Spitzenlast

Kraftwerke am Limit

Unter Spitzenlast werden in der Energietechnik Leistungsspitzen verstanden, die weit über die Grundlast und immer noch deutlich über die gewohnte Mittellast hinausgehen. Dieser hohe Energiebedarf kommt in der Regel zu bestimmten Zeiten vor, in der die Zahl der Stromverbraucher situationsbedingt rapide ansteigt. Er kann jedoch auch aufgrund von unverhofften Ereignissen auftreten, z. B. wenn ein Großkraftwerk plötzlich ausfällt. Erfahre alles zur Spitzenlast im Lexikon von Vegan Strom.

 

Wann und wieso treten Spitzenlasten auf?

Die meisten Leistungsspitzen sind voraussagbar und damit ist ihre Bewältigung planbar, da sie sich tagtäglich wiederholen. Schließlich benötigen bestimmte obligatorische Tätigkeiten oder andere geläufige Gewohnheiten wie z. B. Freizeitbeschäftigungen Strom – vor allem dann, wenn sie kollektiv ausgeführt werden. Spitzenlasten im Stromnetz treten daher zum Beispiel etwa zwischen 11 und 14 Uhr auf. Diese Erhöhung des Energiebedarfs wird umgangssprachlich und gleichermaßen treffend als „Kochspitze“ bezeichnet. Auch am Abend, wenn nach Feierabend in Privathäusern und -wohnungen die Unterhaltungselektronik in Betrieb geht, ergeben sich berechenbare Leistungsspitzen, in der Regel von 18 bis 22 Uhr und weitaus höher als um die Mittagszeit. Diesem prognostizierten Energiebedarf kann für gewöhnlich ebenso problemlos begegnet werden wie der Mittellast.

Anders sieht es bei den unvorhersehbaren Spitzenlasten aus, welche sich zum Beispiel durch den Ausfall eines Grund- oder Mittellastkraftwerks ergeben können. Um einen Zusammenbruch der Stromnetze zu verhindern müssen an dieser Stelle schnell Notfallmaßnahmen getroffen und sogenannte Spitzenlastkraftwerke hinzugeschaltet werden. Diese sind besonders schnell regelbar und haben nur geringe Vorlaufzeiten, so dass sie für den ungedeckten Strombedarf schnell einspringen können, bis andere, schwergängigere Kraftwerke nachgeregelt wurden.

 

Woher kommt der Strom bei Spitzenlast?

Vorhersehbare Spitzenlasten können nach sorgfältiger Planung auch problemlos Mittellastkraftwerke bewältigen. Zur Absicherung gegen kleinere Prognosefehler wird von den Betreibern immer eine sogenannte Regel- oder Reserveleistung einkalkuliert. Spitzenlastkraftwerke kommen in diesem Fall nur dann zum Einsatz, wenn sich das Einschalten oder Hochregeln von Mittellastkraftwerken aufgrund von kurzen Leistungsspitzen nicht lohnt, oder aber so hohe Bedarfe zu erwarten sind, dass sie nicht allein von letzteren bewältigt werden können. Bei unerwarteten Spitzenlasten hingegen ist die Zuhilfenahme von Spitzenlastkraftwerken unabdingbar, da sie weitaus schneller reagieren und in nur wenigen Minuten ihren Volllastbetrieb erreichen.

Zur Deckung der Spitzenlast kommen zuallererst Pumpspeicher- und Druckluftspeicherkraftwerke zum Einsatz, Sie können quasi beinahe von Null auf Hundert Strom produzieren. Auch Gasturbinenkraftwerke lassen sich schnell starten. Auf deren Betrieb wird allerdings aufgrund der höheren Betriebskosten nur dann zurückgegriffen, wenn es sich anders nicht vermeiden lässt. Diese Kraftwerke tragen dann die Spitzenlast so lange, bis Mittellastkraftwerke nachgeregelt werden konnten. Doch diese brauchen meist einige Zeit. Zur Abdeckung von kurzfristigen und geringeren Leistungsspitzen kann bereits die Reserveenergie aus Akkumulatoren ausreichen, die große Batteriespeicher bereitstellen. Spitzenlasten können auch an Strombörsen gehandelt werden. Da die Preise hier im Extremfall jedoch bis zu mehrere hundert Euro pro Kilowattstunde umfassen, wird diese Option nur in äußersten Notfällen wahrgenommen.

 

Spitzenlasten mit Regenerativen Energien beikommen

Während die Grund- und Mittellast immer noch überwiegend durch Umweltverschmutzer wie Kohle- oder Atomkraft getragen wird, eignen sich Erneuerbare Energien auch zur Deckung der Spitzenlast. Wärmekraftwerke, zu denen nahezu alle konventionellen Kraftwerke gehören, sind einfach viel zu träge, um eine überstarke oder unvorhergesehene Leistungsspitze zu bewältigen. Dennoch machen sie immer noch einen großen Anteil in unserem Energiemix aus. Vegan Strom bemüht sich daher, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen mit unserem angebotenen Strom zu unterstützen und zu fördern. Wir setzen uns hierbei für jene Energieträger ein, die nicht nur nachhaltig und umweltfreundlich sind, sondern ebenfalls keinem Lebewesen schaden. Möchtest auch Du mit Deinem Stromanbieter sowohl die Umwelt als auch das Tierwohl unterstützen, dann wechsele noch heute zu uns! Mit Vegan Strom erhältst Du jetzt schon den Strom der Zukunft.

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