Braunkohle

Braunkohle: Das Ergebnis kurzer Inkohlung

Als Braunkohle wird ein recht junges Produkt der Inkohlung, also dem bio- und geochemischen Prozess der Kohleentstehung, bezeichnet. Es erfolgt je nach Inkohlungszeit eine Unterteilung in Weich-, Hart-, Matt- und Glanzbraunkohle. Verwendung fand sie früher vor allem beim Heizen in Öfen, heutzutage kommt sie hingegen überwiegend in Kraftwerken zum Einsatz. Das Lexikon von Vegan Strom verrät Dir mehr zu diesem fossilen Brennstoff.

 

Die Entstehung von Braunkohle

Kohle entsteht aus organischem Material durch die sogenannte Inkohlung, bei der sowohl biochemische Prozesse durch Mikroorganismen, als auch geochemische Prozesse mittels Druck und Erdwärme wirken. In der ersten Inkohlungsphase werden abgestorbene Pflanzenteile durch Bakterien abgebaut und es bildet sich Torf. Diesen pressen die beständig darüber entstehenden Pflanzen- und Torfschichten immer stärker zusammen und entziehen so den unteren Torfschichten Wasser. Damit reichert sich dort der Kohlenstoffanteil an. In der zweiten, der geochemischen Phase der Inkohlung, findet sie mehr und mehr abiotisch statt. Wasser-, Methan- und Kohlendioxidanteil sinken dann aufgrund von Temperatur und dem Druck der übergelagerten Schichten. So entsteht zuerst Braunkohle, dann Steinkohle, und schlussendlich Graphit.

Bei Braunkohle ist die Inkohlung schwächer verlaufen und noch nicht so weit fortgeschritten wie bei Steinkohle, sie ist also die „jüngere“ Kohleform und hat eine eher faserige, holzartige Struktur sowie einen höheren Wasseranteil. Die in Deutschland vorkommende Braunkohle entstand größtenteils im Tertiär, also vor etwa 65 bis 2 Millionen Jahren. Da sie von weitaus weniger Sedimentschichten bedeckt ist, wird sie für gewöhnlich im Tagebau gewonnen.

 

Wofür wird Braunkohle verwendet?

Braunkohle kommt nach ihrer Verarbeitung überwiegend als Brennstoff für verschiedene Zwecke zum Einsatz. In den letzten Jahrzehnten, in Westdeutschland bis in die 1960er Jahre und im Osten bis in die 1990er, nutzte man sie oft auch zum Heizen von Öfen in Wohnungen und Häusern. Energieexperten sprechen in diesem Zusammenhang auch von Hausbrand. Zwischenzeitlich verfeuerten die Deutschen sogar mehr als die Hälfte der geförderten Braunkohle in Form von Briketts. Das weitaus effektivere Erdöl und Erdgas verdrängte die Kohle jedoch zunehmend als Heizstoff.

Heutzutage findet Braunkohle überwiegend in Kraftwerken Verwendung. Es werden nach dem Stand von 2017 rund 90 Prozent des gemahlenen und getrockneten Brennstoffs zur Stromerzeugung genutzt. So stellt die Braunkohleverstromung in etwa ein Viertel des gesamten deutschen Stroms bereit.

Ferner wird Braunkohle auch für weitere Zwecke eingesetzt und dafür dementsprechend anders veredelt. So nutzt man Braunkohlekoks zum Beispiel als Brennstoff für die Eisen- und Stahlproduktion, er dient jedoch auch als Absorptionsmittel für die Schadstoffe bei der Wasseraufbereitung oder Müllverbrennung. Braunkohle findet ebenfalls in verschiedenen Wachsen wie etwa Schuhcreme oder Bohnerwachs Verwendung.

 

Braunkohle ist der umweltschädlichste Energieträger

Mit einem CO2-Ausstoß von 850 bis 1200 Gramm pro Kilowattstunde Strom ist Braunkohle der mit Abstand schmutzigste Energielieferant, sogar noch vor Steinkohle mit einem Ausstoß von 750 bis 1100 Gramm. Damit trägt Braunkohle maßgeblich zum Klimawandel bei. Gleichzeitig zerstört der Kohlebergbau ganze Landschaften und Ökosysteme, die in Zukunft teuer und aufwendig saniert werden müssen. Braunkohlekraft kann also nicht die Energie der Zukunft sein. In Deutschland ist daher ein Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 geplant – nur so kann eine nachhaltige Energiewende gelingen.

Um die Umwelt zu schützen und uns von unserer Abhängigkeit von endlichen fossilen Brennstoffen zu lösen, muss die Stromerzeugung zukünftig vollständig über Regenerative Energien geschehen. Nur so können wir eine Klimakrise abwenden und unseren Planeten retten. Dies ist eines der Hauptziele von Vegan Strom. Wir versuchen mit dem von uns angebotenen Strommix, diesem Ziel näher zu kommen. Doch anders als andere Ökostrom-Anbieter achten wir bei unserem Strom ebenfalls darauf, dass bei seiner Erzeugung kein Tier zu Schaden kommt. Möchtest auch Du mehr für das Tierwohl tun, dann kontaktiere uns und wir helfen Dir gern, zu Vegan Strom zu wechseln.

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