Jahren 2003 und 2015, in einem vergleichsweise schlechten Zustand, erholte er sich in den darauffolgenden Jahren zusehends. Halten die widrigen Bedingungen allerdings über einen längeren Zeitraum an, setzt das auch dem Ökosystem Wald sichtlich zu. In den Jahren 2018 und 2019 nahm die Vitalität der Bäume erneut in hohem Maße ab.

Das Ergebnis: Die Bäume sind „gestresst“ und somit anfälliger für Schäden – das Waldsterben nimmt zu. Ausgedörrte Bäume knicken bei Stürmen schneller um als gesunde, das dadurch entstehende Totholz erhöht die Waldbrandgefahr. Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Waldbrände inzwischen vervierfacht. Zudem sind trockene Bäume anfälliger für den Befall durch Borkenkäfer. Um eine weitere Ausbreitung des Schädlings zu verhindern, müssen betroffene Bäume möglichst rasch entfernt werden. Das verursacht einen hohen Personalaufwand – und damit auch hohe Kosten. Verstärkt wird diese Problematik durch den Fakt, dass es sich bei einem Viertel der deutschen Wälder um Monokulturen handelt. Diese sind besonders hohen Risiken ausgesetzt – sowohl in Bezug auf extreme Wettereinflüsse als auch hinsichtlich Schädlingen.

 

Das Waldsterben stoppen

Wie auf die negativen Entwicklungen reagiert werden soll, darüber ist man sich nicht einig. Während sich einige Experten dafür einsetzen, geschädigte Wälder abzuholzen und dann neu zu bepflanzen, fordern andere, einen kleinen Teil der Wälder komplett sich selbst zu überlassen („Urwald-Offensive“). Zudem gibt es Bestrebungen, anfällige Monokulturen durch Aufforstung in stabilere Mischwälder umzuwandeln. Diese Idee wird auch von politischer Seite gestützt. Allerdings gilt es hier, gezielt vorzugehen und genau zu erforschen, welche Baumarten hierzulande mit hohen Temperaturen und Trockenheit zurechtkommen und somit für dieses Vorhaben geeignet sind. Zwar besteht nicht die Gefahr, dass die Wälder innerhalb der nächsten Jahre komplett verschwinden, im Auge behalten sollte man den „Patienten“ Wald aber dennoch – denn über einen längeren Zeitraum wird das Ökosystem den Belastungen nicht standhalten.

Sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene sind sich die Menschen einig: Das Waldsterben muss gestoppt werden! Gelingen kann dies nur, indem die Menge klimaschädlicher Treibhausgase, die in die Atmosphäre gelangen, radikal reduziert wird. Einen Ansatzpunkt dafür bildet die Energiewirtschaft. Laut Umweltbundesamt war die Energiewirtschaft in Deutschland im Jahr 2017 für die Produktion von 312 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich, das entspricht ganzen 39 Prozent der Gesamtmenge. Um die Emission klimaschädlicher Gase einzudämmen, stellt Dir Vegan Strom saubere und nachhaltige Energie auf Basis erneuerbarer Quellen zur Verfügung. Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass sowohl bei der Produktion als auch beim Transport unseres Stroms kein Tier zu Schaden kommt. Wechsele jetzt zu Vegan Strom und leiste einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bäume sowie aller weiteren Lebewesen auf dem Planeten Erde!

100% Ökostromtarif, der Tiere schützt

100% Öko
In Kooperation
Tierwohl