Ökologischer Fußabdruck

Dem eigenen Konsumverhalten auf der Spur

Im Jahr 2018 schreckte eine Pressemitteilung die Bevölkerung auf. In ihr stand, dass die gesamte Erdbevölkerung, hätte sie das Konsumverhalten der Deutschen, einen Ressourcenbedarf benötige, der dreimal so hoch ist wie die heute verfügbaren Ressourcen der Erde. Diese Zahl ließ sich mithilfe des „Ökologischen Fußabdrucks“ bestimmen. Alles Wissenswerte rund um das Konzept, seine Vor- und Nachteile sowie Vorschläge zur Verkleinerung Deines Ökologischen Fußabdrucks liest Du bei Vegan Strom!

 

Die Verwendung des Ökologischen Fußabdrucks

Die Methodik des Ökologischen Fußabdrucks, im Englischen „ecological footprint“, entwarfen im Jahr 1996 William Rees und Mathis Wackernagel. Es handelt sich dabei um ein Instrument zur Bestimmung der Nachhaltigkeit des eigenen Lebensstils und Konsumverhaltens, denn es beschreibt die Größe der bioproduktiven Fläche, die nötig ist, um die eigene Lebensweise zu erhalten. Der ermittelte Wert wird anschließend jenem der sogenannten Biokapazität gegenüberstellt. Die Biokapazität bezeichnet das Potenzial einer verfügbaren bioproduktiven Fläche, vom Menschen verbrauchte natürliche Ressourcen kontinuierlich zu regenerieren und Abfall sowie Abgase zu verwerten. Übersteigen Konsum- und Verhaltensweisen die verfügbare Biokapazität, spricht man von einem ökologischen Defizit.

Seit seiner Entwicklung ist das Konzept wissenschaftlichen Debatten ausgesetzt. Die Methodik weist unbestreitbar Stärken, aber auch einige Schwächen auf. Zu den Vorteilen des Instruments zählt, dass es die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen des Planeten eindringlich aufzeigt und dass das eigene Verhalten in unterschiedlichsten Lebensbereichen wie Mobilität, Ernährung, Wohnen und Freizeitkonsum einbezogen wird. Ebenso lässt sich mithilfe der Methode nicht nur der Ökologische Fußabdruck jedes einzelnen Individuums, sondern auch jener von Unternehmen, Städten, Regionen und Staaten ermitteln. Hervorzuheben ist zudem die einfache Verständlichkeit des Modells. Diese geht jedoch zulasten der Genauigkeit der Ergebnisse, da es vielschichtige Faktoren und Einflüsse auf eine Zahl reduziert, die diesem komplexen Sachverhalt nicht gerecht werden kann. Ein weiteres Defizit des Modells liegt in der Vernachlässigung von Atomenergie als beeinflussendem Faktor des Ökologischen Fußabdrucks. Denn es werden weder der Energieverbrauch von Atomkraftwerken, noch die risikoreiche Verbringung von radioaktivem Abfall mit in die Berechnung einbezogen.

 

Der Erde etwas Gutes tun: den eigenen Ökologischen Fußabdruck verkleinern

Möchtest Du den eigenen Lebensstil umwelt- und klimafreundlicher gestalten, empfiehlt es sich, den eigenen Ökologischen Fußabdruck im Internet zu ermitteln. Bereits dieser erste Schritt trägt zu einem besseren Verständnis des eigenen Konsumverhaltens bei und fördert die Veränderung der eigenen Lebensweise.

Zur aktiven Verkleinerung des eigenen Ökologischen Fußabdrucks gibt es in allen Lebensbereichen unzählige Möglichkeiten. Achte bei der Ernährung beispielsweise auf den Kauf regionaler und saisonaler Lebensmittel. Auch der Verzicht auf Fertigprodukte ist eine Wohltat für die Umwelt, werden diese doch mit hohem Energieaufwand hergestellt und häufig in Plastik verpackt. Selbst den Kochlöffel zu schwingen ist zudem nicht nur gut für die Umwelt, sondern bereitet insbesondere in der Gemeinschaft viel Freude und trägt so zum körperlichen Wohlbefinden bei. Entscheidest Du Dich für den bewussten Fleischverzicht und probierst so öfters vegetarische oder vegane Produkte aus, hilfst Du der Umwelt gleich doppelt. Der Verzicht auf Fleisch bedeutet nämlich, dass weniger Wälder für die Schaffung von Weideland oder zum Anbau von Soja gerodet werden und folglich weiterhin Kohlenstoffdioxid binden.

Kurze Wege kannst Du zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Ganz nebenbei tust Du so auch Deiner Gesundheit etwas Gutes, denn Bewegung hält den Organismus fit. Ebenso kannst Du das Leben in den eigenen vier Wänden umweltfreundlicher gestalten. Es bietet sich beispielsweise an, Stromfresser wie Fernseher, Computer und Stereoanlage nicht nur in den Standby-Modus zu versetzen, sondern sie komplett abzuschalten. Zudem empfiehlt sich ein dreimaliges Stoßlüften am Tag nach vorherigem Abschalten der Heizung. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima und spart jede Menge Heizenergie im Vergleich zum Fenster auf Dauerkipp.

 

Deinen Ökologischen Fußabdruck mit nachhaltig produziertem Strom reduzieren

Konventionell erzeugter Strom, der aus fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle gewonnen wird, gilt aufgrund der starken Emission von Treibhausgasen wie CO2 als wenig nachhaltig. Durch Wasserkraft produzierter Strom ist hingegen eine klima- und umweltfreundliche Alternative, zerstört jedoch oftmals das natürliche Ökosystem von Fließgewässern und beeinflusst damit den Lebensraum von Tieren. Wir von Vegan Strom setzen uns für die Erhaltung intakter Ökosysteme und das Wohlergehen von Tieren ein. Wir beziehen daher ausschließlich nachhaltig produzierten Strom, für den Lebewesen nicht leiden müssen. Neben unserem Einsatz für Tier und Umwelt tragen wir damit auch zur Verringerung des Ökologischen Fußabdrucks bei. Möchtest auch Du gern, dass nur noch veganer Strom aus der Steckdose kommt, stehen wir Dir bei Deinem Anbieterwechsel zu Vegan Strom gern mit Rat und Tat zur Seite!

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