Netzparität

Grid Parity – was ist damit gemeint?

Netzparität, auf Englisch „grid parity“, bezeichnet die Kostengleichheit für die eigene Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und für den Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Strom aus Erneuerbaren Energien – beispielsweise Photovoltaik oder Windkraftanlagen – ist in der Herstellung pro Kilowattstunde in der Regel teurer als die Stromherstellung in konventionellen Kraftwerken. Wer eine eigene Solaranlage oder ein Blockheizkraftwerk mit Biomasse betreibt, kann aber eine andere Rechnung aufmachen: Man zahlt nur für die eigentliche Stromerzeugung, und so kann selbstproduzierter Strom trotz hoher Erzeugungskosten genauso günstig werden wie konventioneller aus dem Netz. Dann wird von Netzparität gesprochen.

 

Wie kann eigener Solarstrom günstiger sein als Netzstrom von einem großen Versorger?

Einen nicht unerheblichen Teil des Strompreises für die Energie aus dem allgemeinen Stromnetz machen die Zusatzkosten aus: Netzentgelte, EEG-Umlage sowie Steuern und Abgaben. Da selbst erzeugter Solarstrom direkt aus der eigenen Anlage genutzt wird ohne den Umweg über das Stromnetz zu machen, ist er von diesen Kosten befreit. So können sich die relativ hohen Erzeugungskosten für eigenen Strom aus Erneuerbaren Energien ausgleichen und die Stromkosten genauso niedrig oder sogar niedriger als der Bezugspreis für Strom aus dem Netz sein. Diese sogenannte Netzparität ist in Deutschland für die Photovoltaik schon seit etwa 2011 erreicht. Finanziell lohnt es sich also eher, Strom selbst über Photovoltaik zu erzeugen und zu verbrauchen, als aus dem Netz zu beziehen.

 

Warum wird trotz Netzparität subventioniert?

Auch wenn Netzparität besteht und die Stromproduktionskosten bei einer eigenen Photovoltaikanlage unter den Bezugskosten für Strom aus dem allgemeinen Netz liegen, kann es sein, dass der Betrieb einer solchen Anlage wirtschaftlich nicht vorteilhaft ist. Das liegt daran, dass es auch bei kleinen Anlagen oft nicht möglich ist, den eigenen Strom direkt zu verbrauchen. Photovoltaikanlagen produzieren nicht unbedingt zu den Zeiten, wenn auch Strom abgenommen wird. Zu bestimmten Zeiten ist die Produktion viel zu hoch, zu anderen reicht sie nicht aus. Daher muss ein Teil der eigenen Stromerzeugung in das allgemeine Netz eingespeist werden. Zu anderen Zeiten wiederum muss der Verbraucher trotzdem Strom aus dem Netz zukaufen. Über die hoch bemessene Einspeisevergütung wird eben diese Stromeinspeisung in das allgemeine Netz staatlich subventioniert, damit dem Erzeuger durch den zeitversetzten Zukauf kein Verlust entsteht.

Ziel dieser Subventionierung ist die Förderung Erneuerbarer Energien im Sinne des Klimaschutzes. Denn so machen wir uns weniger abhängig von fossilen Energieträgern, die einen sehr hohen CO2-Ausstoß haben.

 

Netzparität für kommerzielle Stromproduzenten

Für kommerzielle Stromproduzenten hat Netzparität eine etwas andere Bedeutung als für Privatpersonen mit eigener Solaranlage. Für sie geht es um den Vergleich von Preisen für den Bezug von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Konventionellen Energien. Damit es hier zu einer Netzparität kommt, muss der Preis für regenerativen Strom deutlich niedriger sein. Das ist leider noch Zukunftsmusik, aber wenn dieses Ziel einmal erreicht ist, wird Ökostrom für alle Kunden zum gleichen oder zu einem günstigeren Preis angeboten als Strom aus fossilen Energien.

Wer selbst einen Beitrag zur Förderung Erneuerbarer Energien leisten möchte, sollte schon jetzt zu einem Ökostromanbieter wechseln. Vegan Strom setzt sich zusätzlich für das Tierwohl ein und verkauft nur Strom, bei dessen Erzeugung alle Ansprüche an den Tierschutz berücksichtigt werden.

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