Dunkelflaute

Kein Sonnenlicht, kein Wind, kein Strom

Eine Dunkelflaute beschreibt einen längeren Zustand, in der sowohl kein oder nur schwacher Wind weht beziehungsweise vollständige Windstille herrscht sowie übermäßige Bewölkung oder Nebel das zur Verfügung stehende Sonnenlicht stark mindern. In diesen Zeiten erzeugen Windräder und Solarzellen kaum bis gar keinen Strom, was selbstverständlich negative Auswirkungen auf die Stabilität des Stromnetzes haben kann. Welche Probleme aus einer Dunkelflaute resultieren und mit welchen Strategien sich diesen begegnen lässt, erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom.

 

Warum ist eine Dunkelflaute so problematisch?

Regenerative Energien sind den konventionellen in vieler Hinsicht überlegen, denn sie sind unabhängig von fossilen oder nuklearen Brennstoffen und produzieren außerdem umweltfreundlichen Strom. Allerdings sind einige erneuerbare Energiequellen wetter- sowie tages- und jahreszeitabhängig und gelten somit als unzuverlässig, allen voran Photovoltaik- und Windenergieanlagen. Folglich können sie nicht allein die Sicherheit der Stromversorgung gewährleisten.

Bei einer Dunkelflaute weht über mehrere Tage kein oder nur ein sehr schwacher Wind. Gleichzeitig schränkt starke Bewölkung die Sonneneinstrahlung ein. Windräder laufen, wenn überhaupt, höchstens in Teillast und liefern somit nur eine geringe Strommenge. Auch Solarzellen können bei dieser Wetterlage ihr Potential nur zu einem geringen Prozentsatz ausschöpfen. Sie produzieren also ebenfalls nur sehr geringe Mengen Strom. Besonders im Winter, wo Sonnenstunden ohnehin recht rar sind, zeitgleich aber ein hoher Energiebedarf besteht, ist eine Dunkelflaute problematisch. Energieexperten bezeichnen diesen Umstand präziser als „kalte Dunkelflaute“.

 

Welche Lösungen existieren, um einer Dunkelflaute zu begegnen?

Photovoltaik und Windkraft allein können keine stabile Stromversorgung garantieren. Andere Technologien müssen sie ergänzen. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen. Die wohl einfachste Methode ist der (zusätzliche) Einsatz von sogenannten grundlastfähigen Kraftwerken, also Anlagen, die dauerhaft und unabhängig von unbeeinflussbaren Faktoren Strom bereitstellen. Hierzu zählen zum Beispiel alle Konventionellen Energien, jedoch auch einige regenerative, etwa Biomasse, Geothermie sowie Wasserkraft, ferner und in geringerem Rahmen auch Solarthermie.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Speichertechnologien für Erneuerbare Energien weiter auszubauen. Dies kann durch große Batteriefarmen, Wärmespeicher oder aber Power-to-Gas geschehen. Bei der letztgenannten Methode werden regenerative, speicherbare Kraftstoffe wie etwa Wasserstoff oder Synthesegas erzeugt, die sich aus Wasser und überschüssigem Strom mittels Elektrolyse und Methanisierung gewinnen lassen.

Nicht zuletzt kann eine Stabilisierung auch durch den Ausbau des überregionalen oder internationalen Stromnetzes erfolgen. So könnte die lokale oder regionale Stromerzeugung bei vereinzelten Dunkelflauten von außerhalb unterstützt werden. Infolgedessen entstünde zum Beispiel ein europäisches oder sogar globales Stromnetz, welches bei Bedarf Stromüberschüsse in Sektoren mit Stromengpässen sendet.

 

Eine Dunkelflaute muss keinen Blackout bedeuten

Moderne Speichertechnologien können helfen, den Auswirkungen einer Dunkelflaute zu begegnen. Selbiges gilt für einen Mix aus Regenerativen Energien, ohne dass konventionelle Kraftwerke einen Beitrag leisten müssen. Folglich ist eine klimaneutrale Energiewende selbst unter Berücksichtigung dieser temporären Probleme realisierbar. Dies ist sogar der Fall, wenn man ebenfalls auf alle erneuerbaren Energiequellen verzichtet, deren Anlagen eine Gefahr für Ökosysteme und Lebewesen darstellen. Vegan Strom setzt daher neben Solarenergie auch auf Geothermie und Gezeitenkraft, damit Deine Versorgung mit sauberem, regenerativem und tierfreundlichem Strom rund um die Uhr gewährleistet ist. Möchtest auch Du mit Deinem Stromanbieter etwas für das Wohl unseres Planeten und der Tierwelt tun, dann wechsele noch heute zu uns!

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