Angeln

Angeln ist eine kontroverse Angelegenheit: Angler zwischen Gewässerschützer und Tierquäler

Der Begriff „angeln“ beschreibt im Allgemeinen die Ausübung der Fischerei mit einer Handangel. Im technischen Sinn ist damit der Fang von Fischen mit einer flexiblen Angelrute, einer Angelschnur und einem Köder gemeint. Grundsätzlich lässt sich zwischen Freizeitangeln, sportlichem Wettangeln und Berufsangeln unterscheiden. In Deutschland ist Angeln nur mit einem Fischereischein erlaubt. Für den umgangssprachlich auch als „Angelschein“ bezeichneten Nachweis bedarf es einer Prüfung, die die Sachkunde des Anglers bestätigt. Nach Angaben des Deutschen Naturschutzbundes e. V. (NABU) gibt es in Deutschland etwa 1,6 Millionen aktive Angler, die in Anglervereinen und Anglerverbänden organisiert sind. Schätzungen zufolge soll die Zahl der gelegentlichen Freizeitangler jedoch weitaus höher liegen. Umfragen gehen von etwa von 5 bis 6 Millionen Freizeitanglern in Deutschland aus.

 

Ein Angel-Gerangel um den Naturschutz

Der Deutsche Angelfischerverband e. V. (DAFV), bezeichnet das Angeln in Deutschland als nachhaltig, zeitgemäß und gesellschaftlich bedeutsam. Als Sprachrohr der Angler gibt der DAFV zu bedenken, dass viele Anglerverbände gleichzeitig auch Naturschutzverbände sind: Sie renaturieren Gewässer, d. h. sie versuchen, naturnahe Lebensräume für die Wasserlebewesen wiederherzustellen. Sie richten außerdem Brutplätze für Vögel ein, beseitigen an den Ufern von Seen, Bächen und Flüssen Müll und sie versuchen gleichzeitig, die Gewässerverschmutzung einzudämmen. Eine wichtige Rolle spielt auch der Artenschutz. Viele Anglervereine engagieren sich bei Wiederansiedelungsprojekten und helfen bei der Aufzucht von Jungfischen, mit denen dann geeignete Gewässer besetzt werden. Ohne dieses Engagement sähe die Zukunft für manche Fischarten wie z. B. Huchen, Meerforelle oder Karausche sehr düster aus. In manchen Naturschutzgebieten darf dennoch unter Einhaltung strenger Bestimmungen gefischt werden. Die Nutzung der Gewässer ist von den Behörden als Betreuungsmaßnahme anerkannt, die dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung des Naturschutzgebietes dient.

Umweltschützer und Tierschützer sehen das Angeln jedoch deutlich kritischer. Sie werfen insbesondere den Hobby- und Freizeitanglern eine so genannte „Faunenverfälschung“ vor. Damit gemeint ist eine gezielte Veränderung des Artenbestandes in Seen, Teichen und Flüssen. Dazu kommt es, wenn fremde Arten gezielt eingesetzt werden. Hobbyanglern wird außerdem unterstellt, dass sie für ihre Angeltrophäen den Bestand an Speisefischen, z. B. Forellen oder Karpfen, in Gewässern bewusst erhöhen und somit die Stabilität des Ökosystems riskieren. Menschliche Eingriffe in eine intakte Fauna können letztlich verheerende Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht haben. Global betrachtet bedroht die Fischerei die Fischbestände weltweit – nicht nur im Süßwasser, sondern vor allem im Salzwasser. Überfischung sorgt dafür, dass unsere Weltmeere fast leer sind. Ein Viertel der weltweiten Speisefischbestände gilt als überfischt.

Ein weiterer Kritikpunkt von Naturschützern ist das beim Angeln übliche so genannte „Anfüttern“. Um ihren Fang zu erhöhen, verwenden Angler Anlockfutter. Jeder Angler schwört dabei auf seine eigene Rezeptur der Futtermischung. Zum Anlocken von Karpfen wird beispielsweise relativ viel Köderfutter benötigt. Gelingt es den angelockten Fischen nicht, das komplette Köderfutter zu fressen, sinkt der übriggebliebene Teil zu Boden. Dort zersetzt er sich und kann unter anderem Stickstoff freisetzen. Der Stickstoff wiederum regt das Algenwachstum an, das in einer verheerenden Algenblüte münden kann, denn sie bindet den im Wasser gelösten Sauerstoff. Spätestens dann gerät der Fischbestand im Gewässer unter starken Stress. Viele Fische überleben dies nicht. Es kommt zum Fischsterben. Der Anglerverband Niedersachsen jedoch bestreitet diesen Vorwurf. Der Verband argumentiert vielmehr, dass Angler den Gewässern über die Fischentnahme insgesamt Nährstoffe entziehen und ein moderates Anfüttern sogar die Nährstoffentnahme erhöhen würde.

 

Entspannung, Wettkampf oder Tierquälerei

Als Gründe für das Angeln führen Hobby- und Freizeitangler vor allem die Entspannung an. Sie können beim geduldigen Warten auf den Biss zur Ruhe kommen und genießen die Naturerlebnisse. Viele Angler jedoch betreiben das Hobby nicht, um sich zu erholen und mit dem Fang ihren Speiseplan zu bereichern. Manche suchen einfach nur den Wettbewerb mit Gleichgesinnten. Beim Wettangeln oder dem „Catch and Release“ (Fangen und Freilassen) steht das sportliche Messen im Vordergrund. Hier schlägt der Deutsche Tierschutzbund e. V. Alarm. In den Augen der Aktivisten sind diese Methoden tierschutzwidrig, denn während des Wettangelns werden die Fische außerhalb des Wassers gewogen und vermessen. Die Fische erleiden Atemnot, Stress und Todesangst. In immer mehr Ländern setzt sich die Erkenntnis durch, dass Wettangeln Tierquälerei ist und damit verboten sein sollte.  Beim „Catch and Release“ geht es ebenfalls darum, möglichst große Fische mit speziellen Angelhaken und Ködern zu fangen. Auch hierbei wird der Fisch „dokumentiert“, d. h. vermessen und gewogen. Häufig lassen sich die Angler außerdem mit ihrem größten Fisch fotografieren und posieren mit ihren „Trophäen“ stolz in den sozialen Medien. Tierschutzorganisationen wie „PETA“ sehen dieses Vorgehen äußerst kritisch, denn Fische unterstehen als Wirbeltiere definitiv dem Tierschutzgesetz – haben aber keine Lobby.

Obwohl sich Angervereine und -verbände auf ein waidgerechtes Angeln berufen, kommt es immer wieder zu Verstößen und zur Nichteinhaltung der Tötungsrichtlinien – auch bei der gewerblichen Fischerei. Letztlich stammt etwa die Hälfte der in Deutschland angebotenen Fische aus Aquakulturen. Hierbei werden Speisefische im industriellen Maßstab aufgezogen, gemästet und geschlachtet. Obwohl auch bei Fischen eine Betäubung vor der Schlachtung vorgeschrieben ist, kann es auch hier zu Fehlern kommen und damit das Leid der Fische vergrößern.

 

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Tierwohl