Pseudogetreide

Quinoa, Amaranth, Chia & Buchweizen – Unterschiede zu echtem Getreide

Die südamerikanische Maisspeise „Pastel de choclo“, das indonesische Reisgericht „Nasi Goreng“ oder italienische Weizenfusilli mit Bolognese – Arten von echtem Getreide sind in allen Teilen der Welt Grundlage verschiedenster Delikatessen. Neben bekannten Getreidearten wie Mais, Reis, Weizen, Gerste und Roggen gibt es auch das sogenannte „Pseudogetreide“. Genauere Informationen dazu erhältst Du im Lexikon von Vegan Strom!

 

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Getreide und Pseudogetreide

Das Säen, Anbauen, Ernten und Verarbeiten von echtem Getreide und Pseudogetreide ist seit Jahrtausenden Teil der menschlichen Agrar- und Esskultur. Unter dem nicht-wissenschaftlichen Begriff „Pseudogetreide“, auch bekannt als „Pseudozerealien“, werden verschiedene Pflanzen und deren Körnerfrüchte verstanden, die wie Körnerfrüchte von echtem Getreide zur Herstellung von Lebensmitteln wie Brot und weiteren Backwaren verwendet werden. Dem echten Getreide werden jedoch ausschließlich Pflanzenarten zugeordnet, die zur Pflanzenfamilie der Süßgräser gehören, etwa Weizen, Mais, Roggen, Reis und Bambus. Pseudogetreide wie Quinoa, Amarant, Buchweizen und Chia zählt jedoch zu verschiedenen anderen Pflanzenfamilien, etwa den Fuchsschwanzgewächsen und Knöterichgewächsen. Des Weiteren bestehen die Körnerfrüchte beider Gruppen zwar aus ähnlichen Nährstoffen. Im Gegensatz zu echtem Getreide enthalten die Körnerfrüchte von Pseudogetreide jedoch wenig oder gar kein Gluten, wodurch Pseudozerealien keine Eigenbackfähigkeit besitzen. Nur echtes Getreide vermag es, dank des Klebereiweißes Gluten einen formbaren und zusammenhängenden Teig zu bilden. Ebenso unterscheiden sich die Pflanzenarten von Pseudogetreide und echtem Getreide in ihrer regionalen Verbreitung: Während echtes Getreide in nahezu jeder Region der Erde angebaut wird, bevorzugt Pseudogetreide oftmals tropisch heißes Klima, wie es unter anderem in Südamerika herrscht.

 

Vorteile und Nachteile von Pseudogetreide

Pseudogetreide weist vor allem aus gesundheitlicher Perspektive einige Vorteile auf. Bekanntheit erlangten Amarant, Quinoa und Co. vor allem durch ihre Verwendung als Alternative zu echtem Getreide. Die Samen beinhalten im Gegensatz zu jenen von echtem Getreide keinerlei Gluten und sind daher für eine glutenfreie Ernährung, wie sie bei Zöliakie beziehungsweise Glutenunverträglichkeit oder bei Allergien, die einzelne Getreidesorten wie Roggen und Weizen betreffen, geeignet. Pseudogetreide findet sich heute vor allem in Brot und Backwaren.

Auch für Menschen, die nicht unter einer Glutenunverträglichkeit oder einer Getreideallergie leiden, ist Pseudogetreide im Rahmen einer gesunden Ernährung geeignet. Vorteilhaft ist etwa die deutlich geringere Aufbereitung von Pseudogetreide, sodass in den Körnerfrüchten meist deutlich mehr Nährstoffe und Mineralien stecken als bei der intensiven Raffination der Samen von echtem Getreide. Amarant und Buchweizen stechen beispielsweise durch ihren hohen Anteil an Magnesium hervor, das unter anderem für ein gesundes Immunsystem und einen funktionsfähigen Blutkreislauf sorgt. Hervorzuheben ist zudem der hohe Proteingehalt von Pseudogetreide. Der Makronährstoff ist lebensnotwendig für den menschlichen Organismus und dient unter anderem dem Aufbau und dem Erhalt unserer Muskeln. Die ausreichende Zufuhr von Eiweiß trägt zudem zur Funktionalität des Immunsystems bei. Pseudogetreide wird aufgrund dieser Nährstoffe gern als „Supergetreide“ bezeichnet.

Nachteilig ist hingegen die CO2-Bilanz von Pseudogetreide. Sorten wie Quinoa und Amarant werden vor allem in den Hochebenen der Anden angebaut und weisen durch den weltweiten Transport per Flugzeug oder Containerschiff eine negative CO2-Bilanz auf. Ebenso werden für die stetig wachsende Nachfrage an Quinoa und Amarant immer größere Waldflächen gerodet. So verschwinden nicht nur Bäume, die als optimale Speicher schädliche Treibhausgase binden. Gleichermaßen geben diese Bäume bei ihrer Rodung die über Jahrzehnte gespeicherten Treibhausgase an die Umwelt ab und tragen so zur Erderwärmung bei.

Trotzdem gilt vor allem Quinoa als optimale Alternative zu Reis. Der Nassreisanbau ist einer der stärksten Verursacher von Methanemissionen, die um ein Vielfaches schädlicher für die Umwelt sind als Kohlenstoffdioxid. Ebenfalls verschlingt der Anbau von Nassreis tausende Liter Wasser, während bei der Kultivierung von Quinoa kaum Wasser benötigt wird.

 

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