Pelzfarmen

Anzahl der Pelzfarmen weltweit im Rückgang

Das Töten von Tieren zur Fellgewinnung ist heute nicht mehr in jedem Land erlaubt, etwa in Großbritannien und in Norwegen. Seit den 1950ern und durch die Entwicklung synthetischer Stoffe ist weltweit ein Bewusstsein für das große Leid der Tiere auf Pelzfarmen gewachsen, sodass nur noch wenige in Betrieb sind. Dennoch stammt auch heute noch der Großteil verarbeiteter Tierfelle von den verbliebenen Farmen in Ländern wie Kanada und Russland, in denen die Tötung von Tieren für die Pelzgewinnung noch nicht verboten ist. Unter welchen Bedingungen die Tiere dort aufgezogen werden und welche tierleidfreie Alternative es zu echtem Tierfell gibt, erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom!

 

Unwürdige Lebensbedingungen auf Pelzfarmen

Pelzfarmen dienen der gezielten Aufzucht bestimmter Tierarten zur Weiterverarbeitung ihres Fells in der Textilbranche. Zu den bekanntesten Tierarten, die zur Pelzgewinnung auf Pelzfarmen gezüchtet werden, gehören Hase, Nerz, Luchs, Rotfuchs, Eichhörnchen und Hermelin, aber auch Felle von Haustieren wie Katze und Hund werden gelegentlich verwendet. Es erfolgt auch die Weiterverarbeitung von Fellen exotischer Tierarten, etwa von Puma, Ozelot und weiterer Großkatzen sowie von Affen und Chinchillas.

Pelzfarmen stehen seit längerem in der Kritik, sodass die Nachfrage nach Kleidungsstücken und Accessoires aus Tierfell stetig abnimmt. Die Tiere werden ausschließlich in viel zu kleinen Metallkäfigen gehalten, die in krassem Gegensatz zu ihrem natürlichen Lebensraum und der dortigen Bewegungsfreiheit stehen. Tiere wie Bisamratten und Nutrias, die in der Nähe von Seen, Flüssen und Sümpfen leben und dort kleine Nester bauen, werden ebenso ihrer natürlichen Lebensweise beraubt und haben keinerlei Möglichkeit, zu schwimmen.

Am Boden der Käfige befindet sich meist ein Metallgitter, damit die Exkremente nicht im Käfig verbleiben. Die Tiere leben demzufolge ausschließlich auf diesem ungemütlichen Gitter. Wasser wird den Tieren nur unzureichend durch ein automatisches System zur Verfügung gestellt und ihre Nahrung besteht ausschließlich aus einer undefinierbaren Paste aus Fischresten und Schlachtabfällen, die von den Mitarbeitern der Pelzfarmen zumeist auf die Oberseite des Käfigs geschlagen wird. Oftmals werden die Tiere zudem in großen Hallen gezüchtet, die keinen besonderen Schutz gegen extreme Witterungen bieten. Während im Winter zumeist eisige Kälte in den Hallen herrscht, besteht im Sommer für die Tiere keine Möglichkeit, sich abzukühlen. Der große Stress, der sich durch diese unnatürliche Lebensweise aufbaut, führt oftmals zu selbstverletzendem Verhalten und zu Kannibalismus. Ebenso sind Tiere auf Pelzfarmen deutlich anfälliger für Parasiten, etwa Zecken und Läuse, und den damit verbundenen Erkrankungen, die sich durch die intensive Haltung noch schneller unter ihnen ausbreiten. Einige Tiere verenden daher bereits vor der geplanten Tötung qualvoll in ihren engen Käfigen. Im Allgemeinen werden die Tiere nach ungefähr sechs Monaten für die Pelzproduktion getötet, wenn sich ihr dichtes Winterfell erstmals ausgebildet hat. Die Muttertiere verbleiben hingegen einige Jahre auf den Pelzfarmen.

 

Brutale Tötung im Akkord

Für die Pelzgewinnung werden die Tiere auf brutalste Weise getötet. Kleine Tiere, etwa Meerschweinchen und Zobel, werden oftmals erstickt oder im Wasser ertränkt. Bei Erstickung und Ertränkung verbleiben keinerlei Schäden am Fell, die den Wert für die Pelzproduktion mindern könnten. Ebenso erfolgt die Tötung der Tiere auf Pelzfarmen durch Elektroschocks. Größere Tiere wie Fuchs und Luchs werden hingegen durch das sogenannte Ausbluten mithilfe eines Schnitts in Rachen sowie Hals- und Halsschlagader getötet. Diese Methode birgt jedoch das Risiko, durch einen unsauberen Schnitt oder durch Blutflecken den Wert des Fells zu mindern. Oftmals werden die Tiere daher mit einem Schlag auf den Schädel getötet oder erschossen. Dabei gibt es in vielen Fällen keine Kontrolle, ob das Tier tatsächlich tödlich verletzt ist, sodass es gelegentlich vorkommt, dass Tiere bei vollem Bewusstsein gehäutet werden und dabei schlimmste Qualen erleiden. Wilde Tiere, die nicht auf Pelzfarmen gezüchtet werden, werden in freier Wildbahn gejagt und größtem Stress ausgesetzt. Die Jäger töten sie ebenfalls durch einen Schuss. Auch stellen sie Fallen (z. B. Schlageisen) auf.

 

Kunstpelz als tierleidfreie Alternative

Liegt Dir das Wohl von Tieren am Herzen, solltest Du auf Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires aus echtem Pelz verzichten. Stattdessen wählst Du am besten Web- beziehungsweise Kunstpelz. Durch aufwändige Verfahren sieht dieser echtem Pelz zum Verwechseln ähnlich und hält Dich auch an frostigen Wintertagen wunderbar warm. Des Weiteren sind Kleidungsstücke aus Kunstpelz oft waschbar und trotz des Einsatzes spezieller Maschinen kostengünstiger in ihrer Herstellung als Kleidungsstücke aus echtem Pelz.

Hauptbestandteil von Kunstpelz ist allerdings Polyester. Die Kunstfaser wird aus Erdöl, also einem endlich verfügbaren Rohstoff, hergestellt. Neben dem hohen Wasserverbrauch, der für die Gewinnung von Erdöl nötig ist, trägt die Substanz in hohem Maße zur Umweltverschmutzung und zur Zerstörung natürlicher Lebensräume bei, wenn sich Rohöl (z. B. durch Lecke in Pipelines) in Gewässern ausbreitet. Dies gefährdet auch die Gesundheit oder gar das Leben von Tieren. Ebenso gelangt beim Waschen des Kunstpelzes giftiges Mikroplastik ins Abwasser, das biologisch nicht abbaubar ist. Mikroplastik verschmutzt unsere Umwelt und schadet den Tieren. Echter Pelz gilt hingegen als biologisch abbaubar. Befürworter von echtem Pelz heben zudem stets hervor, dass durch die Verwendung von Tierfellen zur Herstellung von Kleidung und Accessoires indigene Völker unterstützt würden, die exotische Wildtiere wie Affen, Alpakas, Wildkatzen und Füchse jagen und fangen. Dies ist jedoch ebenfalls mit großem Tierleid verbunden und der Gewinn kommt nicht wirklich bei den Menschen an. Sie können vom ausbezahlten Lohn kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Auch wenn Umwelt- und Tierschützer Kunstpelz aus den genannten Gründen nicht für die optimale Alternative zu echtem Pelz halten und er durch seine chemische Herstellung einige Nachteile aufweist, so ist er dennoch nachhaltiger als die Verwendung von Tierfell: neben dem hohen Maß an Tierleid, etwa durch Massentierhaltung und brutalste Tötungsmethoden, entstehen bei der Aufzucht der Tiere große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2). Ebenso werden beim Gerben und Färben des echten Pelzes Unmengen an giftigen Substanzen freigesetzt und an die Umwelt abgegeben.

 

Verantwortungsvoller Konsum ist aktiver Tierschutz

Im Allgemeinen solltest Du verantwortungsvoll konsumieren. Interessierst Du Dich für ein Kleidungsstück, bist Dir aber unsicher, ob es ganz oder teilweise aus echtem Fell hergestellt wurde, genügt zumeist ein Blick auf das Etikett. Ebenso kannst Du Dich im Internet auf der Website des jeweiligen Herstellers erkundigen, ob dieser sich zur Produktion von tierleidfreien Kleidungsstücken verpflichtet hat. Auch verschiedene Tierschutzvereine und Tierrechtsorganisationen wie PETA informieren im Internet über tierleidfreie Marken. Einige Hersteller haben zudem eigene Siegel für ihre veganen, tierleidfreien Produkte kreiert.

Heute sind Konsumenten weltweit hinsichtlich des großen Tierleids auf Pelzfarmen sensibilisiert und verzichten folglich auf den Kauf von Produkten aus echtem Fell. Einige Hersteller, die dennoch Tierfell zur Herstellung von Kleidungsstücken, Schuhen und Accessoires verwenden, verschleiern diese Tatsache daher gezielt, sodass auch ein Blick auf das Etikett nicht immer aufschlussreich ist. Durch wenige Handgriffe kannst Du dennoch ganz leicht herausfinden, ob das Kleidungsstück aus echtem Fell besteht, etwa mit dem Nadeltest. Stich dafür mit einer Nadel in das Kleidungsstück. Gleitet die Nadel durch den Stoff, kannst Du Dir sicher sein, dass es sich um Kunstfell handelt. Echter Pelz ist hingegen deutlich fester und härter, sodass es nahezu unmöglich ist, die Nadel durchzustechen. Ob ein Kleidungsstück aus echtem Fell besteht, kannst Du zudem ganz einfach herausfinden, indem du es anpustest: Während sich bei echtem Fell das Deckhaar bewegt, bleibt Kunstfell steif und starr.

 

Mit veganem Strom Tier und Umwelt schützen

Wenn Du auf Kleidungsstücke aus echtem Tierfell verzichtet, boykottierst Du mit Deiner Kaufentscheidung bewusst Pelzfarmen. Entscheidest Du Dich stattdessen für vegane Alternativen, leistest Du einen großen Beitrag zu gesteigertem Tierwohl und zum Schutz unserer Umwelt. Auch in anderen Lebensbereichen kannst Du durch achtsames Verhalten Tier und Umwelt schützen, etwa beim Strom, den du jeden Tag nutzt.

Ein Großteil des heute in Deutschland verbrauchten Stroms stammt noch immer aus endlich verfügbaren Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Bei dieser konventionellen Form der Energiegewinnung werden Unmengen an Kohlenstoffdioxid (CO2) und weiteren Treibhausgasen freigesetzt, die den Tieren und ihrem natürlichen Lebensraum in hohem Maße schaden. Wir von Vegan Strom bieten Dir hingegen ausschließlich Strom von Zulieferern, die ihre Energie nachhaltig mithilfe der natürlichen Kraft der Sonne, der Gezeiten und von Erdwärme produzieren – ohne Tier und Umwelt zu schaden. Möchtest auch Du unseren Planeten und all seine Lebewesen schützen, dann wechsele noch heute zu Vegan Strom!

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