Offshore

Offshore-Windparks: Effiziente, aber teure Anlagen

Als offshore wird im Grunde genommen jede Art von Anlagenbau bezeichnet, der vor der Küste oder auf hoher See stattfindet. Hierzu zählen unter anderem auch Plattformen zur Erdöl- und Erdgasförderung sowie Geothermiekraftwerke. Neuerdings kommt der Begriff jedoch überwiegend bei Windenergieanlagen vor. Die Errichtung von Windparks in Küsteneinzugsgebieten auf See bietet viele Vorteile. Sie bringt jedoch auch eine Menge Herausforderungen mit sich. Erhalte jetzt im Lexikon von Vegan Strom ausführlichere Informationen.

 

Die Vorteile eines Offshore-Windparks gegenüber Onshore-Anlagen

Nicht ohne Grund werden Windenergieanlagen auf dem Wasser errichtet: Offshore-Windparks bieten gegenüber ihren Äquivalenten auf dem Land enorme Vorteile. Hierbei wäre zuerst der höhere Wirkungsgrad zu nennen. Auf dem Meer herrschen weitaus bessere und stetigere Wind- und Wetterbedingungen für die Anlagen als an Land. Die Stromproduktion ist bei Offshore-Windrädern im Vergleich etwa um das Zwei- bis Zweieinhalbfache höher. Mehr Volllaststunden lassen sich ebenfalls erzielen. Dies wird onshore nur in Ausnahmefällen an besonders günstigen Standorten in Küstennähe erreicht. Des Weiteren nutzen Offshore-Anlagen keinen anderweitig verwendbaren Platz auf dem Festland. Hinzu kommt, dass Anwohner keiner Lärmbelästigung und landwirtschaftliche Flächen keinem Schattenwurf ausgesetzt sind, da die Errichtung der Windkraftwerke weit draußen auf hoher See erfolgt. Nicht zuletzt schaffen Offshore-Anlagen im Verhältnis mehr Arbeitsplätze als Onshore-Windparks.

 

Der Bau von Offshore-Anlagen ist ein aufwendiges Unterfangen

Die Errichtung von Offshore-Windparks mag zwar viele Vorteile mit sich bringen, dennoch ist sie mit einem enormen Aufwand verbunden. Vor allem die Verankerung im Meeresboden und die Transportkosten der Baumaterialen stellen hier sowohl eine logistische als auch eine finanzielle Herausforderung dar. Beim Bau des Fundaments am Standort kommen je nach Wassertiefe, Gewicht der Anlage und Bodenstruktur verschiedene Typen zum Einsatz. Hierzu zählen zum Beispiel Tripods, Schwergewichtsgründungen, Bucket- oder schwimmende Fundamente. Die Errichtung muss außerdem unter Berücksichtigung verschiedenster Schallschutzmaßnahmen erfolgen, um Meereslebewesen zu schonen.

Schließlich folgt der Bau der eigentlichen Anlage. Die einzelnen Komponenten werden zunächst am Ausgangshafen vormontiert, anschließend auf See gebracht und schlussendlich auf dem zuvor errichteten Sockel installiert. Dies ist allerdings nur bei stabilen und vor allem ruhigen See- und Wetterbedingungen möglich, damit das Errichterschiff seine Arbeit auch wirklich präzise durchführen kann. Die erforderlichen Wetterbedingungen schränken das Zeitfenster der Installation enorm ein.

Nach dem Bau des Offshore-Windkraftwerks muss letztlich noch der Anschluss an das Stromnetz erfolgen. Zunächst ist hierbei die Innenparkverkabelung über eine eigene Umspannplattform erforderlich. Anschließend wird die Anbindung an das Festland vorgenommen. Dazu verlegen Spezialschiffe die notwendigen Kabel in der Regel etwa anderthalb Meter tief im Meeresboden.

Durch den weitaus höheren Konstruktionsaufwand amortisieren sich Offshore-Windparks selbstverständlich etwas langsamer als Onshore-Anlagen. Zudem beeinflussen sie auch auf See das Landschaftsbild und stellen eine Kollisionsgefahr für Seevögel dar. Darüber hinaus wird der Meeresboden zerstört und der Lebensraum von Meereslebewesen eingeschränkt. Andererseits kann sich um das Fundament der Anlage auch ein Riff bilden, welches sowohl einen neuen Lebensraum sowie eine Nahrungsquelle für andere Tiere darstellt.

 

Offshore ist in vielerlei Hinsicht besser als Onshore, jedoch nicht einwandfrei

Mit Offshore-Windparks lässt sich weitaus mehr Energie erzeugen als mit Onshore-Anlagen. Viele Nachteile, die den Landkraftwerken anlasten, entfallen ebenfalls. Dennoch ist die Errichtung der Windräder auf See auch immer mit einem Eingriff in das Ökosystem verbunden. Der Bau und der daraus resultierende Lärm können Meereslebewesen über große Entfernungen beeinträchtigen. Auch für Seevögel stellen die Windräder auf See eine Gefahr dar.

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