Recycling

Wiederverwenden statt wegwerfen - das ist das Prinzip hinter dem Recycling-Kreislauf

Der Begriff Recycling kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Wiederverwendung“. In Recycling steckt das Wort „cycle“ (Kreislauf). Die Vorsilbe „Re“ bedeutet „rück“ oder „zurück“. Rohstoffe durchlaufen also einen Kreislauf – immer und immer wieder. Statt Abfälle wegzuwerfen, werden sie aufbereitet und in neuer Form wieder zur Verfügung gestellt. Recycling spielt für den Umweltschutz eine tragende Rolle, denn es trägt zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung bei. Lies im Lexikon von Vegan Strom, welchen Beitrag Du zum Recycling leisten kannst.

 

Recycling schont Ressourcen, spart Energie und produziert keinen Abfall

Schon die alten Römer betrieben eine Form des Recyclings, indem sie Altmetalle einschmolzen und umarbeiteten. Das heutige Recycling verfolgt den gleichen Zweck: die Herstellung sogenannter Sekundärrohstoffe. Anstatt immer neue Rohstoffe aus der Natur zu gewinnen und sie dadurch zu schädigen, wird Altes wieder aufbereitet und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt. Das schont die Umwelt und trägt zur Müllvermeidung bei. Überdies ist die Produktion von Sekundärrohstoffen um einiges energieeffizienter als die Herstellung von Primärrohstoffen. Es fällt also weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) an. Beim Recycling erfolgt zunächst eine Kategorisierung des Abfalls. Das fängt schon bei jedem Einzelnen zu Hause an – und zwar bei der Mülltrennung. Gemeinhin stehen hinter jedem Haus vier verschiedene Tonnen: braun für den Biomüll, schwarz für den Restmüll, blau für Papier und die gelbe Tonne für Kunststoffabfälle. Und für Dein Altglas findest Du in der Nähe Deines Wohnhauses einen Platz mit Glascontainern.

Restmüll wird nicht recycelt. Er landet entweder auf Deponien oder wird in Müllverbrennungsanlagen „thermisch verwertet“. Das ist nicht wirklich umweltfreundlich. Bioabfall wird ganz unterschiedlich verarbeitet – in den meisten Fällen zu Kompost. Das übernehmen Kompostierungsanlagen, die den Abfall zerkleinern, sieben und dabei Keime abtöten. Das Resultat ist wertvoller Dünger, der in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt oder zu Blumenerde weiterverarbeitet wird. Ein Teil des Biomülls wird als Biomasse in Vergärungsanlagen auch zu Biogas umgewandelt, das im klimafreundlichen Energiemix eine wichtige Rolle spielt.

 

Richtige Mülltrennung erleichtert Recyclingprozesse

Klassisches Recycling erfahren Papier, Glas und zum Teil auch Kunststoff (Plastik). Im Einzelnen sieht das so aus:

 

Papier/Karton/Pappe

Im Recyclingwerk erfolgt eine Trennung nach Papierarten. Papierfremde Bestandteile werden herausgesiebt und das Papier wird zerkleinert und mit Wasser vermischt, sodass ein Brei entsteht. Natronlauge und Tenside filtern die Farbteilchen heraus. Dieses Entfernen von Druckerfarbe heißt „Deinking-Verfahren“. Um helles Papier zu erhalten, erfolgt ein Bleichen mit Wasserstoffperoxid oder Sauerstoff. Der Papierbrei wird geglättet, getrocknet und zu neuem Papier ausgerollt.

Die Vorteile von Papierrecycling liegen auf der Hand: Es schont den Rohstoff Holz. Zudem ist der Energie- und Wasserbedarf beim Herstellen von Recyclingpapier geringer als beim Herstellen von Papier aus Primärfasern.

 

Glas

Gebrauchte Glasverpackungen (Flaschen, Gläser) werden im Werk nach Glasarten sortiert. Hier kannst Du wertvolle Vorarbeit leisten, indem Du beim Glascontainer sorgfältig nach den Farben Grün, Braun und Weiß trennst. Übrigens: anders gefärbtes Glas, etwa in Blau oder Rot, kommt immer in den Grünglascontainer. Was im Glascontainer gar nichts zu suchen hat, sind Glühbirnen, Trinkgläser und Flachglas, wie etwa Fensterscheiben und Spiegel. Das Containerglas wird eingeschmolzen und neu geformt.

Wie effizient Glasrecycling ist, verdeutlicht die Tatsache, dass nur drei bis sieben Prozent des Altglases nicht mehr aufbereitet werden können. Es wird dann oft zu Blähglasgranulat verarbeitet, das im Baugewerbe zum Einsatz kommt.

 

Kunststoff (Plastik)

Nur sortenreiner Kunststoff macht Recycling möglich. Das sind meist Produktionsabfälle aus der Industrie, die eingeschmolzen und wiederverwendet werden. Beim Haushaltsmüll erkennst Du recycelbare Verpackungen am „Grünen Punkt“. Wenn Du der Umwelt etwas Gutes tun möchtest, solltest Du darauf achten. Rund 50 Prozent der Plastikabfälle können nicht recycelt werden. Sie kommen entweder in Verbrennungsanlagen oder landen dort, wo sie nicht hingehören: in der Natur – und ganz besonders im Meer.

Da Plastik in natürlicher Umgebung nicht verrottet und zur Zerstörung ganzer Ökosysteme führt, solltest Du am besten darauf verzichten. Plastiktüten, Trinkhalme und Verpackungen aus nicht recycelbarem Kunststoff verbannst Du idealerweise komplett aus Deinem Leben. Generell gilt: Vor dem Recycling steht immer die Müllvermeidung. Überlege daher, wo Du im Alltag Deine Müllproduktion minimieren kannst – zum Beispiel durch den Einkauf in Unverpackt-Läden oder durch Upcycling.

 

Zum Schutz von Natur und Tieren: Vegan Strom

Mit sorgfältiger Mülltrennung schaffst Du die Basis für ein reibungsloses Recycling. Noch besser ist es, Müll ganz zu vermeiden, denn auch zum Recyceln wird Energie benötigt. Kaufe, wo es geht, unverpackte Lebensmittel und unterstütze den Einzelhandel vor Ort, anstatt verpackungsintensive Onlinebestellungen zu tätigen. Auch in anderen Bereichen Deines Alltags kannst Du auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achten, zum Beispiel bei der Energieversorgung. Wir von Vegan Strom beziehen unseren Strom aus Regenerativen Energien, die gleichzeitig auch noch tierfreundlich sind. Deshalb setzt sich unser Energiemix nur aus Photovoltaik, Geothermie und Gezeitenkraft zusammen. Bei deren Gewinnung kommt kein Tier zu Schaden. Möchtest auch Du Deinen Teil zum Erhalt intakter Ökosysteme und zum Tierwohl beitragen, dann wechsele am besten noch heute zu Vegan Strom.

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