Ein veganes Leben bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich und trägt nicht zuletzt dazu bei, das Tierleid zu verringern, das bei der Produktion von tierischen Produkten entsteht. Wie jede andere Lebensweise ist aber auch der Veganismus mit einigen Nachteilen verbunden. Über diese solltest Du Bescheid wissen, bevor Du Dich zu einer so großen Veränderung entschließt. Vegan Strom verrät Dir, was Dich erwartet!

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Achte auf eine ausgewogene Ernährung!

Wenn Du ein veganes Leben führen möchtest, dann solltest Du vor allem auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Du kannst nicht einfach Fleisch, Eier und Milchprodukte durch Äpfel und Möhren ersetzen und davon ausgehen, dass Du mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt bist. Eine gesunde Ernährung umfasst auch alle wichtigen Mikronährstoffe, die der menschliche Körper zum Überleben benötigt. Dazu gehören neben Vitaminen auch Mineralien wie zum Beispiel Natrium, Kalium, Eisen oder Iod. Von diesen Stoffen benötigt Dein Körper eine bestimmte Menge, um richtig zu funktionieren, so zum Beispiel rund 1,5 Gramm Natrium oder 10 bis 15 Milligramm Eisen pro Tag.1

Das bedeutet natürlich nicht, dass Du jeden Tag genau diese Menge des jeweiligen Nährstoffs aufnehmen musst. Es handelt sich vielmehr um Durchschnittswerte. Viele Nährstoffe kann Dein Körper zudem anreichern, wenn Du sie ihm zuführst, und dann nach Bedarf aus seinen eigenen Reserven entnehmen. Du kannst also zum Beispiel an einem Tag 20 Milligramm Eisen aufnehmen und an einem anderen nur 5 Milligramm und bist trotzdem bestens versorgt.

Besonders wichtig bei einer veganen Ernährung ist, dass Du darauf achtest, ausreichend Vitamin B12 aufzunehmen. Dieses Vitamin ist von entscheidender Bedeutung für die Funktion der Nerven im Körper. Ein Mangel an Vitamin B12 zieht im schlimmsten Fall schwere neurologische Schäden bis hin zur Demenz oder zu Lähmungen nach sich. Wenn die betroffenen Nerven einmal geschädigt sind, dann ist ihre Funktion unwiederbringlich verloren, weshalb Du auf gar keinen Fall einen Vitamin-B12-Mangel entstehen lassen solltest.

Vitamin B12 bildet sich in der Natur im Darm von Tieren und gelangt durch deren Ausscheidung in die Umwelt. Wildlebende Tiere nehmen es auf, wenn sie Pflanzen oder Früchte fressen, die mit diesen Ausscheidungen in Kontakt gekommen sind; Nutztieren wird es häufig auch als Zusatz über das Futter verabreicht. Der Mensch hingegen nimmt Vitamin B12 bei einer herkömmlichen Ernährung über tierische Lebensmittel auf. Dass er auch das B12 in bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln wie Sauerkraut verstoffwechseln kann, gilt nach derzeitigem Stand der Wissenschaft als zweifelhaft. Anstatt Dich auf diese Möglichkeit zu verlassen, solltest Du besser zu B12-Tabletten greifen, die Deinen Körper mit synthetischem Vitamin B12 versorgen.

 

Setz auf frische Lebensmittel und selbst gekochte Gerichte!

Neben einer ausgewogenen Nährstoffversorgung solltest Du auch darauf achten, Dich hauptsächlich von frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu ernähren. Das bedeutet, dass Du nicht einfach alle Gerichte, die Du zuvor gerne gegessen hast, nun in einer veganen Variante kaufen solltest. Ein veganer Hamburger, vegane Wurst und veganer Käse mögen ihren Platz auf Deinem Speisezettel haben, sie sollten aber die Ausnahme bleiben. Der weitaus größte Teil Deiner Ernährung sollte stattdessen, wie bei jeder anderen Ernährungsform auch, aus frischem Obst und Gemüse, aus Reis, Getreide, Nüssen, Schalenfrüchten und so weiter bestehen.

Das bedeutet nicht, dass eine vegane Ernährung in irgendeiner Weise langweilig oder einseitig sein muss. Wenn Du Dich noch ganz am Anfang Deines veganen Lebens befindest, lohnt es sich, in das ein oder andere vegane Kochbuch hineinzuschauen und dabei auch an andere Kulturen zu denken. In vielen Teilen der Welt machen vegane und vegetarische Speisen einen Großteil der lokalen Küche aus, so zum Beispiel in ostasiatischen Ländern. Nicht umsonst stammen ja auch Tofu und Sojamilch aus dem Fernen Osten.

Und wenn Du Dich im Alltag vielseitig und gesund ernährst, dann ist es auch kein Problem, wenn Du Dir ab und an einmal einen veganen Hamburger oder ein veganes Eis gönnst.

 

Nimm Dir die Kritik anderer Menschen nicht zu Herzen!

Manche Menschen scheinen die Entscheidung anderer, sich vegan ernähren zu wollen, als einen Angriff auf ihre eigene Lebensführung anzusehen. Vielleicht fühlen sie sich ertappt oder meinen, dass sie erklären müssten, warum sie selbst Fleisch und andere tierische Produkte zu sich nehmen, obwohl sie doch um die Zustände in der Massentierhaltung wissen. Häufig bekommen Veganer dann folgendes zu hören:

  1. „Eine vegane Ernährung führt zu Mangelerscheinungen.“
    Natürlich kann sich auch ein vegan lebender Mensch falsch ernähren. Wer nicht auf die Nährstoffe in seinem Essen und auf die Bedürfnisse seines Körpers achtet, der kann einen Nährstoffmangel entwickeln. Das ist aber kein rein vegetarisches oder veganes Problem, sondern gilt ebenso für eine herkömmliche Ernährung mit Fleisch, Milchprodukten und Eiern.
  2. „Eine vegane Ernährung ist nicht gut für Babys / Kinder / Schwangere / Alte.“
    Der Mensch braucht in jeder Phase seines Lebens eine andere Nährstoffversorgung, die auf die Bedürfnisse seines Körpers abgestimmt ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) spricht sich nicht für eine vegane Ernährung von Schwangeren und Heranwachsenden aus,2 andere Verbände sehen darin kein Problem. Voraussetzung ist natürlich, dass Du Dich mit den Anforderungen der Ernährung für die jeweilige Lebenslage auseinandersetzt und gegebenenfalls eine Ernährungsberatung aufsuchst.
  3. „Wenn sich alle Menschen vegan ernähren wollen, dann müssen die Regenwälder abgeholzt werden, um Platz für die ganzen Sojafelder zu machen.“
    Das ist natürlich völliger Unsinn. Denn zum einen würden ja riesige Ackerflächen freiwerden, die heute dem Anbau von Futterpflanzen für Tiere dienen. Wenn diese Flächen stattdessen direkt für die Versorgung von Menschen genutzt würden, bräuchte es kein oder kaum neues Ackerland. Zum anderen spielt Soja in einer ausgewogenen veganen Ernährung ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Die wichtigsten Lebensmittel sind Obst, Gemüse, Nüsse, Schalenfrüchte und so weiter. Übrigens … sei es nur am Rande erwähnt: Der Großteil des bereits heute produzierten Sojas endet als Tierfutter.
  4. „Eine vegane Ernährung ist einseitig und langweilig.“
    Wer so argumentiert, der hat sich noch nie darüber informiert, wie vielseitig die vegane Welt wirklich ist. Das schließt nicht nur Ersatzprodukte mit ein, wie etwa vegane Wurst und veganen Käse, sondern vor allem all die verschiedenen Arten von Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln. Und er hat noch nie darüber nachgedacht, dass ein rein ideologischer Verzicht auf alle veganen Lebensmittel noch viel einseitiger ist.

Wenn jemand Deine Entscheidung für ein veganes Leben kritisiert, dann solltest Du diese Person natürlich aufklären, aber nicht bedrängen. Niemand lässt sich gern belehren, schon gar nicht bei etwas, das so eng mit der eigenen Identität verbunden ist wie das Essen. Wenn Dir etwas daran liegt, die Menschen in Deinem Umfeld vom Veganismus zu überzeugen, dann demonstriere ihnen lieber, wie gut Dir das vegane Leben tut und wie wohl Du Dich damit fühlst. Familie und Freunden kannst Du natürlich auch anbieten, sie einmal vegan zu bekochen. Oder Du zeigst ihnen Wege auf, wie sie vegane Verhaltensweisen ohne große Mühe in ihren Alltag integrieren können, zum Beispiel indem sie in Zukunft auf Schuhe aus Echtleder verzichten oder mit einem Wechsel zu Vegan Strom auf eine umwelt- und tierfreundliche Stromversorgung setzen.

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