Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Regelungen und Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein Gesetz zur Förderung des Ausbaus regenerativer Energiequellen. Damit sollen nicht nur Klima und fossile Rohstoffe geschont, sondern auch Langzeit- oder Ewigkeitskosten verringert werden, die bei der Nutzung konventioneller Energieträger entstehen. Des Weiteren ist auch die Weiterentwicklung sauberer Technologien ein Fokuspunkt. Warum das Erneuerbare-Energien-Gesetz ein Exportschlager ist, erfährst Du bei Vegan Strom.

 

Geschichte und Perspektiven des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ging im Jahr 2000 aus dem 1991 in Kraft getretenen Stromeinspeisungsgesetz hervor, dem weltweit ersten Gesetz dieser Art. Dieses verpflichtete Netzbetreiber dazu, Strom aus regenerativen Energiequellen, damals überwiegend von Kleinunternehmen bereitgestellt, in ihre Netze aufzunehmen und sicherte den Produzenten zugleich eine Mindestvergütung zu. Mit dem Inkrafttreten des EEGs am 1. April 2000 wurde das Gesetz jedoch ersetzt und die Förderung von Strom aus erneuerbaren Quellen gründlich überarbeitet. So kamen neben der Abnahmepflicht ebenso ein Vorrangprinzip für Erneuerbare Energien, eine Differenzierung und Anhebung der Vergütung, sowie der Einbezug weiterer Technologien wie Geothermie hinzu.

Im Laufe der Jahre wurden das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Vergütungszahlungen und die Ausbaukapazitäten durch neue Novellierungen immer weiter angepasst und ausdifferenziert. So fügte der Gesetzgeber zum Beispiel eine Entschädigungszahlung für Energieproduzenten hinzu, deren regenerativ erzeugter Strom aufgrund von Netzüberlastungen nicht eingespeist werden konnte. Auch Eigenstromerzeuger, etwa Besitzer von Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Eigenheimes, wurden vom Gesetz eingebunden und können die Vorteile des EEGs nutzen. Auf der anderen Seite legte der Gesetzgeber den großen Stromerzeugern jedoch auch gewisse Pflichten auf, zum Beispiel das Garantieren eines Grundlastanteils oder die verpflichtende Ansteuerbarkeit von Neuanlagen zur Deckung der Spitzenlast.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz legt ebenfalls Ausbaupfade fest, die einen prozentualen Anteil der Regenerativen Energien im deutschen Strommix zu bestimmten Meilensteinen vorsehen. So wurde 2009 beschlossen, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 30 Prozent unserer gesamten Stromerzeugung aus sauberem Strom besteht – dieses Ziel erreichte Deutschland bereits 2017. Die Novellierung von 2014 sieht einen Ausbau vor, der bis 2025 einen Anteil von 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 einen von 55 bis 60 Prozent anvisiert. Auch diese Prognosen sind realistisch oder wurden bereits übertroffen. So bestand der Nettoenergiemix in Deutschland 2019 bereits zu 46 Prozent aus Erneuerbarer Energie.

 

Die Vor- und Nachteile des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist der Anteil Regenerativer Energien in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Dies beruht nicht nur auf dem wachsenden Umweltbewusstsein oder Emissionssteuern, sondern ebenfalls darauf, dass die Investitionsrisiken in sauberen Strom durch die Einspeisevergütung drastisch gesunken sind. Hinzu kommt, dass durch den Ausbau von Solar- oder Windparks in ländlichen Gebieten ein finanzieller Gewinn durch die Verpachtung von Nutzflächen entsteht. Privatpersonen profitieren ebenfalls durch die Installation von Solarzellen auf ihren Dächern, egal ob durch den Eigenverbrauch oder durch die Vergütung bei Einspeisung ins Stromnetz. Nicht zuletzt werden durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien Arbeitsplätze geschaffen, nicht nur beim Bau und der Installation der Anlagen, sondern auch durch den Wartungsaufwand, der sich bei dezentralen Windparks und Solarparks ergibt.

Allerdings bringt das EEG nicht nur Vorteile mit sich. So führen das Vorrangsprinzip und die hohe Einspeisevergütung der Stromerzeuger zu höheren Strompreisen. Die Vergütung liegt über dem an der Strombörse üblichen Preis für Ökostrom, die Differenz wird über die EEG-Umlage an die Netzbetreiber zurückerstattet, um finanzielle Verluste und somit das Zusammenbrechen des Marktes für EE-Anlagen zu vermeiden. Zudem zahlen große Unternehmen mit hohem Energieverbrauch oft eine niedrigere EEG-Umlage, was wiederum zu einer stärkeren Belastung der restlichen Stromkunden führt. Ferner werden auch die Privilegierung von Grünstrom und die daraus eingeschränkte Wahlfreiheit von Marktpartnern kritisiert. Kritiker werfen dem Gesetz vor, dass es den Klimaschutz im Vergleich zu anderen Technologien, etwa umweltverträglichen Entwicklungen in konventionellen Kraftwerken, unnötig verteuere und dass es im Widerspruch zum EU-Emissionshandel stehe. In letzterem Fall übersehen die Kritiker jedoch häufig, dass die deutschen CO2-Einsparungen bereits im EEG erfasst sind und folglich nicht mehr gehandelt werden können.

Trotz aller Kritik am Erneuerbare-Energien-Gesetz hat es einen Vorbildcharakter für viele andere europäische Staaten und dient oftmals als Blaupause für die nationale Gesetzgebung unserer Nachbarn.

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz treibt die Energiewende voran

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein wichtiger Schritt in Richtung Ausbau der Regenerativen Energien und der notwendigen Energiewende getan. Und mit dem Voranschreiten der Verfügbarkeit sowie der Weiterentwicklung der Technologien werden die Strompreise schon bald unter denen der konventionellen Energien liegen. Bei den Stromgestehungskosten ist dies bei Onshore-Windkraft und großtechnisch genutzter Photovoltaik bereits der Fall. Dennoch kann der Ausbau der sauberen Energieerzeugung noch weiter und schneller gefördert werden, indem sich die Verbraucher bewusst für zertifizierten Ökostrom entscheiden. Und genau diese Art von Energie bietet Vegan Strom an. Wir möchten mit unserem Strommix sogar noch mehr erreichen und setzen uns daher nur für die Förderung der Energiequellen ein, die neben sauberem und nachhaltigem auch tierfreundlichen Strom erzeugen. Hierzu zählen Solarenergie, Geothermie und Gezeitenkraft, denn deren Anlagen sind regenerativ, klimaneutral und stellen ebenfalls keine Gefahr für Tiere dar. Auch Du kannst dabei helfen, diese Technologien zu fördern. Wechsele dafür einfach zu uns und hilf mit, die Energiewende zu beschleunigen.

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