Verkehrswende

Die Wende im Verkehrssektor setzt auf Nachhaltigkeit im Verkehrswesen

Hinter der Energiewirtschaft ist der Verkehrssektor der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen und somit des Klimawandels. Zudem verbrauchen die Verbrennungsmotoren von Autos, Flugzeugen und Schiffen Unmengen fossiler Rohstoffe, die uns nur begrenzt zur Verfügung stehen. Im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit muss also neben der Energiewende auch die Verkehrswende angestrebt werden. Wie weit sich die E-Mobilität bereits entwickelt hat, verrät Dir das Lexikon von Vegan Strom.

 

Wie weit ist die Verkehrswende bereits?

Die ersten Autos Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts fuhren bereits mit Strom aus Akkumulatoren, die Technologie wurde jedoch in den 1920ern weitgehend durch den Verbrennungsmotor und den elektrischen Anlasser verdrängt. Eine Renaissance erlebten die Elektroautos erst Ende des 20. Jahrhunderts durch wachsendes Umweltbewusstsein sowie befürchtete Ölkrisen. Und während die Entwicklung anfänglich eher schleppend voranging, werden die strombetriebenen Fahrzeuge inzwischen immer beliebter. Dies liegt vor allem daran, dass die Forschung die „Kinderkrankheiten“ der E-Mobilität in den letzten zwei Jahrzehnten weitestgehend beseitigen konnte. So existieren mittlerweile 32 elektrische Fahrzeugmodelle allein von deutschen Automobilherstellern, die an etwa 24.000 öffentlichen Ladepunkten Strom tanken können (Stand 2019). Mittlerweile sind etwa 220.000 Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Davon wurden allein ungefähr 63.000 2019 zugelassen – ein Zuwachs von mehr als 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Prognosen vermuten, dass die Marke von einer Million Fahrzeugen etwa 2022 erreicht wird. Auch Fahrzeuge mit Hybridantrieb als Brückentechnologie verzeichnen einen starken Zuwachs, während reine Verbrennungsfahrzeuge immer unattraktiver werden.

In anderen Verkehrsbereichen geht die Verkehrswende jedoch deutlich schleppender voran, was vor allem an den komplexeren Herausforderungen an die E-Motoren und besonders an die Energiespeicher liegt. Lediglich der Schienenverkehr, also Züge und Straßenbahnen, sind in Deutschland bereits zu großen Teilen elektrifiziert. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass sie praktischerweise mit Oberleitungen oder Stromschienen mit Energie versorgt werden können und keine großen Akkumulatoren an Bord haben. Im Schiffs- oder Luftverkehr hingegen existieren lediglich erste Pilotprojekte für den rein elektrischen Betrieb, die weitaus kleiner dimensioniert sind als konventionelle Containerfrachter oder Passagierflugzeuge. Die Forschung arbeitet jedoch auch hier stetig daran, die E-Mobilität für diese Verkehrssektoren zu ermöglichen und rentabel zu machen.

 

Die Vor- und Nachteile der E-Mobilität

Ziel der Verkehrswende ist die Umweltentlastung. Dies wird mithilfe von Elektrofahrzeugen erreicht, denn E-Autos stoßen im Betrieb kein CO2 oder andere Schadstoffe aus. Selbst wenn man die Lebenszyklus-Analyse der „Stromer“ betrachtet, also auch den Herstellungsprozess mit einschließt, bieten sie einen Mehrwert für die Umwelt nach etwa 50.000 bis 100.000 Kilometern, also bereits weit unterhalb ihrer maximalen Laufleistung. Technisch betrachtet sind Elektroautos herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen ebenfalls überlegen. Elektromotoren weisen weitaus höhere Wirkungsgrade auf und sind weniger komplex konstruiert, was den Wartungsaufwand deutlich reduziert. Hinzu kommt, dass andere Komponenten wie Tanks, Pumpen, Auspuffsysteme und diverse Schadstofffilter ebenfalls nicht benötigt werden und folglich auch nicht kaputtgehen können. Das Tanken von Strom ist gegenüber Benzin oder Diesel außerdem weitaus günstiger, und eine hinreichende Ladeinfrastruktur ist in Deutschland mittlerweile auch gegeben.

Dennoch besteht eine gewisse, zur Zeit noch teilweise berechtigte Skepsis gegenüber Elektroautos, die einige Menschen vom Kauf abhalten und die Verkehrswende somit verlangsamen. Zwar gibt es mittlerweile bereits genügend Ladestationen, dennoch lassen die Ladezeiten stark zu wünschen übrig. Im Vergleich zur normalen Zapfsäule, an der das Auto innerhalb weniger Minuten vollgetankt ist, muss eine leere Batterie selbst an einer Schnellladestation bis zu einer halben Stunde geladen werden, bevor sie wieder voll ist. Schnellladesäulen machen zudem nur etwa 12 Prozent der Ladeinfrastruktur aus. An normalen Ladepunkten dauert das „Stromtanken“ entsprechend länger. Auch die maximale Reichweite von E-Autos ist geringer als die von Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Im Durchschnitt muss ein E-Auto nach etwa 300 gefahrenen Kilometern die nächste Steckdose ansteuern. Nicht zuletzt sind E-Autos trotz Umweltprämie und Steuerfreiheit für fünf bis zehn Jahre immer noch deutlich teurer als Verbrennungsfahrzeuge.

 

Die Verkehrswende muss zum Schutz unseres Planeten erfolgen

Damit unser Planet bewohnbar bleibt, müssen Energiewende und Verkehrswende kommen, denn Stromerzeugung sowie Personen- und Güterverkehr sind die größten Klimakiller. Die E-Mobilität hat sich seit ihrer Wiederbelebung um 1990 massiv weiterentwickelt. Die Technologie wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch um einiges effizienter und günstiger werden. Selbstverständlich ist ein Elektrofahrzeug aber immer nur so umweltfreundlich wie der Strom, den es nutzt. Daher haben wir von Vegan Strom es uns zur Aufgabe gemacht, mit unserem Energiemix den Ausbau der sauberen, regenerativen Energiequellen zu fördern. Hierbei achten wir jedoch auch darauf, dass bei der Stromerzeugung keine Lebewesen zu Schaden kommen oder massiv in Ökosysteme eingegriffen wird. Demzufolge findest Du bei uns nur Strom aus Solarenergie, Geothermie und Gezeitenkraft. Wechsele auch Du zu uns und hilf mit, die Welt Schritt für Schritt zu einem besseren Ort zu machen.

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