Veganismus gegen den Klimawandel

Was Du als Veganer gegen die Erderwärmung tun kannst

Der Klimawandel ist eines der bedeutendsten Themen unserer Zeit. Vielen Menschen ist es wichtig, selbst etwas zur Verringerung dieses Problems beizutragen. Ein Schritt auf diesem Weg kann auch der Veganismus sein, denn durch die Umstellung auf ein veganes Leben machst Du Deine Ernährung und viele andere Aspekte Deines Lebens deutlich klima- und umweltfreundlicher.

 

Der CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Deutschen

Laut einer Studie des Bundesumweltministeriums verursachte im Jahr 2016 jeder Deutsche im Durchschnitt 9,6 Tonnen CO2-Emissionen. Das ist etwa doppelt so viel wie der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Weltbevölkerung, der bei etwa 4,8 Tonnen pro Jahr liegt. Das heißt auch, dass die Deutschen, obwohl sie nur etwa 1,1 Prozent der Weltbevölkerung darstellen, für fast 2 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Das ist deutlich zu viel!

Natürlich ist ein wichtiger Faktor dieser hohen CO2-Emissionen die deutsche Wirtschaft: Deutschland ist eine bedeutende Industrienation, die in die ganze Welt exportiert. Doch auch die deutschen Privathaushalte tragen viel zu den hohen Emissionen bei. Dieselbe Studie des Bundes kommt zu dem Schluss, dass in Privathaushalten etwa 10,2 Prozent der CO2-Emissionen entstehen. Es kann also jeder durch eine Anpassung des eigenen Lebens dazu beitragen, dass CO2 eingespart und der Planet, auf dem wir leben, geschützt wird.

Um zu wissen, woran ein jeder von uns sparen kann, ist es zunächst einmal wichtig, darüber Bescheid zu wissen, worauf sich die CO2-Emissionen eines Durchschnittsdeutschen eigentlich verteilen. Auch hierzu liefert genannte Studie eine informative Aufgliederung:

  • Ernährung: 1,75 t (= 15 %)
  • Sonstiger Konsum (z. B. Kleidung, Haushaltsgeräte, Freizeit): 4,42 t (= 38 %)
  • Strom: 0,79 t (= 7 %)
  • Heizung: 1,75 t (= 15 %)
  • Mobilität (außer Flugreisen): 1,61 t (= 14 %)
  • Flugreisen: 0,58 t (= 5 %)
  • Öffentliche Emissionen (z. B. Abfallentsorgung, Wasserversorgung): 0,73 t (= 6 %)

An den CO2-Emissionen öffentlicher Dienste kann der Einzelne natürlich nichts ändern. Worauf aber jeder selbst Einfluss hat, ist das eigene Verhalten und der eigene Konsum. Sowohl regionale und saisonale Lebensmittel als auch nachhaltig produzierte Kleidung, Pflegeprodukte, etc. können mit vergleichsweise geringem Aufwand dazu beitragen, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Gleiches gilt für die Wahl eines nachhaltigen Stromanbieters, der auf erneuerbare Energieträger setzt. Und natürlich gibt es auch in der Mobilität Möglichkeiten, sich umweltfreundlich zu verhalten, etwa durch den Kauf eines Elektroautos oder dadurch, soweit wie möglich auf den öffentlichen Nahverkehr zu setzen bzw. kurze Wege einfach zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

 

Wie die Agrarindustrie dem Klima und der Umwelt schadet

Als Veganer hast Du bereits einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Verringerung Deiner CO2-Emissionen getan. Denn dadurch, dass Du konsequent auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichtest, setzt Du nicht nur ein klares Zeichen gegen das Tierleid in der landwirtschaftlichen Industrie, sondern auch gegen die mit der Produktion tierischer Lebensmittel verbundenen großen Treibhausgasemissionen, gegen den Klimawandel und gegen die Zerstörung der Umwelt.

Die industrielle Tierzucht ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen auf der Welt. Sie ist allein für 14,5 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich, was der Hälfte der Treibhausgasemissionen der gesamten Landwirtschaft entspricht. Die andere Hälfte entfällt auf den Ackerbau. Doch 70 Prozent der etwa eine Milliarde Hektar Ackerland auf unserem Planeten stehen ebenfalls im Dienst der Tierzucht: Dort erfolgt der Anbau von Futterpflanzen. Pflanzliche Nahrung für den Menschen wächst tatsächlich nur auf etwa 5,2 Prozent der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fläche. Allein dieser Vergleich macht deutlich, welchen großen Anteil am Klimawandel die Tierzucht hat.

Dadurch, dass Veganer auf den Konsum tierischer Produkte verzichten, sinkt die Nachfrage nach solchen Produkten und es wird schließlich weniger davon produziert. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach veganen Alternativen, sie kommen vermehrt in den Handel und werden zudem günstiger. Das erleichtert es auch anderen Menschen, vegane Lebensmittel und andere Produkte selbst auszuprobieren.

Die auf tierische Lebensmittel fokussierte Agrarindustrie schadet dem Klima aber nicht nur durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Sie schädigt auch die Umwelt, zerstört wichtige Ökosysteme und verstärkt auf diese Weise noch die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels.

So gingen zum Beispiel allein im Jahr 2017 rund 30 Millionen Hektar Regenwald durch Rodungen verloren, der weitaus größte Teil davon im Interesse der Agrarindustrie. Der Regenwald ist aber nicht nur Heimat unzähliger, einzigartiger Tier- und Pflanzenarten. Er ist auch eine riesige CO2-Senke. Jeder Hektar Wald nimmt pro Jahr rund 13 Tonnen CO2 aus der Luft auf und wandelt diese in Kohlenhydrate und Sauerstoff um. Durch die Zerstörung der Regenwälder geht also nicht nur ein einmaliges Ökosystem verloren, sondern es wird ausgerechnet ein Teil der Natur zerstört, der den hohen CO2-Emissionen der Menschheit zumindest ein wenig entgegenwirken kann.

Die moderne Landwirtschaft schadet darüber hinaus aber nicht nur natürlichen Räumen, sondern sie verringert auch die Qualität ihrer eigenen Flächen. Besonders schwerwiegend ist der übermäßige Einsatz von Düngemitteln, vor allem Gülle und Mist aus der Massentierhaltung, die viel zu große Mengen bestimmter Mineralien in den Boden einbringen. So sind bereits in mehreren Regionen in Deutschland Böden und Grundwasser mit gefährlichen Mengen Nitrit belastet, einem Stoff, der die Funktion der roten Blutkörperchen und damit den Sauerstofftransport im Körper beeinträchtigt. Auch das Sprühen von Pestiziden, das notwendig ist, um vor allem große Monokulturen vor Schädlingen und Krankheiten zu bewahren, ist gefährlich. Zum einen sterben dadurch zahlreiche Insekten, Vögel und Säugetiere. Zum anderen landen Rückstände dieser Giftstoffe über pflanzliche und tierische Lebensmittel auch auf dem Teller der Menschen.

 

Durch ein veganes Leben verringerst Du Deine CO2-Emissionen

Durch eine vegane Lebensweise trägst Du dazu bei, den großen Agrarkonzernen dieser Welt den wichtigsten Anreiz zum massenhaften Ausstoß von Treibhausgasen zu nehmen – den Profit. Würden sich alle Menschen auf der Welt vegan oder zumindest überwiegend pflanzlich ernähren, dann würde ein viel geringerer Teil der Erdoberfläche für die Produktion von Nahrungsmitteln benötigt. Natürliche Ökosysteme könnten erhalten und große Flächen wieder der Natur überlassen werden, was einen direkten, positiven Einfluss auf die CO2-Bilanz der Menschheit hätte.

Als Veganer kannst Du aber nicht nur mit Deinem Konsumverhalten einen Unterschied machen. Du kannst auch durch den Umstieg auf einen umwelt- und klimafreundlichen Stromanbieter dabei helfen, weniger CO2 freizusetzen. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt verbraucht in Deutschland pro Jahr rund 4.000 kWh Strom. Stammt dieser aus fossilen Brennstoffen, so werden dafür 0,2 bis 0,4 kg CO2 pro Kilowattstunde, also insgesamt rund 0,8 bis 1,6 Tonnen CO2 freigesetzt. Allein durch den Umstieg auf einen Ökostrom-Anbieter lässt sich also sehr viel CO2 einsparen.

Nicht jede Art von Ökostrom ist jedoch auch wirklich umwelt- und tierfreundlich. Wasserkraftwerke greifen tief in das empfindliche Ökosystem von Flüssen ein und stellen mit ihren Turbinen eine tödliche Gefahr für Fische und andere Wasserlebewesen dar. Windenergieanlagen töten jedes Jahr unzählige Vögel und Fledermäuse. Und auch die Verstromung von Biomasse ist mit großem Tierleid verbunden, denn zumeist werden neben pflanzlichem Material auch tierische Abfälle oder sogar Teile von Tierkörpern zum Zweck der Stromerzeugung verbrannt.

Deshalb hat sich Vegan Strom entschieden, Dir ausschließlich Strom aus wirklich nachhaltigen Energiequellen anzubieten: Solarenergie, Geothermie und die Kraft der Gezeiten liefern Strom, ohne dass dafür ein einziges Tier sein Leben lassen muss. So leistest Du in jedem Aspekt Deines Lebens einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und setzt gleichzeitig ein Zeichen für das Wohl der Tiere.

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