Dein Einstieg in ein veganes Leben

Wie der Einstieg als Veganer gut gelingt

Wenn Du noch ganz am Anfang Deines neuen, veganen Lebens stehst, kann es durchaus sein, dass Du von den vielen Regeln und Verboten, aber auch von den vielen neuen Möglichkeiten, die sich Dir bieten, etwas überfordert bist. Der wichtigste Ratschlag, den Dir Vegan Strom an dieser Stelle geben kann, lautet: Knüpfe Kontakte mit anderen Veganern und tausche Dich aus! Daneben haben wir aber noch einige weitere Tipps, die Dir den Einstieg in das vegane Leben ein wenig erleichtern sollen.

 

Wisse, warum Du vegan leben willst!

Du hast also entschieden, dass Du Dich in Zukunft vegan ernähren und vielleicht sogar vollständig vegan leben willst. Vielleicht ist Dir der Gedanke zuwider, für das Leid von Tieren verantwortlich zu sein, die zu Fleisch verarbeitet oder zur Produktion von Milch und Eiern, von Honig, Wolle oder Leder missbraucht werden. Vielleicht weißt Du auch, dass die industrielle Tierhaltung riesige Flächen verbraucht und zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen zählt, und Du willst einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, indem Du nicht länger ihre Produkte kaufst. Vielleicht willst Du auch einfach nur etwas für Deine Gesundheit tun.

Ganz am Anfang Deines veganen Lebens bist Du sicherlich noch hochmotiviert und überzeugt davon, dass Dir die Umstellung leichtfallen wird. Leider ist es aber so, dass viele Menschen, die sich für ein veganes Leben interessieren, früher oder später einen Punkt erreichen, an dem sie an ihrer Entscheidung zu zweifeln beginnen. Manche halten durch, viele wenden sich aber auch wieder vom veganen Leben ab.

Um Dir das Durchhalten zu erleichtern, ist es hilfreich, wenn Du Dir jederzeit die Gründe für Dein veganes Leben vor Augen führen kannst. Verlass Dich dabei nicht nur auf Dein Gedächtnis, sondern schreib auf, warum Du Dich für ein veganes Leben entschieden hast und was Du damit erreichen willst. Wenn Du schwach wirst und Dich fragst, ob Du nicht besser umkehren solltest, dann kannst Du diese Liste hervorholen und Dich daran erinnern, warum ein veganes Leben für Dich wichtig ist.

Sei Dir außerdem bewusst, dass die meisten Menschen nicht von heute auf morgen zum Veganer werden. Für viele ist ein langsamer Umstieg leichter zu bewältigen und die Veränderungen sind leichter durchzuhalten, wenn sie Schritt für Schritt immer mehr vegane Lebensmittel und Speisen einführen und tierische Nahrung langsam aus ihrem Speiseplan entfernen. Nimm Dir zum Anfang zum Beispiel vor, zunächst ein oder zwei vegane Mahlzeiten pro Woche zu essen und diese Zahl später zu erhöhen. So hast Du auch genug Zeit, neue Gerichte kennenzulernen, die nicht nur gesund sind, sondern Dir auch wirklich schmecken, und Du kannst Dir praktisch Dein eigenes veganes Kochbuch zusammenstellen.

 

Achte auf Deine Gesundheit!

Bevor Du mit einer veganen Ernährung beginnst, solltest Du Dich auf jeden Fall über die Bedürfnisse des menschlichen Körpers informieren. Lerne, welche Nährstoffe Dein Körper braucht, um richtig zu funktionieren, und welche Nahrungsmittel wie viel davon enthalten. Das Internet ist ein guter Ausgangspunkt. Du solltest aber darauf achten, dass die Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Du kannst auch in einem Ernährungsratgeber nachsehen oder mit einem Ernährungsberater sprechen, der Dir dabei helfen kann, einen Speiseplan aufzustellen, der an Deine individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Neben Alter und Geschlecht gehören zu den Faktoren, die beachtet werden müssen, auch Dein gesundheitlicher Zustand, Dein Aktivitätslevel und ähnliches.

Um zu erfahren, ob eine vollständig vegane Ernährung für Dich sinnvoll ist und ob es etwas gibt, worauf Du besonders achten solltest, empfiehlt es sich zudem, bereits vor der Umstellung Deiner Ernährung Deinen Hausarzt aufzusuchen und ihn zu bitten, Deine Blutwerte zu überprüfen. So erfährst Du, ob Du auf die Versorgung mit einem bestimmten Nährstoff (zum Beispiel Eisen) besonders achten solltest. Wenn Du später in regelmäßigen Abständen Deine Blutwerte überprüfen lässt, erfährst Du außerdem, ob Du Deine vegane Ernährung noch ein wenig anpassen musst, um optimal versorgt zu sein. Wenn Du im Verlauf Deiner Umstellung oder auch später gesundheitliche Problem entwickelst, solltest Du natürlich ebenfalls zum Arzt gehen. Andauernde Müdigkeit kann zum Beispiel ein Zeichen von Eisenmangel sein, so dass Du Deine Ernährung entsprechend anpassen musst.

Sollte sich bei der Untersuchung herausstellen, dass eine vollständig vegane Ernährung zum Beispiel aufgrund einer Vorerkrankung nicht geeignet ist, dann kannst Du Dich häufig trotzdem vegetarisch ernähren oder zumindest Deinen Konsum tierischer Lebensmittel einschränken und andere vegane Lebensweisen einführen, um Deinen ökologischen Fußabdruck und das Leid der Tiere so weit wie möglich zu verringern.

 

Lerne neue Gerichte kennen!

Um Dir die Umstellung auf eine vegane Ernährung ein wenig zu erleichtern, kannst Du auch die Gerichte betrachten, die Du bisher gerne gegessen hast. Sind einige davon vielleicht schon vegan oder lassen sich mit kleinen Veränderungen an die vegane Küche anpassen? Wenn Du bereits vegane oder vegetarische Gerichte kennst, die aus einem bestimmten Kulturkreis stammen, dann lohnt sich vielleicht der Blick in ein entsprechendes Kochbuch, um noch weitere vegane Gerichte zu entdecken, die Dir ebenfalls schmecken könnten. Achte dabei darauf, dass Du auch Gerichte sammelst, die sich schnell zubereiten lassen, und dass Du auch vegane Snacks und Zwischenmahlzeiten kennenlernst.

Viele Zutaten und Grundnahrungsmittel der nicht-veganen Küche haben vegane Entsprechungen oder lassen sich leicht durch vegane Varianten ersetzen. Anstelle von Butter kannst Du Margarine verwenden und anstelle von Honig zum Beispiel Agavendicksaft oder Sirup. Milch und Milchprodukte lassen sich häufig durch vegane Varianten wie Soja- oder Hafermilch, veganen Käse, Joghurt, etc. ersetzen. Bei Brot und Nudeln solltest Du darauf achten, ob tierische Zusatzstoffe enthalten sind. Dazu ist es auch empfehlenswert, Dich damit vertraut zu machen, was sich eigentlich hinter den ganzen Namen und Nummern auf einem Etikett verbirgt. Wusstest Du zum Beispiel, dass es sich bei E 120 um den Farbstoff Karminsäure handelt, der aus gemahlenen Schildläusen gewonnen wird?

Insgesamt solltest Du aber darauf achten, dass Du Dich nicht übermäßig von veganen Ersatzprodukten ernährst. Oftmals handelt es sich dabei um stark verarbeitete Produkte, die ähnlich ungesund wie ihre konventionellen Entsprechungen sein können. Pudding wird zum Beispiel nicht zu einer vollwertigen Mahlzeit, nur weil er mit Soja- statt mit Kuhmilch hergestellt ist. Die Umstellung auf eine vegane Lebensweise gibt Dir die Möglichkeit, Dich ganz neu mit Deiner Ernährung und mit dem Kochen vertraut zu machen. Wenn Du in erster Linie auf frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Nüsse und Schalenfrüchte setzt, dann wirst Du es viel leichter haben, Dich ausgewogen zu ernähren.

Wenn Du noch nicht-vegane Vorräte zu Hause hast, dann musst Du diese übrigens nicht sofort wegwerfen. Eine Ernährungsumstellung ist schließlich kein Grund, einmal gekaufte Lebensmittel zu verschwenden. Du kannst zum Beispiel nicht-vegane Nudeln durchaus noch während Deiner Übergangszeit aufbrauchen und anschließend einfach vegane Nudeln nachkaufen. Wenn Du ein tierisches Produkt aber überhaupt nicht mehr essen willst, dann gibt es sicherlich jemanden, der Dir einen Teil Deiner Vorräte dankend abnimmt.

 

Rede mit anderen Menschen!

Vielen Menschen fällt es leichter, eine große Veränderung gemeinsam mit anderen anzugehen. Der Kontakt mit anderen Veganern kann Dir dabei helfen, diszipliniert zu sein und kleinen Versuchungen des Alltags zu widerstehen. Außerdem kannst Du Dich mit ihnen über Deine Fortschritte und Erfolge, aber auch über die Herausforderungen, denen Du unterwegs begegnest, austauschen. Sicher haben sie auch Tipps und Anregungen parat, wie das Leben als Veganer noch einfacher zu meistern ist. Als Treffpunkte eignen sich zunächst einmal Internetforen. In vielen Städten gibt es aber auch vegane Stammtische und dergleichen, bei denen Du Gleichgesinnte vor Ort kennenlernen kannst.

Während Dich andere Veganer bei Deiner Entscheidung unterstützen und Dir auf Deinem veganen Lebensweg helfen wollen, kann es sein, dass Du von Freunden und Familie zunächst einmal schief angesehen wirst, wenn Du ihnen offenbarst, dass Du in Zukunft keine tierischen Produkte mehr zu Dir nehmen willst. Lass Dich davon nicht entmutigen, aber lass Dich auch nicht dazu verleiten, anderen ein veganes Leben aufzwingen zu wollen.

Was Dir nicht passieren sollte, ist, dass Du zu einem Essen eingeladen wirst und erst vor Ort feststellst, dass es keinerlei vegane Speisen gibt. Dann bleibt Dir nämlich nur noch übrig, entweder das angebotene Essen abzulehnen, was sicherlich den Gastgeber verletzen wird, oder einen Kompromiss einzugehen und doch etwas Nicht-Veganes zu essen. Das willst Du aber sicher nicht tun, weswegen Du idealerweise im Voraus Deinen Gastgeber wissen lässt, was Du essen kannst und was nicht. Sei dabei spezifisch, denn nicht jeder weiß, dass „vegan“ für Dich zum Beispiel auch heißen kann, dass Du keinen Honig isst. Freunden, die skeptisch sind, ob Ernährung ganz ohne tierische Produkte nicht etwas einseitig ist, kannst Du natürlich auch anbieten, für sie zu kochen, und sie so von der Bandbreite der veganen Speisen überzeugen.

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass Du Dir keine Vorwürfe machst, wenn Du doch einmal schwach wirst und ein tierisches Produkt zu Dir nimmst. Auch wenn Du schon länger vegan lebst, kann es passieren, dass Du einmal einem nicht-veganen Gericht nicht widerstehen kannst. Das bedeutet nicht, dass Du ein schlechter Veganer bist und das ganze vegane Leben aufgeben solltest. Vielleicht kannst Du aber herausfinden, warum Du schwach geworden bist, und in Zukunft Vorsorge treffen (zum Beispiel indem Du eine vegane Variante dieses Gerichts findest, die Du stattdessen essen kannst).

Auch, wenn Du auf ein nicht-veganes Lebensmittel einfach nicht verzichten oder einen Bereich Deines Lebens nicht vegan gestalten kannst, ist das kein Grund, das vegane Leben als Ganzes aufzugeben. Wenn Du zu 99 Prozent vegan lebst, dann leistest Du immer noch viel mehr für die Tiere dieser Welt, den Planeten und auch für Deine Gesundheit, als es die meisten anderen Menschen tun. Einen Umstieg, wie den Verzicht auf echtes Leder, wirst du im Alltag gar nicht bemerken. Und auch ein Wechsel zu Vegan Strom ist ganz leicht und sorgt dafür, dass Du jederzeit so vegan und nachhaltig wie möglich lebst.

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