Tierwohl

Das Wohl der Tiere: Ein glückliches Leben ohne Leid und Schmerz

Jahrzehntelang waren die Supermärkte voll mit abgepacktem Billigfleisch aus Massentierhaltung. Über die Herkunft von Schnitzeln, Hähnchenkeulen & Co. machte sich kaum jemand Gedanken. Im Zuge der Umweltbewegung änderte sich das Bewusstsein vieler Verbraucher. Das Tierwohl rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt. Und der Ausspruch „Fleisch von glücklichen Kühen, Schweinen und Hühnern“ hielt Einzug. Die Art und Weise der Tierhaltung beeinflusste die Kaufentscheidung maßgeblich und tut das bei Flexitariern bis heute. Im Lexikon von Vegan Strom erfährst Du, was das Tierwohl ausmacht.

 

Tierwohl basiert auf fünf Freiheiten

Eine eindeutige Definition für den Begriff Tierwohl gibt es nicht. Generell sind drei Punkte entscheidend, die das Tierwohl beeinflussen: die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Möglichkeit, natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen – also die artgerechte Haltung der Tiere. Eine Messlatte bildet dabei das Konzept der „fünf Freiheiten“. Ein glückliches Tier soll frei sein von Hunger, Durst, Schmerz, Krankheiten/Verletzungen und Stress/Angst. Bei der Nutztierhaltung kann das durch verschiedene Maßnahmen gewährleistet werden. Für die Tiergesundheit und das Wohlbefinden spielt das Stallklima eine entscheidende Rolle. So muss der Stall richtig temperiert sein und über eine gute Belüftung verfügen. Zugluft ist schädlich! Außerdem dürfen keine scharfen Kanten und Ecken vorhanden sein, die eine Verletzungsgefahr darstellen. Um ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können, benötigen die Tiere überdies genügend Bewegungsfreiheit, also entsprechend viel Platz. Hühner müssen scharren, Schweine wühlen und Kühe weiden können. Die lange Zeit praktizierte Anbindehaltung bei Kühen ist im Zuge der Tierwohl-Debatten in die Kritik geraten. Sie wird in der modernen Landwirtschaft mehr und mehr durch Boxenlaufställe abgelöst.

 

Tiere sind keine Hochleistungsmaschinen

Zum Tierwohl trägt auch eine bedarfsgerechte Ernährung bei. Vollwertiges Futter ist gesund, bei Pflanzenfressern sollte so oft wie möglich Weidegang erfolgen. Bei der ökologischen Nutztierhaltung sind chemisch-synthetisch erzeugte Futterzusätze tabu, während sie bei der Massentierhaltung zur Leistungs- und Wachstumsförderung häufig zum Einsatz kommen. Auch gentechnisch verändertes Futter hat auf einem Bio-Bauernhof nichts zu suchen. Wichtig für das Tierwohl ist zudem, dass kein Futterneid entsteht und die Tiere stressfrei fressen und trinken können. Artgerechte Haltung bedeutet auch einen Verzicht auf „nicht-kurative Eingriffe“. Dazu zählen beispielsweise das Kürzen von Schnäbeln bei Hennen, das Entfernen von Hörnern bei Kühen oder das Abschneiden von Schwänzen bei Schweinen. Dieses so genannte „Kupieren“, also das Kürzen oder Entfernen von Körperteilen, ist für Tiere nicht nur schmerzhaft – es nimmt ihnen auch die Würde oder schränkt sie in ihrer Kommunikationsfähigkeit ein. Ein weiterer Aspekt, der Einfluss auf das Tierwohl hat, ist die Zucht. So führt eine Überzüchtung bei Nutztieren etwa dazu, dass Sauen mehr Ferkel zur Welt bringen als sie Zitzen haben. Infolgedessen kann die Muttersau nicht alle Jungtiere gleich gut versorgen, die im schlimmsten Fall sterben müssen. Bei Kühen wurde in der Vergangenheit oft auf eine möglichst hohe Milchleistung und einfache Melkbarkeit gezüchtet. Mit schmerzhaften Folgen für die Tiere, die in vielen Fällen unter Euterentzündungen litten. Das alles ist in der ökologischen Nutztierhaltung verboten.

 

„Ja“ zum Tierwohl – auch bei der Stromversorgung

Das Thema Tierwohl steht bei umsichtigen Landwirten ganz klar im Vordergrund. Der Verbraucher erkennt beim Einkaufen an unterschiedlichen Bio-Siegeln, dass sein Fleisch, seine Eier oder seine Milchprodukte aus ökologisch geführten Betrieben stammen, in denen Tiere artgerecht gehalten werden. Dass Bio-Produkte dafür einen entsprechend höheren Preis haben, spielt für ernährungsbewusste Konsumenten in der Regel keine Rolle. Natürlich ist das Streben nach Tierwohl nicht nur auf landwirtschaftliche Nutztiere beschränkt, sondern sollte in anderen Lebensbereichen ebenso auf der Tagesordnung stehen. Ob es die eigenen Haustiere betrifft, die Tiere im Zoo oder die Tiere in freier Wildbahn: jedes Tier ist es wert, respektvoll behandelt zu werden. Für immer mehr Menschen gehört Fleischverzicht deshalb inzwischen einfach dazu. Schließlich greift auch das vorsätzliche Töten in das Tierwohl ein. Wir von Vegan Strom sehen das genauso. Deshalb setzen wir bei unserer Energiegewinnung ausschließlich auf regenerative Energieträger, die das Leben und die Lebensräume von Tieren nicht bedrohen. Bei uns bekommst Du Strom, der rein vegan ist und aus Photovoltaik, Gezeitenkraft sowie Geothermie gewonnen wird. Mit einem Wechsel zu Vegan Strom, kannst auch Du aktiv zum Wohl der Tiere beitragen!

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