Tierparks

Zwischen Erholung und Ausbeutung

Ein Besuch im Tierpark macht (fast) jedem Menschen, vor allem aber Kindern, großen Spaß. Schließlich gibt es hier viele unterschiedliche Tierarten aus nächster Nähe zu bestaunen. Diese würde man in „freier Wildbahn“ wohl nicht allzu häufig zu Gesicht bekommen. Zwar sind die Einrichtungen in vielerlei Hinsicht sinnvoll, Tierschützer und Tierrechtler üben dennoch massive Kritik an dieser Art der Haltung. Warum das durchaus seine Berechtigung hat, erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom.

 

Tierpark und Zoo: Was ist der Unterschied?

Zoo, zoologischer Garten, Tierpark, Tiergarten, Wildpark: Die Liste der Orte, an denen Tiere gehalten und für die Öffentlichkeit zur Schau gestellt werden, ist lang. Oftmals verschwimmen hier auch die begrifflichen Grenzen – die Worte werden deshalb häufig synonym gebraucht. Dabei fällt die Unterscheidung eigentlich gar nicht schwer! Laut der EU-Zoorichtlinie ist das Wort „Zoo“ ein Sammelbegriff für alle Einrichtungen, die für mindestens sieben Tage im Jahr lebende Wildtiere für die Öffentlichkeit präsentieren. Hierunter fallen auch Tierparks. Während man in Zoos jedoch auch exotische Tiere aus fernen Ländern besichtigen kann, finden sich in Tierparks vermehrt Tiere, die auch in unseren Breiten heimisch sind bzw. heimisch waren oder in ähnlichen Klimazonen in anderen Teilen der Welt leben. Darüber hinaus handelt es sich hier meist um wesentlich kleinere Anlagen. Sind ausschließlich heimische Tiere zu sehen, spricht man von einem Wildpark.

 

Unabhängig davon, um welche Art von Anlage es sich genau handelt, erfüllt diese verschiedene Zwecke.

  • Erholung: Die Besichtigung von Zoos und Tierparks stellt bereits seit Jahrhunderten für viele Menschen, vor allem Familien mit Kindern, eine beliebte Freizeitbeschäftigung dar.
  • Bildung: Die Einrichtungen informieren über verschiedene Tierarten und deren Lebensweise.
  • Forschung: Wissenschaftler erhalten die Möglichkeit, die Tiere genau zu beobachten, was in freier Wildbahn nur unter erheblich erschwerten Bedingungen möglich wäre.
  • Naturschutz/Artenschutz: Tierparks und Zoos kümmern sich um die Nachzucht und anschließende Auswilderung seltener Arten.

 

Tierparks in der Kritik

Wie alle Einrichtungen, in denen Tiere gehalten werden, sind auch Tierparks massiver Kritik ausgesetzt. Veterinärmediziner sowie Organisationen und Einzelpersonen, die sich dem Schutz von Tieren und dem Kampf um deren Rechte verschrieben haben, machen deutlich, dass es sich hier – wie auch in der Fleischindustrie – um Ausbeutung handelt: Die Tiere werden für menschliche Zwecke „genutzt“.

Die Kritiker tragen folgende Argumente gegen Tierparks vor:

  • Käfige und Gehege entsprechen meist nicht den tatsächlichen Lebensbedingungen der Tiere, sodass sie ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen wurden bei Zootieren Verhaltensauffälligkeiten festgestellt, welche auf diese Art der Haltung zurückgeführt werden können. Zwar legt man bei der Modernisierung der Anlagen inzwischen großen Wert darauf, diese möglichst artgerecht zu gestalten und so das Tierwohl zu fördern. Diese Entwicklung ist aber unter anderem auch auf die Bemühungen der Kritiker zurückzuführen.
  • Zudem fordern Tierschützer für bestimmte Arten, beispielsweise Eisbären und Elefanten, ein generelles Haltungsverbot in Zoos und Tierparks, da diese in keinster Weise in der Lage sind, die natürlichen Lebensbedingungen nachzubilden.
  • Darüber hinaus wird bemängelt, dass für Tierparks, Zoos und Co. immer wieder wilde Tiere eingefangen werden, um sie anschließend ausstellen zu können.
  • Ebenfalls in der Kritik stehen das Töten „überzähliger“ Jungtiere und die gewaltsame Dressur von Tierarten wie Orcas oder Elefanten.
  • Wissenschaftler argumentieren außerdem, dass Zoos einen pauschalen Unterschied zwischen Menschen und Tieren betonen, obwohl dieser eigentlich nur künstlich herbeigeführt wurde. Dadurch erlangen wir einen falschen Eindruck davon, wo „unser Platz“ innerhalb der natürlichen Ordnung (also in einer Welt voller Wildtiere und ohne Tierparks und Zoos) anzusiedeln ist.

 

Unterstützt Du diese Kritikpunkte und möchtest Dich dafür einsetzen, Tieren ein Leben entsprechend ihrer natürlichen Bedingungen zu ermöglichen, kannst Du auch bei der Wahl Deines Energieanbieters einen wichtigen Beitrag leisten. Wir von Vegan Strom setzen uns ebenfalls gegen die Ausbeutung von Tieren ein. Aus diesem Grund greifen wir bei unserem Strommix ausschließlich auf Regenerative Quellen zurück, die Tieren in keinster Weise schaden: Solarenergie, Geothermie und die Kraft der Gezeiten. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch vegan. Wechsele am besten noch heute und hilf mit, Tiere und deren Lebensräume zu schützen!

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In Kooperation mit PETA Deutschland e.V.
Tierwohl