Artenschutz

Hilft Tierarten, deren Überleben gefährdet ist

Durch das stete Eingreifen des Menschen in ursprünglich intakte Ökosysteme ist die natürliche Vielfalt von Fauna und Flora vor allem in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Erde stark zurückgegangen. Umso wichtiger ist daher ein zielgerichteter Artenschutz, der die bestehende Biodiversität bewahrt und das Überleben gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sichert. Alles Wissenswerte rund um das Thema Artenschutz erfährst Du im Lexikon von Vegan Strom!

 

Artenschutz: lokal und global eine Herausforderung

Der Artenschutz ist heute wichtiger denn je. Durch die stete Zurückdrängung und Zerstörung der vielfältigen Flora und Fauna unseres Planeten durch den Menschen hat sich eine große Notwendigkeit ergeben, existierende Bestände zu pflegen und in ihren Vorkommen reduzierte Bestände zu schützen, um eine Bestandserholung und somit ein Überleben der Art zu ermöglichen.

Mediale Aufmerksamkeit erfährt das Thema Artenschutz vor allem dann, wenn Arten wie der Chinesische Flussdelfin vollständig aussterben oder das weitere Bestehen vom Menschen in höchste Gefahr gebracht wurde wie etwa beim Nördlichen Breitmaulnashorn. Eine große Gefahr für den Artenschutz sind Überfischung und Wilderei. Tierschutzexperten schätzen, dass allein in der Neuzeit wohl über 1.500 Säugetierarten für immer von der Erde verschwunden sind. Hinzu kommen unzählige Vögel, Reptilien, Insekten und Pflanzen. Manche von ihnen konnten Forscher noch nicht einmal umfassend bestimmen.

Besonders gefährdet sind beispielsweise Nashörner und Elefanten, die vor allem auf dem afrikanischen Kontinent gejagt und getötet werden. Das Elfenbein der Elefantenstoßzähne dient vor allem der Schmuckherstellung. Ebenso fallen exotische Großkatzen wie Tiger den Wilderern zum Opfer. Ihren Knochen wird in der asiatischen Heilkunde, vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Auch der Handel mit Menschenaffen hat stark zugenommen. Unsere nächsten Verwandten werden oftmals als Haustiere gehalten oder als sogenanntes Buschfleisch verkauft.

Doch nicht nur in den fernen Ländern Asiens und Afrikas sind Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Auch direkt vor unserer eigenen Haustür schrumpfen Bestände. Tier- und Pflanzenarten drohen für immer verloren zu gehen. Die Rote Liste, die in Deutschland seit 1971 vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) veröffentlicht wird, informiert über den Zustand sowie die Entwicklung der Bestände in Wald und Flur. Ebenso wie Kapitel 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG), das 1976 in Kraft getreten ist, dient auch die Rote Liste dem Artenschutz.

Dank konzertierter Aktionen gelang es in Deutschland, das Aussterben von Arten gezielt zu verhindern. In Sachsen wurde im Jahr 2012 die Einführung einer Weißen Liste beschlossen. Diese enthält Beispiele positiver Entwicklungen einzelner, ursprünglich gefährdeter oder stark gefährdeter Arten, deren Bestand sich stabilisiert bzw. erholt hat. Dazu zählen etwa der Biber und die Kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, die im Zuge des Baus der Dresdner Waldschlößchenbrücke nationale Berühmtheit erlangte. Auch der Wolf ist zurück in Deutschland. Seine Wiederansiedelung ist ein Beispiel für erfolgreichen Artenschutz.

 

Wie Du zum Artenschutz beitragen kannst

Artenschutz hängt nicht nur von staatlichen Maßnahmen und Institutionen ab. Jeder Einzelne kann ebenfalls einen Beitrag zum Schutz von wilden Tieren und Pflanzen leisten. Zunächst solltest Du Dich unter anderem mithilfe der Roten Liste über gefährdete Wildtiere und -pflanzen informieren und in Deinem Umfeld zur Verbreitung von Wissen und zur Sensibilisierung für die Gefahr beitragen. Ebenfalls kannst Du lokal, national oder international agierenden Naturschutzorganisationen wie dem WWF oder NABU beitreten und diese bei ihrer Arbeit unterstützen.

In Deiner Freizeit empfiehlt sich der Besuch von Naturschutzgebieten. Hier erfahren vor allem Familien mit Kindern viel über die Bedeutung eines umweltfreundlichen Verhaltens. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: Du solltest keinen Müll in der Natur entsorgen. Achte außerdem auf Dein Konsumverhalten und vermeide den Kauf von Schmuck aus Elfenbein und Kleidung aus Echtpelz.

Artenschutz beginnt oftmals ganz unscheinbar im Kleinen: Besitzt Du einen eigenen Garten, kannst Du Dich für das Anpflanzen heimischer Wildpflanzen wie Natternkopf, Tauben-Skabiose, Purpur-Fetthenne und Blut-Storchschnabel entscheiden, die im Vergleich zu gezüchteten Kulturpflanzen bereits optimal in das hiesige Ökosystem eingebunden und dadurch deutlich robuster gegenüber Umwelteinflüssen sind. Sie bieten vor allem Insekten und Vögeln Lebensraum und dienen als Nahrungsquelle.

Ebenso kannst Du in Deinem Garten ein Insektenhotel bauen, das Du nach Deinen eigenen Vorstellungen gestaltest und bestückst. Damit bietest Du Ameisen, Marienkäfern und verschiedenen Bienenarten einen Unterschlupf und Nistplatz. Von einer solchen Herberge für Insekten in Deinem Garten profitierst Du übrigens am meisten, denn Bienen, Wespen und Hummeln, die in den Insektenhotels Halt machen, tragen zudem zu einer zügigeren Bestäubung der Gartenpflanzen bei. Das heißt für Dich: Du kannst mehr Obst und Gemüse ernten. Ebenso gelten vor allem Marienkäfer als natürliches Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen wie Blattläusen und helfen so den Pflanzen beim gesunden Wachstum. Sie legen Ihre Eier besonders gern auf Brennnesseln ab. Also gib bitte auch vermeintlichen „Unkräutern“ in Deinem naturnahen Garten eine Chance. Sie sind Futter für viele heimische Nützlinge. Die Verwendung von Pestiziden schadet hingegen sowohl dem Boden als auch den Tieren.

 

Mit veganem Strom für Tier und Umwelt

Auch wir von Vegan Strom möchten zur Pflege und zum Schutz des vielfältigen Tier- und Pflanzenreichs beitragen und weiteres Artensterben verhindern. Daher beziehen wir unseren Energiemix ausschließlich von Zulieferern, die ihren Strom nachhaltig sowie tier- und umweltfreundlich produzieren und transportieren.

Ein Großteil der heute hergestellten Energie wird mithilfe von endlich verfügbaren Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl in Kraftwerken produziert. Diese konventionellen Formen der Energiegewinnung möchten wir so schnell wie möglich überflüssig machen, da sie Tier, Mensch und Umwelt in erheblichem Maße Schaden zufügen. Unser Strommix wird daher ausschließlich durch Erneuerbare Energien gedeckt. Sie nutzen die Kraft der Gezeiten, der Sonne und der Geothermie. Möchtest auch Du zum Erhalt der Ökosysteme und zum Artenschutz beitragen, dann wechsele noch heute zu Vegan Strom!

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